Boeing 737 Max 8: Boeing stellt neue Software zur Flugsteuerung fertig

Die neue MCAS-Software ist fertig und funktioniert. Das hat Boeing bekannt gegeben, Die US-Luftfahrtbehörde FAA will die neue Software nach mutmaßlichen Versäumnissen gründlich prüfen. Eine Startfreigabe wird demnach noch dauern.

Artikel veröffentlicht am ,
Boeing 737 Max 8: Starterlaubnis voraussichtlich erst Ende August
Boeing 737 Max 8: Starterlaubnis voraussichtlich erst Ende August (Bild: Acefitt/Wikimedia/CC-BY-SA 4.0)

Boeing hat die neue Flugsteuerungs-Software für das Verkehrsflugzeug Boeing 737 Max 8 fertiggestellt. Bis die stillgelegten Maschinen wieder starten können, wird es aber noch dauern: Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) muss die Software vorher zertifizieren.

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Die neue Version des Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS) sei sowohl am Simulator als auch schon in der Luft getestet worden, teilte Boeing mit. Bis dato sei die Boeing 737 Max mit der aktualisierten MCAS-Software auf über 200 Flügen mehr als 360 Stunden lang geflogen.

Die neue Version mache die 737 Max zu einem der sichersten Flugzeuge, die je geflogen seien, erklärte Boeing Chef Dennis Muilenburg. "Wir haben alle technischen Testflüge für das Software-Update mit Sicherheit als klarer Priorität abgeschlossen und bereiten nun den letzten Zertifizierungsflug vor." Boeing hat zudem neue Materialien für die Schulung von Piloten entwickelt. Diese will der Luftfahrtkonzern ebenfalls der FAA zur Prüfung vorlegen. Auch die Kunden sollen diese zur Prüfung erhalten.

Die FAA hat angekündigt, das erneuerte System einer sehr genauen Prüfung zu unterziehen. Vor einigen Tagen hatte die US-Tageszeitung Wall Street Journal (WSJ) berichtet, dass die Zulassung des MCAS offensichtlich nicht regulär verlaufen sei. Zu dem Ergebnis sei eine interne Untersuchung der FAA gekommen, erfuhr die Zeitung von Informanten in der Branche und der Regierung,.

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Fehler gab es demnach auf beiden Seiten: So soll Boeing nicht darauf hingewiesen haben, dass eine Fehlfunktion oder ein Ausfall des Systems, das Strömungsabrisse verhindern soll, zu einem Absturz führen könnte. Ein solcher Hinweis hätte zu einer genaueren Prüfung des Systems geführt. Auf Seiten der FAA sollen leitende Beamte nicht an der Prüfung des MCAS teilgenommen oder diese nicht überwacht haben.

Aufgrund einer Fehlfunktion des MCAS waren zwei Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 abgestürzt: eine im Oktober 2018 in Indonesien und eine im März 2019 in Äthiopien. Bei den Unglücken starben 346 Menschen.

Seit dem zweiten Absturz darf dieser Flugzeugtyp nicht mehr fliegen. Laut einem anderen WSJ-Bericht will die FAA ihre Zertifizierung der Software von anderen Luftaufsichtsbehörden abhängig machen, die die Unfälle untersuchen. Das Startverbot für die Boeing 737 Max dürfte demnach noch einige Zeit aufrecht erhalten bleiben. Vor Ende August ist damit nicht zu rechnen, was die Fluggesellschaften während der Haupturlaubssaison in Bedrängnis bringt.

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Emulex 20. Mai 2019

Genau dafür wurde MCAS ja entwickelt - damit diese "Schulung" bei einem bereits für die...

Emulex 20. Mai 2019

Ich würde sagen die Max wurde zu Obamas Zeiten durchgewunken - mit Trump dürfte das...

B.I.G 20. Mai 2019

Nein, tut es nicht, es führt nur dazu dass die Maschine beim Start vom Pilot leichter in...

B.I.G 20. Mai 2019

Bevor es zum Stall kommt gibt es zuerst eine visuelle Warnung, reagiert der Pilot darauf...

Der Agent 19. Mai 2019

Das MCAS dient ja dazu dass sich die MAX so fliegt wie die alte 737. Mit MCAS braucht man...



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