Abo
  • Services:

Aktualisierungen in wenigen Wochen

BMW Connected sei "eine Art digitaler Freund", sagte Thom Brenner, für den digitalen Lifestyle bei BMW zuständig, in der vergangenen Woche bei einer Präsentation des Systems. Aber wie das in einer Freundschaft so ist: Die Basis ist Vertrauen. Wer einem Freund etwas anvertraut, möchte nicht, dass der das weitertratscht.

  • Rechtzeitig losfahren: BMW Connected benachrichtigt den Fahrer. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Reicht der Strom? Über BMW Connected kann der Fahrzeugstatus überprüft werden. (Foto: BMW)
  • Das Ziel wird von Smartphone an das Navigationssystem übergeben. (Foto: BMW)
  • BMW Connected geleitet den Fahrer vom Parkplatz zum Ziel. (Foto: BMW)
Das Ziel wird von Smartphone an das Navigationssystem übergeben. (Foto: BMW)
Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Hildesheim
  2. TeamBank, Nürnberg

BMW lege deshalb Wert auf Datenschutz und Datensicherheit, sagte BMW-Mitarbeiter Florian Reuter im Gespräch mit Golem.de. Die Nutzer müssten von sich aus Daten freigeben, wobei sie etwa den Zugriff auf Kalender oder Standort verweigern könnten. BMW kommuniziere, welche Daten für welchen Dienst erhoben werden. Die Daten würden nicht weitergegeben.

BMW Connected ist ein Cloud-Dienst

Damit BMW Connected Umweltinformationen etwa über den Verkehr miteinbeziehen kann, werden die Daten online in der Open Mobility Cloud verarbeitet. Das System basiert auf Microsofts Cloud-Infrastruktur Azure, die BMW für diese Zwecke angepasst hat. Eine Machine-Learning-Architektur wertet die Daten, die der Fahrer freischaltet, und die Daten aus dem Auto aus.

BMW will den Dienst weiter ausbauen. Es wird regelmäßig Aktualisierungen für BMW Connected geben. Das sollen Verbesserungen vorhandener Funktionen sein - dabei will BMW auch die Rückmeldungen der Nutzer einbeziehen. Es sollen aber auch neue Funktionen hinzukommen. Sie hätten schon eine Menge Ideen gesammelt, sagt Reuter.

Der Nahverkehr könnte integriert werden

Dazu könnte beispielsweise die Integration von öffentlichem Nahverkehr und dem Car-Sharing-Dienst Drive Now gehören: Sind die Straßen wegen einer Großveranstaltung verstopft, könnte BMW Connected dem Fahrer empfehlen, das eigene Auto stehen zu lassen und stattdessen mit Bus oder Bahn sein Ziel zu erreichen. Hat sich der Stau aufgelöst, könnte er auf dem Rückweg ein Mietauto nehmen, das er über die App findet und reserviert.

Die Aktualisierungen sollen in Abständen von etwa sechs Wochen erfolgen. In den USA etwa, wo BMW Connected seit Ende März verfügbar ist, wurden bereits vier Aktualisierungen ausgeliefert. Das ist eine Umstellung für eine Branche, die an Zyklen von mehreren Jahren gewöhnt ist. Das Unternehmen solle, sagte Brenner, "auf Internetspeed beschleunigen".

Digitale Dienste sind ein Kaufgrund

Dienste wie BMW Connected seien wichtig, sagte Dieter May, bei BMW zuständig für digitale Dienste und Geschäftsmodelle, weil sie inzwischen zu einem wichtigen Kriterium beim Autokauf geworden seien. Er berief sich dabei auf eine Studie des Martkforschungsunternehmens McKinsey, nach der 37 Prozent der Fahrer von Autos der Mittelklasse die Marke wechseln würden, wenn die Konkurrenz bessere digitalen Dienste anbieten würde.

Zunächst kann BMW Connected nur auf iOS-Geräten genutzt werden. Eine App für Android ist in Arbeit. BMW will das System zudem auch auf anderen Plattformen bereitstellen. In den USA etwa soll in Kürze Echo hinzukommen, Amazons lauschender Assistent für daheim. Der Nutzer muss dann Eingaben nicht mehr auf einem Bildschirm machen, sondern er fragt einfach Alexa.

Auf dieser Seite des Atlantiks wird BMW Connected ab diesem Monat erhältlich sein: in Deutschland und 17 weiteren europäischen Ländern. Das System soll sich dabei nicht nur in aktuellen Modellen nutzen lassen, sondern auch in Autos bis zum Baujahr 2011.

 BMW Connected: Bei BMW fängt Fahren auf dem Smartphone an
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 499€
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. 75,90€ + Versand

User_x 11. Aug 2016

höe??? in frankfurt stehen doch eh alle vorrangig im stau... da wird man höchstens leicht...

Chrizzl 10. Aug 2016

@AllDayPiano Wie heißt es so schön: hinterher ist man immer schlauer. Das schlimme dabei...

NeoTiger 09. Aug 2016

Aber eigentlich sollte sich der Fahrer ja lieber auf die Straße und den Verkehr...

FreiGeistler 09. Aug 2016

Eine Smartphone-Halterung einbauen und der Kunde könnte eine Navi-App mit Staumeldungen...

Psy2063 09. Aug 2016

oh, glückliche Firmenwagenfahrer ;) der Lesingratenvergleich ist so absolut an den...


Folgen Sie uns
       


Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live

Im Abschlussgespräch zur E3 2018 berichten die Golem.de-Redakteure Peter Steinlechner und Michael Wieczorek von ihren Eindrücken der Messe, analysieren die Auswirkungen auf die Branche und beantworten die Fragen der Zuschauer.

Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. 32-Kern-CPU Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
  2. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  3. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /