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Bluetooth 4.1: Internet der Dinge, Mitsprache bei LTE und 3D-Brillen

Bluetooth 4.1 ist fertig. Die Grundarbeiten für IPv6-Kommunikation sind abgeschlossen und LTE-Modems sprechen sich jetzt mit Bluetooth besser ab. Bei Bluetooth-Smart-Geräten muss der Anwender weiter aufpassen. Die Unterstützung bleibt optional und verwirrt daher manchen Anwender.
/ Andreas Sebayang
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Neue Core Specification hebt Bluetooth auf die Version 4.1. (Bild: Bluetooth SIG)
Neue Core Specification hebt Bluetooth auf die Version 4.1. Bild: Bluetooth SIG

Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat die Spezifikation von Bluetooth 4.1 veröffentlicht. Wie die Versionsnummer suggeriert, handelt es sich um ein Spezifikationsupdate und keine grundlegenden Änderungen. Die SIG will mit der Version 4.1 aber Grundarbeiten für die Zukunft abgeschlossen haben.

In Zukunft wird eine Bluetooth-Einheit mit LTE-Einheiten, beispielsweise in einem Smartphone, kommunizieren können. Damit sollen Störungen der benachbarten Bänder vermieden werden. Vor allem die Bänder 7 und 40 werden berücksichtigt. Dank Bluetooth 4.1 soll sich die Erkennungsrate beim Koppeln von Geräten verbessern, selbst wenn das Modem per LTE gerade viel zu tun hat. Band 7 arbeitet im Bereich von 2,5 bis 2,6 GHz, also knapp über dem Bluetooth-Band, und betrifft auch europäische Netze. Band 40 hingegen ist vor allem für Indien und China wichtig. In der Praxis werden sich Bluetooth und LTE abstimmen und ihre Tätigkeiten koordinieren, um zuverlässiger zu werden. Sollte es doch noch Probleme geben, können Entwickler die Entdeckbarkeit von Bluetooth-Geräten von bisher rund 31 Sekunden auf 3 Minuten erhöhen.

L2CAP – Connection Oriented Channels

Im Low-Energy-Betrieb (Bluetooth Smart) gibt es auch Verbesserungen. So sollen effizientere Transfers mit minimalem Overhead für schnellere Datenraten sorgen, auch wenn die Geräte sehr stromsparend sind. Genaue Zahlen nennt Bluetooth beim L2CAP jedoch nicht.

Mit L2CAP will die SIG zudem die Grundarbeiten für das Internet der Dinge fertiggestellt haben. In Zukunft werden Bluetooth-Geräte IPv6-basiert miteinander kommunizieren. Dafür wurde jetzt ein dedizierter Kommunikationskanal in der Spezifikation vorgesehen. Bis es so weit ist und Wohnzimmergeräte über Bluetooth IPv6-Kommunikation durchführen, wird es noch dauern. Diese Funktion ist noch nicht Teil der Spezifikation.

Unbegrenztes Bluetooth-Broadcasting für 3D-Brillen

Auch in Fernsehern will die SIG mit Rapid-Synchronisation offenbar in Zukunft stärker vertreten sein. Die neue Spezifikation ermöglicht Bluetooth-Broadcasting ohne Limitierungen und ohne den Broadcaster zu belasten. Der Broadcaster wäre in dem Beispiel ein TV-Gerät. Die Empfänger sind dann 3D-Brillen. Wer will, könnte mit Bluetooth-4.1-Fernsehern dementsprechend größere Säle befüllen.

Bluetooth 4.1 ist zudem ein Errata der bestehenden Spezifikation. Unklarheiten wurden laut der SIG beseitigt. Zudem ist Bluetooth 4.1 in großen Teilen optional. Wer 4.1-Geräte auf den Markt bringen will, ist nur gezwungen, die Errata umzusetzen. Bei der Kompatibilität ändert das nichts. Reguläre Bluetooth-Geräte bleiben untereinander kompatibel.

Bluetooth-Smart-Geräte benötigen weiterhin mindestens Bluetooth 4.0 auf beiden Seiten inklusive Bluetooth Low Energy alias Bluetooth Smart, um eine Verbindung im Low-Energy-Betrieb herzustellen. Es bleibt also dabei, dass sich ein Bluetooth-4.1-Smart-Gerät nicht mit Bluetooth 4.1 koppeln kann. Einige Hersteller von Mäusen würden vermutlich weiter für die Kompatibilität einen Dongle beilegen. Reine Bluetooth-Smart-Mäuse sind allerdings selten. Und wer eine hat, stellt häufiger fest, dass Verbindungen nicht klappen, weil die Gegenstelle Low Energy nicht unterstützt oder auch die Softwareseite noch nicht fertiggestellt wurde.

Weitere Informationen zu Bluetooth 4.1 finden sich in zahlreichen Dokumenten auf der Webseite der SIG(öffnet im neuen Fenster). Dort steht auch die Core Specification als Download zur Verfügung. Mitte September 2014 wird zudem eine spezielle Konferenz zu Bluetooth in Amsterdam stattfinden. Wann die ersten Bluetooth-4.1-Geräte auf den Markt kommen, ist noch nicht klar.


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