BMW iX5: Elektro-SUV kommt mit Riesen-Akku
BMW will die erste vollelektrische Version seines Oberklasse-SUV X5 mit der bislang größten Batterie seiner Elektroautos ausstatten. Der geplante BMW iX5 60 xDrive verfüge über eine nutzbare Akkukapazität von 144 Kilowattstunden (kWh) in den USA und 141 kWh in Europa, teilte das Unternehmen am 16. Juni 2026 mit(öffnet im neuen Fenster).
Angetrieben wird der iX5 60 xDrive demnach mit jeweils einem Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse, die zusammen eine Leistung von 425 kW/578 PS liefern.
Im Gegensatz zum iX3 basiert der iX5 weiterhin auf der Verbrennerplattform Clar. Das liegt unter anderem daran, dass BMW den X5 mit fünf verschiedenen Antriebsvarianten auf den Markt bringen will: als Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektroauto und mit Brennstoffzellenantrieb (Wasserstoff).
Größter Akku eines deutschen Elektro-Pkw
Der Akku des iX5 ist deutlich größer als derjenige des Topmodells i7, dessen neue Version auf 112,5 kWh kommt. Angaben zur Reichweite des iX5 machte BMW noch nicht. Doch selbst bei einem recht hohen Durchschnittsverbrauch von 20 kWh pro 100 km wären 700 km realistisch. Die WLTP-Reichweite dürfte eher bei 900 km liegen.
Nicht nur bei BMW, auch im Vergleich zu anderen deutschen Herstellern setzt der Akku des iX5 neue Maßstäbe. Zwar vergrößerte Mercedes-Benz beim Facelift des EQS die Kapazität auf bis zu 122 kWh, doch das sind immer noch 19 kWh weniger als beim BMW-SUV. Selbst ein großer Pick-up-Truck wie der Ford F-150 Lightning(öffnet im neuen Fenster) hatte mit 131 kWh eine kleinere Batterie.
800-Volt-System übernommen
Der Mitteilung zufolge übernimmt der iX5 anders als der i7 vom Antrieb der Neuen Klasse das 800-Volt-System mit den neu entwickelten Rundzellen. Die Ladeleistung könnte damit noch über die 400 kW des iX3 hinausgehen, dessen Akku mit 108,7 kWh deutlich kleiner ist. Allerdings macht BMW noch keine Angaben über die maximale Ladeleistung.
Ebenfalls aus der Neuen Klasse stammt der Fahrdynamikcontroller Heart of Joy. Serienmäßig erhalten die X5-Versionen ein adaptives Fahrwerk mit elektronisch und radindividuell geregelten Stoßdämpfern und einer Achslastverteilung von nahezu 50 zu 50. Bei iX5 ist gegen Aufpreis der sogenannte Adaptive Chassis Control Professional verfügbar. Diese umfasst eine Zwei-Achs-Luftfederung mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern, eine Integral-Aktivlenkung und eine aktive Wankstabilisierung.
Nur Level 2 verfügbar
Ebenso wie der neue i7 wird auch der iX5 mit dem Anzeige- und Bedienkonzept Panoramic iDrive ausgestattet. Dieser verfügt unter anderem über eine Panoramaleiste in der Windschutzscheibe anstelle eines Fahrerdisplays.
Zudem setzt BMW auch beim iX5 auf Assistenzsysteme nach Level 2, wie sie bereits im iX3 angeboten werden. Dazu zählt neben einem Autobahnassistenten, der freihändiges Fahren ermöglicht, ein Cityassistent für städtische Strecken. Dieser soll eine navigationsgeführte Fahrerassistenz von Adresse zu Adresse bieten. Das enthält laut BMW assistierte Abbiegevorgänge und Vorfahrtssituationen, Bremsen und Wiederanfahren an Ampeln auch ohne Vorderfahrzeug, Kreisverkehr-Durchfahrten sowie Spurwechsel im urbanen Raum.
Der iX5 wird wie die bisherigen BMW-SUVs der X-Serie im US-amerikanischen Spartanburg produziert. In der Nähe baute der Münchner Hersteller eine neue Fabrik für die Batterieproduktion. Damit ist der iX5 der erste vollelektrische BMW, der in Spartanburg vom Band läuft. Der Produktionsbeginn ist demnach in Kürze geplant. Der wasserstoffbetriebene BMW iX5 Hydrogen soll 2028 folgen.
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