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Boeing 737 Max: Weiterer Softwarefehler verzögert Wiederinbetriebnahme

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat in der Flugsoftware der Boeing 737 Max bei Simulatortests einen weiteren Fehler entdeckt, wie aus einem Medienbericht hervorgeht. Das Problem liegt in Notfallmaßnahmen, die zu viel Zeit benötigen.

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Die 737-Max-Familie bleibt weiter am Boden.
Die 737-Max-Familie bleibt weiter am Boden. (Bild: Boeing)

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat laut Wall Street Journal bei Tests einen weiteren, kritischen Fehler in der Software von Boeings Mittelstreckenjet 737 Max gefunden. Boeing bestätigt das in einer kurzen Mitteilung. Damit sind weitere Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme der 737 Max zu erwarten. Eigentlich war die neue Software bereits fertiggestellt. Nach zwei fatalen Abstürzen durften die neuen Maschinen weltweit nicht mehr abheben. Ausnahmen gab es allenfalls für Leerflüge.

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Aufgefallen ist das neue Problem laut Wall Street Journal im Simulator durch einen FAA-Piloten. Betroffen ist dieses Mal aber nicht die MCAS-Software, die wegen der besonders großen Triebwerke regulierend eingreift. Stattdessen sind eine Notfallprozedur und die dazugehörige Software betroffen, die während eines MCAS-Ausfalls oder einer -Fehlfunktion durchgeführt wird. Diese dauert zu lang. Die FAA hat die Entscheidung getroffen, dass dieses Problem behoben werden muss. Laut Wall Street Journal stimmt Boeing dem zu.

Boeing wird versuchen, das neue Problem mit einem Softwarepatch zu lösen. Quellen des Wall Street Journals zufolge besteht aber auch die Möglichkeit, dass Hardware getauscht werden muss. Das wäre recht aufwendig, sind doch schon mehrere Hundert Maschinen ausgeliefert worden. Zudem hat Boeing die Fertigung nicht ausgesetzt, so dass bisweilen fertige Flugzeuge auf Auto-Parkplätzen in Washington untergebracht werden.

Für Boeing wie auch die Fluggesellschaften ist der Ausfall der neuen Max ein großes Problem. Die Flugzeuge sind für die Flugpläne wichtig und den Gesellschaften fällt es teilweise schwer, die ausgefallenen Flugzeuge zu kompensieren, zumal ältere Flugzeuge durch höheren Verbrauch auch höhere Kosten haben. Müssen die Flugzeuge, beispielsweise per Wet-Lease, angemietet werden, sind die Kosten normalerweise noch einmal etwas höher. Trotz des großen Drucks bleiben die Verantwortlichen aber vorsichtig.

Bisher ist nicht absehbar, wann die Boeing 737 Max wieder abheben wird. Der Flugzeugtyp ist besonders gefragt. Boeing listet Stand Juni 2019 fast 5.000 Bestellungen. Erst knapp unter 400 Maschinen wurden ausgeliefert. Airbus' A320-Neo-Familie ist ähnlich stark gefragt, so dass die Besteller nicht einfach zur Konkurrenz wechseln können, ohne Jahre auf eine Auslieferung warten zu müssen. Nennenswerte Konkurrenz anderer Unternehmen gibt es bei Mittelstreckenjets schon lange nicht mehr. Die Entwicklungskosten sind sehr hoch.

Erst kürzlich hat Bombardier fast seine gesamte Flugzeugsparte aufgeben müssen, nachdem die Kosten für die CS100/300, jetzt Airbus A220, zu hoch wurden. Während die CS-Flieger zu Airbus gingen, wurde die Dash-Turboprop-Sparte verselbständigt. Die CRJ-Sparte, kleine Regionaljets, ging zu Mitsubishi, das mit dem Spacejet (ehemals MRJ) versucht, im Regionalsegment Japan wieder zu einem Standort zur Produktion kommerzieller Jets zu machen.

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Hotohori 27. Jun 2019

Ja, das Ganze klingt schon von Anfang bis Ende stark nach "Geiz ist geil". Und dieses...

Naresea 27. Jun 2019

Sie wären nicht die Ersten, die versuche mit Java Real-Time Anwendungen zu entwickeln...

Anonymer Nutzer 27. Jun 2019

Bei theverge.com hatten sie das ganze Drama schön zusammengefasst: https://www.theverge...

Ford Prefect 27. Jun 2019

Steht fast alles hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Atom-Moratorium Im September 2010...


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