BMW arbeitet mit dem chinesischen Autobauer Great Wall

Die Realität sah zumeist etwas anders aus. Nun kooperiert Mini ebenfalls mit China, und zwar mit dem chinesischen Autobauer Great Wall. Anders als bei Smart, dessen Spitze sich mittlerweile hälftig aus Daimler- und Geely-Verantwortlichen zusammensetzt, bestimmen bei Spotlight, so der Name der Kooperationsgemeinschaft Mini/Great Wall, Mini und BMW.

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"Great Wall fungiert als Entwicklungs- und Produktionspartner", stellte Mini-CEO Bernd Körber kurz vor seinem Abgang klar, "und es wird auch weiterhin eine Fertigung am Stammsitz in Oxford geben." Neben der Fertigung im britischen Oxford sollen jedoch ab 2023 zunächst zwei Modelle in China gefertigt und nach Vorbild des BMW iX3 von dort aus in die ganze Welt exportiert werden.

Obschon die vollelektrischen Varianten des Briten und die mit einem Verbrennungsmotor weitgehend identisch aussehen, stehen sie auf zwei völlig unterschiedlichen Plattformen. Während die konventionellen Versionen auf einer BMW-Architektur basieren, sind Teile der BEV-Versionen (interner Code J1) das Resultat der Zusammenarbeit mit Great Wall.

Allerdings ist es nicht so wie beim nächsten Smart, bei dem einer Geely-Plattform ein anderer Hut aufgesetzt wird. Im Grunde fungiert Great Wall wie Magna einst beim BMW X3 als Zulieferer, bei dem Komponenten des Antriebsstrangs sowie die Batterie samt Elektromotor eingekauft werden und eine Produktion hochgezogen wird.

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Die Entwicklungsarbeit findet gleichermaßen in China und Europa statt, doch die Abstimmung von Hard- und Software liegt in den Händen der Techniker im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum. Neben dem Dreitürer wird es einen fünftürigen Crossover geben, dessen Format an den ersten Countryman erinnert. Dazu kommt noch ein echter BEV-Countryman.

Den Anfang macht 2024 jedoch der elektrische Dreitürer, von dem zwei Varianten geplant sind: der Cooper E mit 135 kW/184 PS, einer 40-kWh-Batterie und 300 Kilometern Reichweite und der Cooper SE mit 165 kW/224 PS/50 kWh, der bis zu 400 Kilometer weit fahren soll. Kurze Überhänge vorne und hinten versprechen mehr Fahrdynamik als beim Vorgänger. Die Überhänge sind im Vergleich zum aktuellen Modell um drei Zentimeter geschrumpft, die Spur ist vier Zentimeter breiter und der Radstand wuchs um drei Zentimeter.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Wie ein "echter Mini"

Unverändert soll sich der elektrische J1-Mini der Neuzeit fahren wie ein echter Mini. "Wir wollen auf keinen Fall ein Untersteuern", erklärt Fahrwerksentwickler Klaus Bramer, "wir werden uns keinesfalls verschlechtern." Der größere Radstand macht nicht nur das Fahrverhalten stabiler und beherrschbarer, sondern verschafft den Fahrgästen mehr Platz, was vor allem im Fond guttut.

Überhaupt wird sich im Innenraum einiges tun und einige Details der Konzeptstudie des Mini Urbanaut werden Einzug in die Serie halten. Keine Chance bekommt dagegen der seit fast zwei Jahrzehnten diskutierte Mikro-Mini, der mit der Studie des Rocketman viel Aufmerksamkeit bekam, sowie weitere Mini-Derivate, die keine großen Volumina versprechen. Deutlich verschlanken soll sich auch die Ausstattungsstruktur. Wie mit dem elektrischen Mini eingeführt, gibt es nicht mehr maximale Individualisierung bei geringen Volumina und mäßigen Deckungsbeiträgen, sondern einzelne Pakete und Sondermodelle.

  • Der Mini Cooper SE (Bild: BMW Group)
  • Der Mini Cooper SE (Bild: BMW Group)
  • Der Mini Cooper SE (Bild: BMW Group)
  • Der Mini Cooper SE (Bild: BMW Group)
  • Der Mini Cooper SE (Bild: BMW Group)
  • Der Mini Urbanaut (Bild: BMW Group)
  • Der Smart #1 (Bild: Smart Automotive)
  • Der Smart #1 (Bild: Smart Automotive)
  • Der Smart #1 (Bild: Smart Automotive)
  • Das Smart-Conceptcar bei der IAA 2021 (Bild: Smart Automotive)
  • Das Smart-Conceptcar bei der IAA 2021 (Bild: Smart Automotive)
  • Das Smart-Conceptcar bei der IAA 2021 (Bild: Smart Automotive)
  • Das Smart-Conceptcar bei der IAA 2021 (Bild: Smart Automotive)
  • Das Smart-Conceptcar bei der IAA 2021 (Bild: Smart Automotive)
Der Mini Cooper SE (Bild: BMW Group)

Die neuen Modelle werden in Oxford sowie am neuen Spotlight-Standort in China gefertigt. Aus China sollen die Elektroversionen kommen, aus England die Verbrenner. Auch wenn Mini elektrisch wird - bis zum Ende des Jahrzehnts soll es auch Modelle mit Verbrenner geben, weil Kunden und Regionen dies verlangen.

Mittelfristig wird es jedoch kaum bei den drei neuen Mini-Modellen bleiben. Eine offene Version des Hatch erscheint durch die anhaltend hohen Verkaufsanteile ebenso gesetzt wie mindestens ein weiteres Modell. Dies könnte, wie ebenfalls seit mehr als zehn Jahren in Planung, ein Van oder kleiner Bus sein, der die urbane Mobilität unter dem Mini-Logo auf ein neues Level bringt.

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 BMW, Mercedes und China: Mini und Smart wagen den Neustart
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Thorgil 06. Apr 2022 / Themenstart

Also kannst du mir auch keine Innovation dieses Kfz nennen?

Brian Kernighan 01. Apr 2022 / Themenstart

Hä? Was ist denn das für ein sinnfreies Gelaber? Wenn chinesische BMW Ingenieure...

Thorgil 31. Mär 2022 / Themenstart

Wieso sollte man? So ein Auto sieht selten mehr als 80km/h auf dem Tacho. Batterien...

Tantalus 30. Mär 2022 / Themenstart

Ja, ein Luxusproblem. Wenn Du Dich nicht mal für 30-60 Minuten geringfügig einschränken...

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