Separate Apps für jeden Dienst

Diese unterschiedlichen Dienste sollen in der App von Reach Now zusammengeführt werden. Angestrebt werde eine "Tiefenintegration", sagte die Chefin des Dienstes, Daniela Gerd tom Markotten. Suchen, Buchen und Bezahlen solle künftig in der App für die verschiedensten Mobilitätsdienste nahtlos möglich sein. Die Integration des öffentlichen Nahverkehrs spiele gerade in europäischen Großstädten eine wichtige Rolle. In die App solle demnächst auch die Möglichkeit integriert werden, ein Mobilitätsguthaben einzurichten. Firmen könnten beispielweise ihren Mitarbeitern einen bestimmten monatlichen Betrag freischalten, den sie dann für die unterschiedlichsten Transportmittel nutzen könnten. Von März an sollen die Mitarbeiter von Daimler Financial Services 100 Euro Guthaben im Monat erhalten.

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Doch trotz aller Integration: Die einzelnen Dienste sollen mit ihren Apps auch künftig separat nutzbar sein. Es sei daher nicht geplant, die Apps für Park Now oder Share Now langfristig abzuschalten. Die Unternehmen begründeten die Entscheidung damit, dass viele Nutzer nur einen bestimmten der fünf Dienste nutzen wollten. Zudem könnte eine einzelne App zu komplex werden, wenn sämtliche Funktionen aller Dienste darin integriert werden müssten.

Uber verbrennt deutlich mehr Geld

Die Kooperation ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die deutschen Autohersteller bei digitalen Themen ihre Konkurrenz hinter sich lassen, um gemeinsam gegen die IT-Konkurrenz aus dem Silicon Valley mit Google, Uber oder Apple bestehen zu können. Ein erstes Beispiel dafür war die gemeinsame Übernahme des Kartendienstes Here im Jahr 2015. Zuletzt gab es sogar Spekulationen, dass BMW und Daimler beim autonomen Fahren zusammenarbeiten könnten.

Allerdings stellt sich die Frage, ob eine Investition von einer Milliarde Euro ausreicht, um langfristig mit Uber mithalten zu können. Daimler-Chef Zetsche wollte die Frage daher nicht beantworten, wie lange die neuen Firmen mit dem Geld auskommen müssten. Zunächst müssten die Businesspläne aufgestellt werden, dann werde man weitersehen. Vor allem beim sogenannte Ride-Hailing-Geschäft (private Mitfahrgelegenheiten) komme es auf die Größe an.

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Uber hat nach eigenen Angaben derzeit etwa 75 Millionen Nutzer weltweit. Der Mitfahrdienst machte aber allein im vergangenen Jahr einen bereinigten Verlust von 1,8 Milliarden US-Dollar, nach 2,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017. In diesem Jahr könnten Uber und dessen Konkurrent Lyft an die Börse gehen. Ein solches Vorgehen, um Geld von Investoren einzusammeln, schloss Zetsche für die neuen Mobilitätsdienste aber zunächst aus.

Vertrauen trotz Dieselskandal

BMW-Chef Krüger verwies darauf, dass die Autohersteller im Gegensatz zu den IT-Konzernen nicht nur die Software, sondern auch die Hardware kontrollieren könnten. Zudem hätten die Nutzer trotz des Dieselskandals noch Vertrauen in die Hersteller, dass sie mit deren Daten sicher umgehen könnten. Dieses Vertrauen sei wichtig im Datengeschäft.

Die Vision der beiden Firmen: "Die fünf Services verschmelzen immer mehr zu einem Mobilitätsangebot mit vollelektrischen und selbstfahrenden Flotten, die sich selbstständig aufladen und parken sowie mit anderen Verkehrsmitteln vernetzen lassen", sagte Krüger. In zehn Jahren werde diese Präsentation rückblickend als wichtiger Tag in Erinnerung bleiben.

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 BMW und Daimler: Mit ganz viel Now gegen die Uber-Konkurrenz
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