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Verbindungsprobleme

Wir haben nun eine Lösung gebaut, bei der wir den Musikplayer über drei Wege steuern können: per Mini-Web-App auf dem Raspberry, per Mini-Web-App auf einem anderen Rechner oder Smartphone mit Netzwerkzugriff auf den Raspberry oder auch per direkten Zugriff auf die Bluetooth-Schnittstelle.

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Die grundlegende Implementierung dafür haben wir besprochen. Einen Faktor haben wir aber bislang nicht miteinbezogen: die Verbindungsstabilität. Sowohl die Netzwerk- als auch die Bluetooth-Verbindung kann jederzeit abbrechen. Unter Umständen ist das sogar erwünscht, um Strom zu sparen. Wir müssen damit also irgendwie umgehen.

Wir konzentrieren uns hier auf die Bluetooth-Verbindung, sie erwies sich zeitweise als relativ instabil. Außerdem kann der Server nicht einfach per F5 neu gestartet werden, die Webanwendung hingegen schon. Die folgenden Überlegungen sollten aber trotzdem bei eigenen Projekten auch auf die Websocket-Verbindung angewendet werden. In unserem Skript versucht die Webanwendung einfach, die Websocket-Verbindung bei einem Abbruch wieder herzustellen, ohne dem Nutzer dies zu signalisieren.

Auf der Seite des Musikplayers können wir bei einem Verbindungsabbruch recht wenig tun, als Bluetooth-Peripheral ist es ein reiner Befehlsempfänger und kann keine Verbindung von selbst (wieder-) aufnehmen. Bleiben der Server und die Webanwendung übrig.

Und da gilt es, eine grundlegende Entscheidung zu treffen: Soll sich der Server als Vermittlungsstelle zwischen Websocket und Bluetooth um Verbindungsabbrüche kümmern oder die Webanwendung?

Variante 1: Der Server verfügt über keine Eigenintelligenz und ist vollständig von den Befehlen des Clients abhängig. Das schließt auch den Zustand der Bluetooth-Verbindung selbst ein. Der Server muss um entsprechende Befehle ergänzt werden, die BT-Verbindung zu öffnen und zu schließen. Außerdem muss er den Client über den erfolgreichen Aufbau der Verbindung wie auch einen Abbruch informieren. Vorteil ist, dass dadurch der Benutzer maximale Wahlfreiheit hat. Der Nachteil ist: Der Client beziehungsweise der Benutzer muss sich tatsächlich um alles kümmern.

Variante 2: Der Server kümmert sich um die BT-Verbindung und gaukelt dem Client stets eine existierende Bluetooth-Verbindung vor. Vorteil: Ein Client benötigt kaum eigene Logik und ist schnell implementiert. Der Server kann optimale Stromsparstrategien umsetzen. Nachteil: Der Client und der Benutzer sind in ihrer Flexibilität eingeschränkt. Der Aufwand, den Server zu implementieren, ist höher.

Variante 3: Der Server unterstützt beide Varianten, durch die über einen Serverbefehl umgeschaltet werden kann. Vorteil: maximale Flexibilität. Nachteil: hoher Programmieraufwand und Fehleranfälligkeit.

 Das Henne-Ei-ProblemDummer Client - cleverer Server 
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