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Größerer Akku gleicht höheren Verbrauch aus

Sowohl der cw-Wert (0,21 zu 0,24) als auch die Stirnfläche (2,28 qm zu 2,62 qm) sind beim iX3 höher und führen zu einer um 30 Prozent größeren Widerstandsfläche. Zudem wiegt der iX3 etwa 200 kg mehr als ein CLA mit vergleichbarem Antrieb, was den Rollwiderstand erhöht. Die geplante BMW-Limousine i3 dürfte beim Verbrauch daher eher mit dem CLA konkurrieren.

Aufgrund des deutlich größeren Akkus kommt das SUV bei Tempo 130 immer noch 540 km weit. Auf dem Rückweg haben wir getestet, wie sich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf die Reichweite auswirkt. Auf einer 635 km langen Fahrt mit Durchschnittstempo 95,2 km/h lag der Verbrauch nur noch bei 16,6 kWh/100 km. Das entspricht einer rechnerischen Reichweite von 650 km.

Wer als Fahrer eine solche Strecke zurücklegt, was der Entfernung von Berlin nach Stuttgart entspricht, dürfte unterwegs sicherlich mindestens eine kurze Pause einlegen. Und bei einer solchen Gelegenheit würde sich zeigen, wie schnell der iX3 selbst bei einem raschen Toilettenbesuch den Akku wieder füllen kann.

In zehn Minuten 50 kWh nachladen

Schon der Test des CLA hat gezeigt, dass es gar nicht so einfach ist, die maximale Ladeleistung von 330 kW auszuschöpfen. Das ist bei den 400 kW des BMW noch schwieriger. Denn sehr viele HPC-Lader von Anbietern wie Ionity sind nur bis 350 kW ausgelegt, auch wenn es durchaus schon Ladestationen gibt, die 400 kW liefern können.

Allerdings lässt sich auch mit 350 kW schon recht zügig laden. So dauerte ein Ladevorgang von 10 auf 51 Prozent der Akkukapazität (State of Charge/SoC) nur 10 Minuten. Die geladene Energie von 48,37 kWh entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von 290 kW, was ein sehr guter Wert ist.

Noch schneller ging es an einem 400-kW-Lader von Total Energies. Der Ladevorgang von 4 auf 49 Prozent SoC dauerte 10:21 Minuten. Die geladene Energie von 52,92 kWh entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von 307 kW. Die maximale Leistung von 400 kW wurde etwa 80 Sekunden nach dem Start des Ladevorgangs erreicht und nicht einmal eine Minute lang aufrechterhalten. Das heißt: Der Unterschied zwischen einem 350- und einem 400-kW-Lader wirkt sich bei der Ladedauer am Ende nur wenig aus.

Je nach der oben erläuterten Fahrweise lassen sich in zehn Minuten zwischen 250 und 300 km nachladen. Damit lassen sich auch längere Strecken ohne zeitraubende Ladepausen bewältigen. Wer den Ladestopp für einen Besuch in der Raststätte nutzt, dürfte zu einem vollgeladenen Auto zurückkehren.

Wie schon beim CLA-Test bemerkt, spielt die spontane Suche nach Schnellladern entlang der Route künftig eine größere Rolle.


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