Genau, aber nicht perfekt

Die Standortermittlung mittels iBeacon weist eine Ungenauigkeit von bis zu mehreren Metern auf. Das hat unser Test ergeben, für den wir ein iPad 4 mit iOS 7.1 und der kostenlosen App xBeacon in ein iBeacon verwandelt haben. Als Empfänger diente ein Google Nexus 4 mit Cyanogenmod 11 Nightly und iBeacon Locate.

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Bestätigt wird dieser Eindruck durch iOS. Das Betriebssystem teilt Apps erst gar keine konkrete Entfernung, sondern nur einen grob definierten Bereich mit. iOS nutzt drei Zonen, welche die Entfernungen von etwa 2 bis 50 Metern (Zone "far"), rund 5 Zentimeter bis 2 Meter (Zone "near") und unter 5 Zentimetern ("immediate") abbilden.

Entwickler überlegen, wie sich die Präzision der Standortbestimmung erhöhen lässt, zum Beispiel durch den Einsatz mehrerer iBeacons. Die dabei genutzte Technik der Lateration basiert aber auf der Stärke des empfangenen Signals. Zwar liefert iOS Apps diesen Wert, doch er schwankt stark und ist deshalb kaum brauchbar.

Abhilfe könnte die von Nokia entwickelte, mit iBeacon konkurrierende BLE-Erweiterung High Accuracy Indoor Positioning (HAIP) schaffen. Sie ermöglicht die Standortbestimmung mit einer Genauigkeit von bis zu zehn Zentimetern. HAIP ist bislang aber nicht einmal in der Bluetooth-Spezifikation angekommen, geschweige denn in der Praxis. In einem ähnlich frühen Stadium befinden sich auch Versuche, die Indoor-Navigation anhand von Schwankungen im Magnetfeld oder über LED-Lichtsignale zu realisieren.

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Anders sieht das bei der Near Field Communication (NFC) aus. Insbesondere unter Android-Geräten finden sich zahlreiche, die NFC unterstützen. NFC-Tags sind mit einem Stückpreis im Cent-Bereich deutlich günstiger als iBeacons und können wie diese eine fest definierte Datenmenge versenden. Dazu muss das Smartphone aber in unmittelbare Nähe des NFC-Tags - wenige Zentimeter - gebracht werden, denn NFC-Tags senden nicht aktiv. Das erspart zwar den Einsatz einer Batterie und hält die Abmessungen gering, mindert aber auch die Einsatzmöglichkeiten deutlich.

Bluetooth Low Energy weit verbreitet

Oelling von der Firma Sensorberg spricht in Bezug auf iBeacon von einer "neuen Technik, die aber schon in unser aller Hosentaschen steckt". Zumindest das Potential dafür, einen BLE-kompatiblen Chip, tragen zahlreiche Smartphones, Tablets und PCs bereits in sich. Bei Apple machte 2011 das iPhone 4S den Anfang. Alle seither erschienenen iOS-Geräte sind fit für BLE. Auch Android-Geräte wie Google Nexus 4, 5, 7 und 10, HTC One und Samsung Galaxy ab S3 finden sich auf der Liste der Bluetooth-Smart-Ready-Produkte. Als Smart Ready werden Geräte bezeichnet, die sowohl klassisches Bluetooth als auch BLE unterstützen.

Erste Macs mit BLE-Chips und kompatiblem OS X erschienen Mitte 2011. Spielt man auf diese Geräte das aktuelle OS X 10.9 Mavericks auf, lassen sie sich dank BeaconOSX in ein iBeacon verwandeln. Auch Windows 8 und BlueZ, Linux' offizieller Bluetooth-Stack, sind BLE-kompatibel.

iOS kennt sich seit Version 5 mit BLE aus, Windows Phone 8 sowie BlackBerry 10 unterstützen den Standard ebenfalls. Android unterstützt erst ab Version 4.3 Jelly Bean BLE. Es kann deshalb vorkommen, dass die Hardware eines Androiden BLE-fähig ist, die Funktion aber mangels ROM-Update ungenutzt bleibt. Dann können Custom ROMs wie Cyanogenmod eine Lösung sein.

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 Apple interessiert sich für den Moment nach der KaufentscheidungiOS und Android mit ersten iBeacon-Apps 
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maltpeter 10. Aug 2015

Hallo zusammen :) , Ich weiß, ihr habt bestimmt keine Lust darauf, aber ich brauche...

JanZmus 03. Apr 2014

Ein iBeacon ist dumm. Es klebt z.B. bei Aldi und sagt den ganzen Tag: "Hallo, ich bin das...

JanZmus 03. Apr 2014

Soll das ironisch gemeint sein oder verstehe ich den Sinn nicht? Tatsache ist, dass das...

panicx 02. Apr 2014

Aus der Schöneweide schon. Da schauste an den Himmel, guckst auf die Uhr und schon weißt...



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