• IT-Karriere:
  • Services:

Bluetooth 5: Funkleistung wird verzehnfacht

Die neue Version des Bluetooth-Standards ist schneller, kann weiter senden und spart gelegentlich mehr Strom. Das gilt allerdings nur für die Low-Energy-Variante.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo des Gremiums
Logo des Gremiums (Bild: Bluetooth SIG)

Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat am 6. Dezember 2016 die fünfte Version des Bluetooth-Funkstandards vorgestellt. Die Änderungen beziehen sich vor allem auf Bluetooth Low Energy (BLE), aus Nutzersicht ergeben sich für das klassische Bluetooth keine Änderungen. Bluetooth Low Energy wird inzwischen häufig von kleinen, stromsparenden Geräten zur Datenübertragung verwendet, zum Beispiel zwischen einem Fitnessarmband und einem Smartphone.

Stellenmarkt
  1. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim
  2. Greenpeace e.V., Hamburg

Die Veröffentlichung des Bluetooth-5-Standards erfolgte fast genau zwei Jahre nach der Vorstellung der bisher aktuellen Version 4.2.

Mit Bluetooth 5 steigt die maximal erlaubte Sendeleistung für BLE von bisher 10 mW auf 100 mW. BLE-Geräte sollen damit bis zu 200 Meter weit senden können. Die maximale Sendeleistung entspricht damit der üblichen maximalen Sendeleistung von 2,4-GHz-WLAN-Geräten nach 802.11 b/g/n. Die Bluetooth-Spezifikation weist darauf hin, dass die Sendeleistung von 100 mW für BLE nicht überall erlaubt sei. Nutzer müssen deshalb womöglich zukünftig mit regional unterschiedlichen Varianten oder Konfigurationen eines Gerätes mit BLE rechnen, wie es teilweise heute schon bei WLAN-Geräten der Fall ist.

Um einen besseren Überblick über die Sendeleistung eines Gerätes zu erhalten, definiert Bluetooth 5 mehrere Leistungsklassen.

KlasseMinimale SendestärkeMaximale Sendestärke
110 mW100 mW
1.50,01 mW10 mW
20,01 mW2,5 mW
30,01 mW1 mW
Bluetooth 5 Leistungsklassen

Sowohl schneller als auch langsamer

Schneller soll BLE durch die Verdopplung der möglichen Datenrate werden. Mit Bluetooth 5 können Daten auch bei BLE per Enhanced Data Rate (EDR) übertragen werden. EDR bietet für BLE eine Bruttodatenrate von 2 Mbit/s. Bislang betrug die Bruttodatenrate 1 Mbit/s. Der EDR-Standard wird für klassische Bluetooth-Verbindungen bereits seit Bluetooth V2.0 benutzt.

Gleichzeitig kann BLE aber auch langsamer werden. In Hinblick auf die höhere Reichweite können übermittelte Daten mit einer Fehlerkorrektur abgesichert werden. Je nach verwendetem Korrekturmodus fällt die Datenrate dann aber auf 500 Kbits/s oder sogar nur 125 Kbits/s.

Spart mehr Energie im Einzelfall

Die angekündigte Erhöhung der Datenmenge von Advertising-Nachrichten erfolgt durch die Möglichkeit, mehrere Datenpakete in eine Nachricht zu packen. Ursprünglich sendeten Bluetooth-Geräte Advertising-Nachrichten aus, damit sie von anderen erkannt werden konnten. Erst nach einer Kopplung erfolgt dann der Datenaustausch. Zukünftig sollen Advertising-Nachrichten aber auch als stromsparende Methode für die sporadische Übertragung von Nutzerdaten verwendet werden, für die keine dauerhafte Verbindung erforderlich ist.

Eine weitere neue Technik, damit Bluetooth-5-Geräte Strom sparen können, ist das Periodic Advertising. Ein sendendes BLE-Gerät kann damit angeben, wie lange es zwischen regelmäßig ausgestrahlten Advertising-Nachrichten pausiert. Wenn das Empfängergerät diese Periode kennt, kann es während der Pausen in einen stromsparenden Ruhemodus wechseln, ohne eine neue Übertragung zu verpassen.

Neue Chips bald verfügbar

Parallel zur Vorstellung des neuen Bluetooth-5-Standards haben Chiphersteller begonnen, Funkchips für den neuen Standard anzukündigen. So präsentierte Nordic Semiconductor den neuen nRF52840. Er gehört zur populären nRF52-Familie, die einen ARM-Mikrocontroller und einen Bluetooth-Controller miteinander in einem Chip vereinen. Sie sind deshalb in vielen Bluetooth-fähigen Geräten zu finden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

maverick1977 09. Dez 2016

Es gibt keine BT-Kopfhörer, die funken! Die empfangen vom Sendegerät nach kurzer...

maverick1977 09. Dez 2016

Genau das hab ich mich auch gefragt... Oder Du sitzt beim Nachbarn hinterm Haus auf dem...

Ampergo 08. Dez 2016

Wenn du eine offizielle Dokumentation suchst, ist Wikipedia die falsche Adresse...

Fuchur 08. Dez 2016

Gibt es doch schon: Nennt sich APT-X siehe: http://www.connect.de/news/bluetooth-apt-x...


Folgen Sie uns
       


Minikonsolen im Vergleich - Golem retro

Retro-Faktor, Steuerung, Emulationsqualität: Wir haben sieben Minikonsolen miteinander verglichen.

Minikonsolen im Vergleich - Golem retro Video aufrufen
Nasa: Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner
Nasa
Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner

Vergessene Tabelleneinträge, fehlende Zeitabfragen und störende Mobilfunksignale sollen ursächlich für die Probleme beim Testflug des Starliner-Raumschiffs gewesen sein. Das seien aber nur Symptome des Zusammenbruchs der Sicherheitsprozeduren in der Softwareentwicklung von Boeing. Parallelen zur Boeing 737 MAX werden deutlich.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Boeings Starliner hatte noch einen schweren Softwarefehler
  2. Boeing 777x Jungfernflug für das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug
  3. Boeing 2019 wurden mehr Flugzeuge storniert als bestellt

Frauen in der Technik: Von wegen keine Vorbilder!
Frauen in der Technik
Von wegen keine Vorbilder!

Technik, also auch Computertechnik, war schon immer ein männlich dominiertes Feld. Das heißt aber nicht, dass es in der Geschichte keine bedeutenden Programmiererinnen gab. Besonders das Militär zeigte reges Interesse an den Fähigkeiten von Frauen.
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  2. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  3. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
  3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

    •  /