Bluetooth-Hörstöpsel: Erste Tests loben die Airpods Pro 3 und es gibt auch Kritik
Auch die Redaktion von Golem ist noch auf der Suche nach den rundum perfekten Bluetooth-Hörstöpseln. Das geht anderen Redaktionen nicht anders, und ein Blick auf bereits erschienene Testberichte der Airpods Pro 3 zeigt, dass Apple diesem Ziel möglicherweise näherkommt, es aber ebenfalls nicht erreicht.
Golem analysierte zehn Testberichte zu den neuen Airpods Pro 3, um bereits erste Eindrücke zusammenfassen zu können. Die Tests sind sich einig, dass das neue Modell eine bessere Klangqualität als das Vorgängermodell liefert. Allerdings verglich keiner der Tests die Klangqualität mit den EAH-AZ100 von Technics , die ein wahres Klangwunder sind.
Daher bleibt unklar, wie nah die Airpods Pro 3 an die Technics-Konkurrenz heranreichen. Tests bemängeln, dass Apple weiterhin keinen Equalizer zur Klanganpassung anbietet, was bei den allermeisten Konkurrenzgeräten seit Jahren Standard ist.
Airpods Pro 3 mit besserer ANC-Leistung
Apple verspricht bei der ANC-Leistung mit den Airpods Pro 3 die weltweit beste Leistung, die auf dem Niveau großer ANC-Kopfhörer ist. Das erreicht bisher nur Bose als einziger Hersteller von ANC-Hörstöpseln . Die Airpods Pro 3 müssten die Bose-Konkurrenz schlagen, damit das Werbeversprechen stimmt.
Die meisten der vorliegenden Tests beschreiben eine höhere ANC-Leistung, vergleichen die Airpods Pro 3 allerdings nicht mit der Bose-Konkurrenz, so dass die Bewertungen vergleichsweise nichtssagend sind. Lediglich CNet(öffnet im neuen Fenster) und PCMag.uk(öffnet im neuen Fenster) machten diesen Vergleich und bescheinigen der Apple-Konkurrenz, dass sie das Niveau von Bose erreichen, aber eben nicht übertreffen.
Offen bleibt dabei, ob die ANC-Leistung auch ganz ohne Musikzuspielung getestet wurde – nur so lässt sich die ANC-Leistung sinnvoll vergleichen. Außerdem fehlten in den beiden Tests Angaben dazu, ob es je nach Klangkulisse Unterschiede zwischen den Produkten gibt.
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Tragekomfort wird unterschiedlich bewertet
Apple verwendet für die Airpods Pro 3 neue Aufsätze, die nicht mehr kompatibel mit den Vorgängermodellen sein sollen. Sie bieten wohl eine stärkere passive Geräuschunterdrückung, und es bleibt abzuwarten, wie stark die bessere Geräuschunterdrückung auch mit der höheren passiven Dämpfung zusammenhängt.
Offen bleibt in den Tests ebenfalls, ob die Airpods Pro 3 durch die höhere passive Dämpfung dann Schritthall verursachen können. Apple war mit den Airpods Pro einer der ersten Hersteller, der aktiv etwas gegen Schritthall unternommen hat, und seitdem gehen immer mehr Hersteller auf dieses Problem ein.
Die in Deutschland nicht nutzbare Live-Übersetzung wird vielfach kritisiert.
Schwache Live-Übersetzung der Airpods Pro 3
Bei der Vorstellung der Airpods Pro 3 hob Apple insbesondere die Live-Übersetzung als große Neuerung hervor, ohne aber darauf einzugehen, dass in der gesamten EU diese Funktion nicht genutzt werden kann. Die Live-Übersetzung erfordert mindestens ein iPhone 15 Pro, das Apple Intelligence unterstützt.
Viele Tester waren mit den Ergebnissen unzufrieden, weil die Übersetzung deutlich verzögert erfolgte, und es kam immer wieder zu erheblichen Übersetzungsfehlern. Das gleichzeitige Ablesen des iPhone-Displays und das Hören im Ohr werden als verwirrend eingestuft. Der praktische Nutzen wird infrage gestellt.
Die Airpods Pro 3 sollen sich etwas anders im Ohr anfühlen. Einige empfanden sie als angenehmer, andere empfanden sie als unangenehmer. Erst durch die Tests wurde deutlich: Apple verringerte die Gesamtakkulaufzeit. Anstelle von bisher 30 Stunden sind nur noch 24 Stunden möglich. Bei einer verlängerten Akkulaufzeit von acht Stunden bedeutet dies, dass sie nicht mehr vier-, sondern nur noch dreimal aufgeladen werden können.
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Herzfrequenzmessung verringert die Akkulaufzeit
Die Herzfrequenzmessung der Airpods Pro 3 wird als zuverlässig und präzise beschrieben, allerdings wird bemängelt, dass der Zugriff auf die Daten mitunter mühselig ist. Die Herzfrequenzdaten lassen sich nicht über Bluetooth an andere Fitnessgeräte übertragen. Wenn die Herzfrequenzmessung aktiv ist, verringert sich die Akkulaufzeit von acht Stunden auf 6,5 Stunden.
Die Steuerung der Airpods Pro 3, die auf eine Mischung aus Sensorbedienung und Drucktasten setzt, blieb unverändert. Weiterhin fehlt den Airpods Pro 3 eine Android-App, so dass sich immer mehr Funktionen nur mit Apple-Geräten nutzen lassen, beispielsweise die Herzfrequenzmessung sowie die Übersetzungsfunktion.
Apple bei Bluetooth-Codes im Rückstand
Die Airpods Pro 3 nutzen Bluetooth 5.3 und bieten die Bluetooth-Codecs SBC und AAC. Es gibt weiterhin keine Unterstützung für HD-Codecs, und die fehlende Unterstützung von Auracast wird ebenfalls in einigen Tests bemängelt. Hier ist die Konkurrenz Apple weit voraus.
Den Airpods Pro 3 wird kein Ladekabel mehr beigelegt und es gibt sie weiterhin ausschließlich in Weiß. Die meisten Konkurrenzgeräte sind in mehreren Farben verfügbar.
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