Bodennetz: LTE-Versorgung im Flugzeug erfolgreich getestet

Nokia und die Telekom haben ihr LTE-Netz für Flugzeuge angeschaltet. Es gab einen allerersten Testflug mit Technikern von allen beteiligten Unternehmen.

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Technik des European Aviation Networks
Technik des European Aviation Networks (Bild: Nokia)

Für die LTE-Versorgung in Flugzeugen haben Nokia, die Deutsche Telekom, Inmarsat und Thales ein erfolgreiches Testflugprogramm in Großbritannien durchgeführt. Das gab der finnische Netzwerkausrüster am 28. November 2016 bekannt. Bei dem Testflug wurde die Leistungsfähigkeit der von Thales zur Verfügung gestellten Bordausrüstung und des von der Telekom und Nokia betriebenen Bodennetzes untersucht.

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Es war ein "allererster Testflug mit Technikern von allen beteiligten Unternehmen", sagte Nokia-Sprecherin Martina Grüger-Bühs Golem.de auf Anfrage. "Die Datenraten lagen über den Erwartungen, welche die Partner an diesen ersten Testflug hatten. Erklärtes Ziel für das EAN ist eine Datenrate von bis zu 75 MBit/s im Downlink."

Das Netz für europäische Kurz- und Mittelstreckenflüge wird European Aviation Network (EAN) genannt. "Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des EAN, dem weltweit ersten integrierten Satelliten- und LTE-basierten Bodennetz", erklärte Nokia.

Zuvor hatten Nokia und die Telekom im Stuttgarter Nokia-Labor die erste EAN Live-over-the-air-Verbindung hergestellt. Dabei wurden alle Komponenten des LTE-Bodennetzes erprobt und validiert. Der Rollout von rund 300 EAN-Antennenstandorten in 28 europäischen Ländern laufe nach Plan. Nach dem jetzt laufenden Testflugprogramm werde das EAN ab Mitte 2017 verfügbar sein.

Reichweite von über 80 Kilometern

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Bis zu 341 Kurzstreckenflugzeuge werden mit dem EAN Service ausgestattet. Dazu gehören 132 British-Airways-, 125 Vueling-, 45 Iberia- und 39 Aer-Lingus-A320-family-Flugzeuge.

Die LTE-Basis-Stationen haben eine Reichweite von über 80 Kilometern, während herkömmliche nur eine Reichweite von etwa 10 Kilometern bieten.

Befindet sich das Flugzeug auf einer höheren Reiseflughöhe, werden zusätzlich die Satellitendienste Inmarsats dazugeschaltet, um die Internetversorgung für die Passagiere zu gewährleisten. Die Elektronik in den Flugzeugen soll automatisch zwischen den beiden Empfangswegen wählen, ohne dass es für den Nutzer zu Ausfällen kommt. Ermöglicht wird das durch die Frequenzzuweisung des 30-MHz-Spektrums im S-Band in allen 28 EU-Mitgliedstaaten. Dank Mehrstrahltechnologie (Multi Beam) wird dabei ganz Europa abgedeckt.

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