Blueborne: Sicherheitslücken gefährden fünf Milliarden Bluetooth-Geräte

Etwa fünf Milliarden Geräte weltweit sollen von kritischen Bluetooth-Sicherheitslücken betroffen sein. Die Fehler liegen jedoch nicht im Protokoll, sondern in den entsprechenden Stacks von Windows, Linux und Android. Bei Apple sind nur ältere Geräte von Blueborne betroffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Blueborne betrifft rund fünf Milliarden Geräte.
Blueborne betrifft rund fünf Milliarden Geräte. (Bild: Armis)

In den Bluetooth-Implementierungen fast aller gängigen Betriebssysteme haben Forscher zum Teil kritische Sicherheitslücken entdeckt. Diese ermöglichen einem Angreifer zum Teil, beliebigen Code auf dem Gerät auszuführen - und das ohne vorheriges Pairing.

Stellenmarkt
  1. Management-Trainee IT (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  2. Sachbearbeiter Datenmanagement (m/w/d)
    ARGE Wirtschaftlichkeitsprüfung, Freiburg im Breisgau
Detailsuche

Betroffen sind nach Angaben der Sicherheitsfirma Armis, die die Fehler gefunden hat, bis zu fünf Milliarden Geräte weltweit, jeweils zwei Milliarden mit Android, zwei Milliarden mit Windows und rund 1 Milliarde Apple-Geräte. Von den verschiedenen Bluetooth-Versionen soll einzig Bluetooth Low Energy nicht betroffen sein.(Recherche ausführlich auf PDF)

Direkter Gerätezugriff möglich

Die Sicherheitslücken liegen nicht im Bluetooth-Protokoll, sondern in den jeweiligen Bluetooth-Stacks. Angreifer könnten, anders als bei der WLAN-Sicherheitslücke in Broadcom-Chips, zum Teil direkten Zugriff auf Geräte bekommen, es sei kein Zwischenschritt notwendig, schreibt Armis.

Zahlreiche Hersteller haben bereits Patches ausgespielt. Google wurde am 19. April erstmals informiert, die Schwachstellen in Android wurden mit den Sicherheitspatches vom 4. September behoben. Google hat die Schwachstellen in den Android-Versionen ab Version 6 gepatcht. Microsoft hat am heutigen 12. September entsprechende Updates zur Verfügung gestellt. Samsung hat sich nach Angaben von Armis auf mehrmalige Nachfragen nicht zurückgemeldet.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch die großen Linux-Distributionen und die Kernelentwickler wollen kurzfristig Patches bereitstellen. Nach Angaben von Red Hat schützt die Aktivierung von Kernel Stack Protection davor, dass die Sicherheitslücke ausgenutzt werden kann. Apple-Produkte mit neuen Betriebssystemversionen sollen nicht betroffen sein.

Die Auswirkungen der Schwachstellen sind je nach Betriebssystem verschieden. Unter Windows kann ein Man-In-The-Middle-Angriff durchgeführt werden (CVE-2017-8628). Alle Linux-Geräte ab der Kernelversion 3.3.-rc1 sind von der Möglichkeit der Codeausführung betroffen (Remote Code Execution, RCE). Dazu wird ein Stack Overflow in L2CAP ausgenutzt.

Auch unter Android sind es vor allem Speicherfehler, die zu dem unerwünschten Verhalten führen. Für einen erfolgreichen Exploit seien keine Interaktionen der Nutzer, kein aktives Pairing und keinerlei Autorisierung notwendig, schreiben die Sicherheitsforscher.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Subsessor 14. Sep 2017

Angriffsvektor ist: Remote Code Execution. Sollte als Gefahrenbeschreibung wohl reichen...

0xDEADC0DE 14. Sep 2017

Ich schon, auch verstanden. Nur du hast nicht verstanden was ich geschrieben hatte, oder...

simon_moon 14. Sep 2017

Das ist egal. Die Lücke betrifft auch bt Geräte die unsichtbar und nicht gepaired sind.

nille02 13. Sep 2017

https://askubuntu.com/questions/67758/how-can-i-deactivate-bluetooth-on-system-startup...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe
Neben Star Trek leider fast vergessen

Der Name Gene Roddenberry steht vor allem für Star Trek. Nach dem Ende der klassischen Serie hat er aber noch andere Science-Fiction-Stoffe entwickelt.
Von Peter Osteried

Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe: Neben Star Trek leider fast vergessen
Artikel
  1. Carsten Spohr: Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke
    Carsten Spohr
    Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke

    Unbekannte haben einen QR-Code auf einem Boardingpass von Lufthansa-Chef Carsten Spohr ausgelesen und auf persönliche Daten zugreifen können.

  2. Illegales Streaming: House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht
    Illegales Streaming
    House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht

    Das Game-of-Thrones-Prequel hat mehr Zuschauer als die neue Herr-der-Ringe-Serie - zumindest via Bittorrent.

  3. Showcar: Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren
    Showcar
    Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren

    Renault hat sich zum 50. Geburtstag des Renault 5 den R5 Turbo 3E einfallen lassen. Das Showcar mit zwei E-Motoren ist wie gemacht zum Driften.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Bis -53% auf Gaming-Zubehör und bis -45% auf PC-Audio • Crucial 16-GB-Kit DDR5-4800 69,99€ • Crucial P2 1 TB 67,90€ • MindStar (u. a. Intel Core i5-12600 239€ und Fastro 2-TB-SSD 128€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ • Apple iPhone 12 64 GB 659€ [Werbung]
    •  /