BMW M3 kommt 2027: Mit der Kraft von vier E-Maschinen

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Schon seit Langem wird darüber spekuliert, wann und wie BMW sein erstes vollelektrisches M-Modell auf den Markt bringen wird. Nun hat der Münchner Hersteller bestätigt(öffnet im neuen Fenster) , dass der nächste M3 auf Basis der Neuen Klasse für das Jahr 2027 geplant ist. Die Sportlimousine soll demnach mit vier Motoren angetrieben werden und bislang bei BMW M nicht erreichte Antriebsleistungen bieten. Die Gesamtleistung des Antriebs ist jedoch noch unklar.
Der damalige Entwicklungschef Frank Weber kündigte bereits im September 2023 an , dass der nächste M3 vollständig batterieelektrisch sein werde. Weber verwies damals darauf, dass die Neue Klasse "für vier unabhängig voneinander arbeitende Elektromaschinen mit bis zu einem Megawatt konzipiert" sei.
Inzwischen hat BMW mit der Neuen Klasse die Vorarbeit geleistet, um mit einem neuen Fahrdynamikcontroller vier Elektromotoren getrennt voneinander anzusteuern. Dazu fasst der Hersteller die bisherigen Steuergeräte für Antrieb, Bremsen, Laden, Rekuperation und Teilfunktionen der Lenkung in einem einzigen Modul zusammen, das Heart of Joy genannt wird.
Doppelmotoreinheit an beiden Achsen
Im November 2024 zeigte das Unternehmen an seinem US-amerikanischen Standort in Spartanburg eine Konzeptstudie, die ein Drehmoment von 18.000 Newtonmetern auf die Straße brachte. Ganz so viel dürften es beim kommenden M3 nicht werden. Schließlich verfügte das Testfahrzeug über eine aktive Aerodynamik, die wie ein Staubsauger funktionierte und einen höheren Anpressdruck auf die Straße erzeugte.








Das Antriebskonzept des M3 erinnert stark an dasjenige des Mercdes-AMG GT XX . Beide Fahrzeuge haben eine elektrische Doppelmotoreinheit, wobei BMW nicht nur am Heck, sondern auch an der Vorderachse eine solche Einheit verbaut. Allerdings nutzen die Münchner im Gegensatz zu AMG keinen Axialflussmotor für den Antrieb.
Ebenso wie beim AMG sind auch beim M3 Inverter, Getriebe und die Ölversorgung in die Antriebseinheiten integriert. Die Einheiten zeichnen sich dem Hersteller zufolge "durch eine hohe Leistungsdichte aus und stellen die stärksten Antriebe dar, die BMW M bisher zum Einsatz gebracht hat" .
Der Motor, BMW M eDrive genannt, basiert auf der sechsten Generation des BMW-Elektroantriebs, wie er auch in der Neuen Klasse genutzt wird. Allerdings setzt BMW beim M3 nur den stromerregten Synchronmotor als Antrieb ein, während der iX3 an der Front über einen Asynchronmotor verfügt.
Zudem lässt sich beim M3 die Vorderachse vollständig entkoppeln, was beim iX3 nicht der Fall ist. Laut BMW ist es dadurch möglich, den von der Marke gewohnten reinen Heckantrieb zu nutzen. Zudem verbrauche der Antrieb dadurch weniger Strom, so dass die Reichweite steige, heißt es.
Das Gesamtsystem ermögliche die Steuerung von Drehmoment und Leistung pro Rad, "was unter anderem eine optimale Traktion, eine kontinuierliche Drehmomentverteilung zwischen dem elektrohydraulischen Bremssystem und den Elektromotoren sowie die Bremsenergie-Rekuperation bis in den Grenzbereich hinein erlaubt" . Das Ergebnis sei ein für BMW-M-Serienfahrzeuge "bislang unerreichtes Leistungsniveau" .
Auch in anderer Hinsicht sollen die Erwartungen der bisherigen Klientel bedient werden.



