Abo
  • Services:
Anzeige
Ob diese Oktoberfest-Besucher Spione sind?
Ob diese Oktoberfest-Besucher Spione sind? (Bild: Philipp Guelland/Getty Images)

BND auf dem Oktoberfest: Steuerzahlerbund rügt Bewirtung ausländischer Spione

Ob diese Oktoberfest-Besucher Spione sind?
Ob diese Oktoberfest-Besucher Spione sind? (Bild: Philipp Guelland/Getty Images)

Der Bundesnachrichtendienst lädt offenbar jedes Jahr befreundete Agenten auf das Oktoberfest ein. Eine unklare Ausgabe von Steuermitteln, kritisiert der Bund der Steuerzahler.

Anzeige

Darf der Bundesnachrichtendienst (BND) jedes Jahr seine befreundeten Agentenkollegen auf das Münchner Oktoberfest einladen? Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler handelt es sich dabei um eine intransparente Verwendung von Steuermitteln, die im diesjährigen Schwarzbuch angeprangert wird. Dabei ist unklar, wie hoch die Kosten für den jährlichen Ausflug auf die Wiesn sind. Fest steht nur, dass sich der BND die Einladung zwischen 40 und 50 Euro pro Gast kosten lässt. Das reicht in diesem Jahr immerhin für drei Maß Bier und zwei Hendl.

Herausgekommen ist die ungewöhnliche Art der Kontaktpflege bereits im vergangenen Juni. Sie findet sich in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele. Dieser wollte wissen, wie viel der BND seit 2005 jedes Jahr auf dem Oktoberfest ausgibt. Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche antwortete damals: "Im angefragten Zeitraum wurden mit Ausnahme des Jahres 2011 jährlich zentral organisierte Großveranstaltungen mit Vertretern ausländischer Nachrichtendienste auf dem Münchner Oktoberfest durchgeführt. Darüber hinaus wurden in der Verantwortung einzelner Organisationsbereiche des BND Vertreter ausländischer Nachrichtendienste zum Oktoberfest eingeladen."

Mit Fachgesprächen verbunden

Auch in Zeiten von Sparzwängen sind die Treffen nach Ansicht der Regierung zu vertreten. "Diese Veranstaltungen dienen der Pflege von partnerschaftlichen Beziehungen, beruhen auf Gegenseitigkeit und unterstützen so die gesetzliche Auftragserfüllung", sagte Fritsche. Zudem würden sie "mit Fachgesprächen verbunden, um einen direkten Nutzen für das dienstliche Interesse zu ziehen".

Eine Begründung, die den Steuerzahlerbund nicht überzeugte. Dieser kritisiert vor allem den Mangel an Transparenz. So habe der Dienst nicht die Frage beantworten können, seit wann er die ausländischen Kollegen zum Oktoberfest einlade. Es sei daher bedauerlich, "dass der BND und die Regierung der Öffentlichkeit nicht größeren Einblick in die Wiesn-Veranstaltungen gewähren und sich auf das Totschlagargument 'Geheimhaltung' zurückziehen" . Selbst wenn pro Gast vertretbare Kosten anfielen: "Dem deutschen Nachrichtendienst würde etwas mehr Transparenz gut zu Gesicht stehen."


eye home zur Startseite
Yeeeeeeeeha 09. Okt 2015

In München (und somit auch Pullach als Vorort) gehört es quasi zum guten Ton, dass man...

Kleba 01. Okt 2015

Kommt drauf an. Wenn die bspw. insgesamt 600 Gäste in den 2 Wochen einladen sind das...

Single Density 01. Okt 2015

Ja, macht aber nix, weil der Empfänger der Nachricht mindestens im selben Zustand ist...

Lasse Bierstrom 01. Okt 2015

Wer weiß! Gift getarnt als Bier, genial!!

Rulf 30. Sep 2015

ich glaube her wird eher in cerevisia veritas angewendet...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. über Duerenhoff GmbH, Essen
  3. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  4. Deloitte, verschiedene Standorte


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-15%) 16,99€
  2. 16,99€
  3. 13,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Elektromobilität

    Londoner E-Taxi misst falsch

  2. 5G Radio Dot

    Ericsson kündigt 2-GBit/s-Indoor-Antennen an

  3. Zahlungsverkehr

    Das Bankkonto wird offener

  4. 20.000 neue Jobs

    Apple holt Auslandsmilliarden zurück und baut neuen Campus

  5. Auto-Entertainment

    Carplay im BMW nur als Abo zu bekommen

  6. Fehlende Infrastruktur

    Große Skepsis bei Elektroautos als Dienstwagen

  7. Tim Cook

    Apple macht die iPhone-Drosselung abschaltbar

  8. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  9. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  10. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nachbarschaftsnetzwerke: Nebenan statt mittendrin
Nachbarschaftsnetzwerke
Nebenan statt mittendrin
  1. Facebook Wieder mehr Haustierbilder statt Hass
  2. Nextdoor Das soziale Netzwerk für den Blockwart
  3. Hasskommentare Neuer Eco-Chef Süme will nicht mit AfD reden

Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

  1. Arcade

    Dwalinn | 10:44

  2. Re: Problem: Laden Zuhause

    Kahiau | 10:43

  3. Modularität, warum nicht?

    Bouncy | 10:43

  4. *Ein Mann im Kessel

    Baron Münchhausen. | 10:42

  5. Re: Ein Alexa Gesetz also?

    Érdna Ldierk | 10:42


  1. 10:45

  2. 09:20

  3. 09:04

  4. 08:26

  5. 08:11

  6. 07:55

  7. 07:30

  8. 00:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel