BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post:"Europa steckt in einer Findungsphase"
Joachim Post ist BMW-Entwicklungsvorstand. Im Golem-Interview plädiert er für Technologieoffenheit, weil noch unklar sei, welcher Antrieb sich im Pkw durchsetze.
Joachim Post findet Technologieoffenheit "auch privat super".Bild:
BMW
"Die Glaskugel, um das vorherzusehen, haben wir nicht", sagt Joachim Post zur Frage der dominierenden Antriebsart der Zukunft. Deswegen setze BMW auf Technologieoffenheit, die Post "auch privat super" findet. Dazu passt, dass der kommende X5 mit fünf Antriebsarten angeboten wird. Das steigert allerdings die Kosten. Eine Stellschraube, um sie zu reduzieren, ist laut Post Open-Source-Software bei der Entwicklung von Software Defined Vehicles.
Post ist noch relativ neu im Job: Er trat die Stelle als Entwicklungsvorstand im Juni 2025 an. Im Golem-Interview spricht er auch über den umstrittenen Brennstoffzellen-Pkw, über nervige Tempowarner und DMS – und natürlich über den iX3.
Golem: Sind Sie mit Feedback und Vorbestellungen beim iX3, dem ersten Modell der Neuen Klasse, zufrieden?
Joachim Post: Ja, ich bin sehr zufrieden. Nicht nur das positive Echo insgesamt, sondern auch der erfreulich hohe Bestelleingang – sowohl bei Privat- als auch bei Flottenkunden – stimmt uns sehr positiv. Das Modell kommt ja erst im März zu den Händlern. Viele Kunden haben also bestellt, ohne dass sie Probefahrten machen konnten. Das Vertrauen freut uns natürlich!
Golem: Lassen sich die Vorbestellungen in Zahlen fassen?
Post: Detaillierte Zahlen können wir nicht nennen, aber der Auftragseingang ist enorm. Seit der Vorstellung auf der IAA im September 2025 war jeder dritte bestellte vollelektrische BMW in Europa ein BMW iX3.
Golem: Der Aufwand für die Entwicklung der neuen Plattform inklusive Software ist für einen Hersteller mit jährlich rund 440.000 E-Autos hoch. Rechnet sich das im Vergleich zu den globalen Top-Herstellern?
Post: Würden wir die neue Zonen-Architektur mit den vier Superbrains (Rechnern) und die Software nur für ausgewählte Modelle entwickeln, wäre das unbezahlbar. Wir bringen diese Technologien jedoch in alle unserer künftigen Fahrzeuge. Allein in den nächsten zwei Jahren sprechen wir von 40 neuen oder überarbeiteten Modellen über alle Antriebsarten. Damit wirken die Skaleneffekte über die kompletten 2,5 Millionen Fahrzeuge, die wir pro Jahr absetzen. So konsequent, wie wir die Neue-Klasse-Technologien ins gesamte Portfolio bringen, haben wir es zuvor noch nicht gemacht.
Wir haben beispielsweise eine Rechenleistung an Bord, die um den Faktor 20 größer ist als in der letzten Generation. Das versetzt die komplette künftige Flotte in die Lage, auch kommende KI-Funktionen zu adaptieren. Und ganz nebenbei: Wir sind auch der erste Autohersteller, der Alexa+, die KI-Version des Sprachmodells von Amazon, ins Fahrzeug bringt.
Golem: Was kann Ihr Sprachassistent mit der neuen Alexa+-Technologie?
Post: Ein Beispiel: Wenn Sie auf der Fahrt ins Skigebiet sagen, dass Sie noch Sonnencreme benötigen, weiß das System, dieses Produkt findet man in Drogerien, und schlägt einen Zwischenstopp bei entsprechenden Filialen auf dem Weg vor. Wenn Sie nach einer Restaurantempfehlung am Ziel fragen, erfolgt die Empfehlung auf Grundlage von Yelp-Empfehlungen. Sie können über eine Anbindung an Open Table auch direkt einen Tisch in dem Restaurant per Sprachbefehl buchen. Der Mehrwert dieser KI-gestützten Technologie besteht also darin, kombinierte Fragen stellen zu können, und das in einem natürlichen Dialog.
Bild 1/41: Der iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Golem: Noch mal zu den Entwicklungskosten: Um die zu senken, gibt es das Open-Source-Projekt S-Core, an dem 32 globale Unternehmen auf Initiative des Automobilverbands VDA und der Eclipse Foundation teilnehmen. Bislang stammen die meisten Zeilen Code im Projekt von BMW. Warum machen Sie da mit?
Post: Wir müssen mit einer soliden Basis starten, um schnell konkret werden zu können. Einen Teil dieser kritischen Masse haben wir bereitgestellt. In der Entwicklung zu S-Core 1.0 sehen wir jetzt auch ein hohes Momentum unserer Partner, die sich ebenfalls stark einbringen. Die Entwicklung und der Betrieb der Software-Infrastruktur wächst im Aufwand und muss gleichzeitig mit der Entwicklungsgeschwindigkeit der digitalen Welt mithalten.
