Die Navigationssoftware ist auf kurze Ladezeiten bei niedrigem Akkustand und nicht auf die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse optimiert. Daher ist es hilfreich, sich während der Fahrt schnell eine Liste mit Ladestationen entlang der Route anzeigen zu lassen.
Das funktioniert bei BMW derzeit etwas besser als bei Mercedes-Benz. Die Münchner kooperieren zu diesem Zweck mit Amazon und setzen eine modifizierte Version des Alexa Custom Assistant ein. So fand der Assistent problemlos vier Filialen einer Schnellrestaurantkette entlang der eingegebenen Route von Berlin nach Hamburg.
Schwieriger sieht es hingegen mit der Suche nach Ladestationen aus. So weiß der Assistent offenbar nicht, dass es einen Ladenetzbetreiber namens Ionity gibt. Bei den wiederholten Anfragen wurde der Name entweder als Ioniq oder Ionichy interpretiert. Statt Ladestationen entlang der Route nach Hamburg wurden zwei Standorte in Polen vorgeschlagen.
Komplexe Anfragen überfordern das System
Nicht besser funktionierte dies auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Hamburg. Auf der Route plante das System einen Stopp am Ionity-Lader an der Autobahn 9 bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt ein. Die Frage, ob es weitere Stationen des Anbieters auf der Route nach Berlin gebe, wurde verneint. Um dem Assistenten auf die Sprünge zu helfen, wiesen wir darauf hin, dass es bei Brück in Brandenburg ebenfalls einen Ionity-Lader an der A 9 gibt. Doch das System antwortete: "Ja, ich kenne die Ionity-Ladestation in Brück, sie ist aber nicht auf deiner aktuellen Route."
Ebenfalls scheiterte der Assistent an der Verknüpfung zweier Anfragen. So wurde keine Schnellladestation mit einem Burger-King-Restaurant an der Route nach Hamburg gefunden, obwohl der Autohof Herzsprung an der A 24 genau diese Kombination anbietet. Zudem scheint das System mit komplexen Anfragen bisweilen überfordert. So reagierte der Assistent einige Minuten nicht auf Anfragen und beantwortete dann schließlich eine frühere Frage.
Kuriose Antwort zum Akkustand
Problemlos erfolgte hingegen die Auskunft zum Wetter am Zielort. Eher kurios war hingegen die Antwort auf die Frage, ob ich mit dem Akkustand noch bis zum Ziel komme: "Ja, du kommst mit deinem Akku bis nach Hamburg. Du hast einen Ladestopp bei HPC Ionity in Oberkrämer geplant, wo du auf 46 Prozent auflädst."
Bild 1/41: Der iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Insgesamt ist die Einbindung von KI-Chatbots bei der Routenplanung auch bei BMW noch alles andere als optimal. Das dürfte zum einen an der Datenbasis liegen, zum anderen am Verständnis der Anfragen. Dass der iX3 aber nicht einmal Begriffe wie Ionity versteht, obwohl BMW an dem Ladenetzwerk beteiligt ist, dürfte nicht passieren. Vermutlich wurde Alexa mit Daten trainiert, in denen der Begriff nicht genutzt wurde.
Verhältnismäßig gut funktioniert hingegen die KI-gestützte Verkehrszeichenerkennung.