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BMW i3: Probefahrt unter der Decke

Vom Konzept zum Serienfahrzeug: Auf der IAA 2011 hat BMW das Konzept für ein Elektroauto vorgestellt, zwei Jahre später ist der BMW i3 fertig für die Auslieferung.

Artikel veröffentlicht am ,
BMW i3: keine Elektrifizierung eines bestehenden Autos
BMW i3: keine Elektrifizierung eines bestehenden Autos (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Auf einer elegant geschwungenen Teststrecke über seinem Stand (Halle 11.0, Stand A01) lässt der Autohersteller BMW auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt sein Elektroauto i3 fahren. Das erste elektrische Serienfahrzeug der Bayern soll im Herbst auf den Markt kommen.

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Der BMW i3 sei keine Elektrifizierung eines existierenden Autos, sondern eine komplette Neuentwicklung, sagt Manuel Sattig, Projektmanager von BMWi, im Gespräch mit Golem.de. Das hat den Vorteil, dass bei der Entwicklung die Besonderheiten des Elektroantriebs berücksichtigt werden.

Zweistöckiges Auto

Das Auto ist horizontal geteilt: Im unteren Teil, der aus Aluminium besteht, sind die Antriebskomponenten untergebracht: der Akku, die Steuerelektronik, das Getriebe und der Motor. "Oben drauf sitzt eine in sich geschlossene Fahrgastzelle, die wir komplett aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, also aus Karbon gefertigt haben", erklärt Sattig. Durch die Leichtbauweise aus Aluminium und Karbon wiegt das Fahrzeug trotz der schweren Akkus 1.200 Kilogramm.

  • Der BMW i3 - das erste elektrische Serienfahrzeug der Münchner (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist eine Neuentwicklung, kein umgerüstetes Verbrennungsfahrzeug. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto bietet Platz für vier Insassen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es ist horizontal geteilt: Unten ist der Antrieb untergebracht, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... darüber befindet sich die Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gedacht ist das Auto in erster Linie für den Stadtverkehr. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • BMW arbeitet am Aufbau einer Schnelllade-Infrastruktur für Überlandfahrten mit. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der BMW i3 - das erste elektrische Serienfahrzeug der Münchner (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Der BMW i3 ist etwa 4 Meter lang und bietet Platz für vier Insassen. Angetrieben wird das Auto von einem 125 kW starken Elektromotor, der auf die Hinterachse wirkt. Er beschleunigt das Auto in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h begrenzt.

Zweites Leben für den Autoakku

Mit einer Akkuladung kommt das Auto 130 bis 160 Kilometer weit. Der Akku ist ein fester Bestandteil des Fahrzeugs, wird also nicht vom Hersteller gemietet. Falls die Kapazität nachlässt, kann er ausgetauscht werden. BMW gibt auf den Stromspeicher eine Garantie über acht Jahre oder 100.000 Kilometer. Danach soll er auch nicht recycelt, sondern einer "Zweitverwendung" zugeführt werden: Ausgediente Akkus aus Elektro-Minis dienten heute als Zwischenspeicher der Solarstromanlage auf dem Dach des BMW-Büros im Silicon Valley. Ähnliche Konzepte verfolgen auch andere Elektroautohersteller.

Ausgelegt sei das Auto in erster Linie für den Stadtverkehr, sagt Sattig. Dafür reiche die Akkukapazität auch gut aus: Die durchschnittliche Fahrstrecke in diesem Umfeld betrage gut 40 Kilometer - das habe sich in Feldversuchen mit den elektrischen Versionen des Mini und des 1er Coupés herausgestellt. Auch einige Parameter seien darauf ausgelegt, etwa die Beschleunigung von 0 auf 60 Kilometer pro Stunde in 3,8 Sekunden oder der Wendekreis von weniger als 10 Metern - das sei der kleinste Wendekreis "im gesamten Unternehmen".

Verbraucher reduzieren

Um für längere Strecken die Reichweite zu vergrößern, ist es möglich, über einen sogenannten Eco-Button einige Verbraucher zu reduzieren. Das allein reicht nicht für eine Überlandfahrt aus. BMW arbeitet deshalb an Schnellladekonzepten. An einer Schnellladestation könnte der Akku in einer knappen halben Stunde zu 80 Prozent geladen werden.

Eine entsprechende Infrastruktur entstehe gerade, sagt Sattig. BMW etwa baue derzeit einen Korridor mit solchen Schnellladestationen zwischen München und Leipzig auf. "Wenn eine solche Infrastruktur wächst, dann können Sie natürlich auch längere Distanzen mit einem E-Fahrzeug überbrücken."

Laden ist wie Tanken

Anders als das US-Unternehmen Tesla Motors, das proprietäre Stationen nur für sein Model S aufbaut, verfolgt BMW ein offenes Konzept. Laden sei wie Tanken, sagt Sattig, das dürfe nicht herstellerspezifisch sein. Deshalb sei BMW auch an dem einheitlichen Steckersystem beteiligt, das für alle Elektroautos der großen Hersteller passe.

Das Konzept des i3 hat BMW vor zwei Jahren auf der IAA vorgestellt. In diesem Jahr hat der Hersteller angekündigt, dass es auf den Markt kommen soll. Seit einigen Wochen kann der BMW i3 vorbestellt werden. Der Preis liegt bei knapp 35.000 Euro in der Standardausführung. Die ersten Autos will BMW im November ausliefern. Das Auto, das im BMW-Werk in Leipzig gebaut wird, gibt es auch in einer Ausführung mit einem Verbrennungsmotor als Range Extender.



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quasides 23. Feb 2017

ad brennstoffzelle wird niemals im autoverkehr im einatz sein wenn wir glück haben und...

Trollfeeder 16. Sep 2013

Ist doch für junge Leute die brauchen nicht viel Platz. ;)

Ach 13. Sep 2013

Stellt sich die Frage: was ist Windschlüpfig denn? Man kann sie doch nur in einem Wert...

blackout23 12. Sep 2013

Besser wäre eh ein atomgetriebenes Elektroauto. Fährst du dann 15 Jahre mit herum ohne...


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