Boeing 787: Der Dreamliner braucht spätestens nach 51 Tagen einen Reboot

Aufgrund eines Software-Fehlers können die Piloten irreführende Anzeigen bekommen.

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Boeing 787 Dreamliner: Falsche Anzeigen über Geschwindigkeit, Fluglage, Höhe und Triebwerksdaten
Boeing 787 Dreamliner: Falsche Anzeigen über Geschwindigkeit, Fluglage, Höhe und Triebwerksdaten (Bild: Stephen Brashear/Getty Images)

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat die Fluggesellschaften angewiesen, ihre Maschinen vom Typ Boeing 787 Dreamliner nach spätestens 51 Tagen herunterzufahren und neu zu starten. Diese Maßnahme sei notwendig, um "unsichere Bedingungen" zu umgehen, heißt es in einer Lufttüchtigkeitsanweisung (LTA) der FAA, die am 7. April in Kraft tritt.

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Wenn das Flugzeug mehr als 51 Tage im Dauerbetrieb läuft, kann es laut der LTA dazu kommen, dass die Piloten irreführende Daten angezeigt bekommen. Das betrifft unter anderem Geschwindigkeit, Fluglage, Höhe und Triebwerksdaten. Zudem könnten die Systeme, die unter anderem vor einem Strömungsabriss warnen, nicht mehr funktionieren. Auch die Switches des Bordnetzes könnten ausfallen.

Die FAA warnt vor Fehlfunktion

Der Fehler liegt im sogenannten Common Core System (CCS), dem Echtzeitbetriebssystem des Flugzeugs. Es filtert nach einer bestimmten Zeit veraltete Daten nicht mehr, weshalb es zu den Fehlern kommen kann. Die entsprechende Überwachungsfunktion arbeite nicht mehr richtig, wenn das CCS über 51 Tage ununterbrochen eingeschaltet sei, schreibt die FAA.

Da daraus "potenziell katastrophale Ausfallszenarien resultieren" könnten, müssen die Dreamliner künftig einmal komplett abgeschaltet und neu gestartet werden, um zu verhindern, dass die Systeme 51 Tage im Dauerbetrieb laufen. Wenn ein Flugzeug am Gate steht, wird es normalerweise nicht abgeschaltet, damit das Bodenpersonal Routineprüfungen durchführen und das Flugzeug reinigen kann.

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Es ist nicht das erste Software-Problem des Dreamliners: 2015 entdeckte Boeing einen Softwarefehler, der zu einem Ausfall der Generator Control Unit (GCU) führen kann, weil ein interner Zähler nach 248 Tagen überläuft und die Komponente zum Ausfall bringt. Hier empfahl der Hersteller einen Neustart alle 120 Tage.

Auch Konkurrent Airbus hat solche Softwareprobleme. Im vergangenen Sommer hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (European Aviation Safety Agency, Easa) für ältere Maschinen des Typs Airbus A350-941 eine LTA herausgegeben. Nach 149 Stunden im Dauerbetrieb könnte es zu Ausfällen in der Kommunikation zwischen Systemen in dem Flugzeug kommen. Deshalb sei ein Neustart vor Ablauf dieser Zeit notwendig.

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