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Bodyhacking:
Prothese statt Drehregler

Bertolt Meyer hat seine Handprothese mit einem Synthesizer verbunden – das Youtube -Video dazu hat viele interessiert. Wie haben mit dem Psychologieprofessor über sein Projekt und die Folgen des Videos gesprochen.
/ Tobias Költzsch
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Bertolt Meyer mit dem angeschlossenen Synlimb (Bild: Bertolt Meyer)
Bertolt Meyer mit dem angeschlossenen Synlimb Bild: Bertolt Meyer

"Ich hatte natürlich gehofft, das Video würde in meiner kleinen Synthesizer-Subkultur, in der ich mich im Internet bewege, ein bisschen Aufmerksamkeit erzeugen ..." , erzählt uns der Psychologieprofessor Bertolt Meyer etwas verlegen am Telefon. Meyer ist Prothesenträger und Musiker, seine Liebe gilt analogen Synthesizern. In einem Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt Meyer, wie er seine Prothese i-Limb des isländischen Herstellers Össur(öffnet im neuen Fenster) über einen selbst gebauten Konverter mit einem seiner Synthesizer verbindet. Das Video wurde Hunderttausende Male angeklickt, Meyer konnte sich nach der Veröffentlichung kaum vor Presseanfragen retten.

Die Idee hinter Meyers Schaltung ist, mit der von der Prothese erzeugten Spannung bestimmte Filter und andere Funktionen eines Synthesizers zu steuern. Viele modulare Synthesizer ermöglichen es, mithilfe einer sogenannten Steuerspannung Funktionen des Musikinstrumentes zu steuern, ohne an den eigentlichen Reglern zu drehen. Eben jenes Drehen an den Reglern ist für Bertolt Meyer trotz seiner High-Tech-Hand schwierig.

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