Daher ist es sinnvoll, die Kräfte zu bündeln, um Aufwand zu sparen, noch mehr Geschwindigkeit zu bekommen und das Rad nicht mehrfach neu erfinden zu müssen.
Ein Beispiel: Bluetooth-Treiber. Die kabellose Verbindung mit dem Fahrzeug muss man wirklich nicht für jedes Modell selbst neu programmieren. Wir hoffen auch in der Welt der Zulieferer auf eine stärkere Standardisierung. Grundsätzlich geht es darum, die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen und zugleich die Kosten und somit auch den Fahrzeugpreis zu senken.
Golem: Die Preise für Autos sind in den letzten Dekaden immer weiter gestiegen, ganz unabhängig vom Antrieb. Ein Auto zu kaufen, wird für viele Kunden immer schwieriger. Lässt sich dieser Trend stoppen?
Post: Das S-Core Projekt ist hoffentlich ein Baustein dazu. Sie müssen sich aber nur mal ansehen, was der Gesetzgeber beim Auto fordert. Die Regulatorik hat einen erheblichen Anteil bei den Preissteigerungen. Das reicht von Emissionsvorgaben bis zu Assistenzsystemen.
Fünf Antriebsarten auf einer Linie
Golem: Welche Antriebstechnik wird sich im Laufe der kommenden zehn Jahre im Pkw durchsetzen?
Post: Die Glaskugel, um das vorauszusehen, haben wir nicht. Unsere Strategie ist seit jeher Technologieoffenheit. Darum gestalten wir unsere Fahrzeugarchitekturen so, dass wir in der Lage sind, das Bordnetz und das Infotainmentsystem unabhängig vom Antrieb zu realisieren.
Noch in diesem Jahr kommt die nächste Generation des X5, bei dem wir in der Lage sind, fünf Antriebsarten auf einer Linie zu fertigen. Das ist für uns als globaler Player wichtig. Der Markt in den USA ist nach wie vor stark verbrennerlastig. In China haben wir eine andere Situation mit dem Schwerpunkt auf Hybrid- und Elektroantrieben.
Europa befindet sich in einer Findungsphase. Dabei haben wir in Skandinavien einen hohen Anteil an Elektroautos. In Südeuropa ist er zum Teil verschwindend gering.
Golem: Die Entscheidung, den X5 mit einer Brennstoffzelle sowie Wasserstoff im Tank anzubieten überrascht – zumindest in Deutschland, wo es gerade mal rund 50 passende Tankstellen gibt. Wo sehen Sie einen Markt für diesen Antrieb?
Post: Wenn Sie nach Korea und Japan schauen, spielt Wasserstoff eine ganz andere Rolle. Auch in Kalifornien besteht hohes Interesse an Wasserstoff. Wir wollen vom Wachstum in diesem Segment profitieren. Für große Fahrzeuge wie den X5 bietet sich das an, weil Batterien schwer und kostenintensiv sind.
Grundsätzlich haben wir beim Wasserstoff aber noch die Henne-Ei-Problematik, wie früher bei der Elektromobilität. Als wir seinerzeit den BMW i3 gebracht haben, war die Ladeinfrastruktur noch sehr lückenhaft. Irgendwann müssen Sie Vorreiter sein und neue Technologien anbieten.
Die Wasserstoffwirtschaft wird entstehen, denn die Industrie benötigt das zur Dekarbonisierung – wie auch der schwere Nutzlastverkehr. Sechs-Tonnen-Batterien in einem Lkw sind ökologisch schwierig und kostentechnisch schwer zu realisieren. Zudem steigt die Abhängigkeit von Rohstoffen aus Asien. Da bietet Wasserstoff eine gute Alternative.
Golem: Bedauern Sie, dass BMW keine Lkw baut?
Post: Überhaupt nicht, BMW ist klassisch auf den Personenkraftverkehr ausgelegt. Das ist unsere große Stärke. Wir werden jetzt nicht anfangen, 40-Tonner zu bauen. Aber ich spreche natürlich mit meinen Kollegen im VDA über Standardisierungsthemen. Man muss neue Technologien breit nutzbar machen. Ein Beispiel ist die Tankstelleninfrastruktur bei Wasserstoff: Hier sollten Zapfsäulen nicht nur für den Nutzlastverkehr passen, sondern auch für Pkw, damit man eben nicht zwei verschiedene Systeme benötigt.
Golem: Die wesentlichen Bauteile dafür liefert Toyota. Was ist ihr Anteil beim Wasserstoffauto?
Post: Wir arbeiten in der Konzeptentwicklungsphase für das nächste Brennstoffzellensystem eng mit Toyota zusammen, um die Kernkomponenten zu vereinheitlichen und ein gemeinsames System für individuelle Toyota- und BMW-Fahrzeuge zu entwickeln.
