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BMW iX3 im Praxistest: Ein gutes Argument für das Verbrennerverbot

BMW liefert mit dem iX3 gute Argumente gegen die Technologieoffenheit. Allerdings ist der Verbrauch auf der Autobahn nicht so niedrig wie erwartet.
/ Friedhelm Greis
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Der BMW iX3 überzeugt durch eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Der BMW iX3 überzeugt durch eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit. Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. BMW iX3 im Praxistest: Ein gutes Argument für das Verbrennerverbot
  2. Größerer Akku gleicht höheren Verbrauch aus
  3. KI-basierte Navigation noch mit Schwächen
  4. Ohne Hände am Lenkrad auf der Autobahn
  5. Symbiotic Drive funktioniert zuverlässig
  6. Falsche Angaben zu Staus und Streckensperrungen

Mit der Neuen Klasse ist dem Autohersteller BMW zweifellos ein großer Schritt in Richtung moderner Fahrzeugtechnik gelungen. Die Verbindung von neuer Software mit einem innovativen Bedienkonzept und einem effizienten Elektroantrieb kommt bei den Kunden gut an. Ein Praxistest auf der deutschen Autobahn hat gezeigt, dass der iX3 auf langen Strecken ein entspanntes Fahren ermöglicht. Allerdings kann auch BMW mit einem SUV die Physik nicht überwinden.

Bereits im November 2025 haben wir den iX3 50 xDrive auf bergigen Strecken in Südspanien getestet. Dabei haben uns die Fahrdynamik und das Bedienkonzept mit der Panoramaleiste gut gefallen. Allerdings konnten wir den Verbrauch bei schnelleren Autobahnfahrten oder die maximale Ladeleistung von 400 Kilowatt (kW) nicht testen. Zudem gab es mit dem Vorserienfahrzeug noch Probleme bei der Aufmerksamkeitsüberwachung des Fahrers.

Testauto für 77.330 Euro

Inzwischen hat BMW die Modellpalette durch einen Hecktriebler mit 235 kW (320 PS) Motorleistung und einem kleineren Akku mit nutzbaren 82,6 Kilowattstunden (kWh) Kapazität erweitert. Der iX3 40 soll nach dem Prüfzyklus WLTP zwischen 534 und 637 km weit kommen. Der Einstiegspreis beträgt 63.400 Euro.

Der iX3 50 xDrive kostet derzeit 70.900 Euro ohne Extras. Das sind 2.000 Euro mehr als zum Verkaufsstart. Unser Testfahrzeug verfügte unter anderem über den Autobahn- und Cityassistenten für 1.450 Euro, das Iconic-Glow-Exterieurpaket für 1.060 Euro und eine Sonnenschutzverglasung für 480 Euro. Extras wie das Innovationspaket für 1.900 Euro mit Head-up-Display, besserer Audioanlage und Klimaautomatik waren nicht installiert. Der Gesamtpreis mit Sonderlackierung und besserer Polsterung summiert sich auf 77.330 Euro.

Recht hoher Verbrauch bei 130 km/h

Der iX3 50 xDrive verfügt über einen recht großen Akku mit 108 kWh Kapazität, der eine WLTP-Reichweite von 673 bis 805 km ermöglichen soll. In Südspanien kamen wir auf Verbräuche zwischen 18 und 19 kWh pro 100 km, was rechnerisch eine Reichweite von 600 km auf der Autobahn ergibt. Bei einem Reichweitenvergleich in Norwegen kam der iX3 sogar auf 781 km – allerdings bei einem Tempolimit auf der Autobahn von 110 km/h.

Bei unserem Test versuchten wir, auf der Strecke von Berlin ins Rhein-Main-Gebiet nach Möglichkeit mit 130 km/h zu fahren. Nur bei Überholvorgängen drückten wir gelegentlich fester aufs Fahrpedal. Dabei kamen wir auf einer Strecke von 480 km und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 97,8 km/h auf einen Verbrauch von exakt 20 kWh/100 km.

Dieser Verbrauch ist für ein SUV dieser Größe vertretbar, liegt aber deutlich über den 16,2 kWh, die wir auf der gleichen Strecke mit einem Mercedes-Benz CLA ermittelten. Selbst bei einem Durchschnittstempo von 118 km/h lag der Verbrauch des CLA nur bei 17,1 kWh.

Das ist einfach zu erklären.


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