Bild 1/41: Der iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Toyota wird erneut seine Brennstoffzellen der nächsten Generation an BMW liefern. Seitens BMW übernehmen wir die Entwicklung und Integration der einzelnen Systeme sowie die Absicherung der Montage- und Prüfprozesse, um höchste Qualität und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Der Wasserstoffantriebsstrang umfasst neben dem Brennstoffzellensystem auch die Tanktechnologie und eine Pufferbatterie. Zudem liegt die vollständige Industrialisierung und Produktion der gesamten Antriebseinheit bei BMW.
Golem: Der Übergang zu alternativen Antrieben dauert länger als zunächst erwartet. Entwickeln Sie daher weiter an Verbrennungsmotoren?
Post: Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir unsere Grundmotoren mit der aktuellen Baukastengeneration der Verbrennungsmotoren so entwickelt haben, dass sie für künftige Abgasgesetzgebungen sowie EU-7 weiter optimiert werden können. Wir haben hocheffiziente Aggregate im Programm, die sich über 48 Volt oder in Kombination mit einem Plug-in-Hybrid mit niedrigen Emissionen und dennoch hoher Performance realisieren lassen.
Freude am Fahren auch bei Level 2 und 3?
Golem: Mit 48 Volt deuten Sie bereits an, dass es zukünftig stets eine Form der Hybridisierung im Verbrennungsmotor vorhanden sein wird?
Post: Es ist natürlich die Frage, ob Sie ein Einstiegs- oder ein Performance-Modell betrachten. Je höher die Performance des Aggregats, desto höher wird der Anteil der Elektrifizierung ausfallen. Der Einsatz der 48-Volt-Technologie hat zugenommen, einerseits, um Emissionen zu senken und andererseits, um Komfortfunktionen im Niedriglastbereich darzustellen.
Golem: Der BMW-Claim lautet Freude am Fahren. Erlebt man das, auch wenn man im Level 2 und 3 die Hände vom Lenkrad nimmt?
Post: Ich glaube, wir müssen hier weg vom Schwarz-Weiß-Denken. Unsere Fahrerassistenzfunktionen arbeiten auf symbiotische Art und Weise. Der Fahrer wird nicht bevormundet, sondern unterstützt. Er kann sogar lenken, bremsen oder Gas geben, ohne dass der Assistent gleich abschaltet.
Mit der DCAS-Regelung haben wir als erster Hersteller eine europaweite Zulassung für ein Level-2-Hands-off-System bis 130 km/h. Die Kosten für ein echtes Level-3-System sind hardwareseitig so hoch, dass nur ein kleiner Anteil der Kunden bereit ist, das nötige Geld auszugeben.
Insgesamt sehen wir weltweit eine unterschiedliche Dynamik bei Assistenzsystemen, sowohl bei der Regulatorik als auch bei der Akzeptanz. In China werden wir vermutlich Level-3-Systeme mit einer schnelleren Verbreitung sehen.
Golem: Viele Fahrer sind vom Gebimmel und Geblinke in neuen Autos genervt, das reicht vom Tempowarner bis zum Driver Monitoring System (DMS). Kann man das etwas zurückdrehen?
Post: Sie können beim iX3 nun Routinen konfigurieren, in denen Sie festlegen, dass beispielsweise die Geschwindigkeitswarnung deaktiviert wird. Das müssen Sie dennoch bei jedem Fahrtantritt noch einmal bestätigen, da der Tempowarner vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist.
Bild 1/41: Der iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Weitere Treiber sind die Vorgaben des Euro NCAP für die Vergabe von fünf Sternen, etwa ein System, das feststellt, ob sich noch ein Kind auf dem Rücksitz befindet, wenn man den Wagen verlässt. Da gibt es zweifelsfrei viele sinnvolle Vorgaben, aber teilweise auch welche, die nur für eine sehr übersichtliche Kundengruppe relevant sind.
Und manchmal hat man sogar den Eindruck, dass man gezwungen wird, sich zunehmend von den eigentlichen Kundenbedürfnissen zu entfernen. Wichtig ist, dass ein Kunde die Funktionen, die er oder sie nicht nutzen möchte, auch leicht deaktivieren kann.
Golem: Wenn Sie privat unterwegs sind, auf welchen Antrieb setzen Sie?
Post: Ich finde Technologieoffenheit auch privat super. Ich genieße es, elektrisch zu fahren. Die Ruhe ist wunderbar, deshalb fahre ich persönlich am liebsten auch ohne Fahrsound. Gerade mit dem neuen iX3 ist das in Kombination mit dem Autobahnassistenten ein großartiges Fahrerlebnis.
Ich setze mich aber auch genauso gerne in einen M3 und genieße kurvige Landstraßen. Das hat schon auch seinen Reiz.
Und es gibt Familienmitglieder, die große Fans vom BMW X5 mit Plug-in-Hybrid sind. Er bietet das Beste aus beiden Welten: 100 Kilometer elektrische Reichweite für die Stadt, und für längere Strecken hat man einen sehr effizienten Verbrenner. Insofern können wir für jedes Kundenbedürfnis das richtige Auto anbieten: technisch auf dem neuesten Stand, möglichst verbrauchsarm und immer mit viel Freude beim Fahren.