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Bluepoint Games: Sony schließt sein bestes Remake-Studio

Zuständig für die Neuauflage von Demon's Souls und der Mitarbeit an God of War : Sony stoppt überraschend ein besonders angesehenes Playstation-Team.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Demon's Soul Remake (Bild: Sony)
Artwork von Demon's Soul Remake Bild: Sony

Sony beendet die Arbeit eines vergleichsweise jungen First-Party-Studios: Bluepoint Games wird geschlossen. Nach einer internen Überprüfung der Projekte habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, sagte der Konzern laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall). Rund 70 Beschäftigte sind davon betroffen, die Abwicklung soll im März 2026 erfolgen.

Bluepoint wurde 2006 in Austin (US-Bundesstaat Texas) gegründet und machte sich über Jahre einen Namen als Spezialist für technisch aufwendige Neuauflagen.

Besonders bekannt sind das Remake von Demon's Souls ( Test auf Golem ) für die Playstation 5, die Neuauflage von Shadow of the Colossus für die PS4 sowie mehrere Remaster-Sammlungen, etwa zur Uncharted-Reihe.

Sony übernahm das Studio offiziell Ende 2021 und holte es damit nach langer Zusammenarbeit vollständig in die Playstation Studios.

Nach dieser Übernahme sollte Bluepoint eigentlich an eigenen Inhalten arbeiten. Zunächst unterstützte das Team allerdings doch andere Projekte, unter anderem God of War Ragnarök.

Erst dann begann das Studio mit der Arbeit an einem eigenen Live-Service-Spiel auf Basis des God-of-War-Universums. Dieses Vorhaben wurde Anfang 2025 eingestellt – offenbar, ohne dass anschließend ein neues Projekt grünes Licht erhielt.

Bluepoint hatte viel technisches Know-how

Sony erklärte in seiner Stellungnahme, das Studio habe "außergewöhnliche Spielerlebnisse" geschaffen und dankte dem Team für seine Arbeit. Zugleich verwies der Konzern auf eine strategische Neubewertung des Portfolios als Grund für die Entscheidung.

Demon's Souls Remake (PS5) – Fazit
Demon's Souls Remake (PS5) – Fazit (01:50)

Der Schritt passt zu den jüngsten Kurskorrekturen beim Konzern: Nach der zuvor stark ausgebauten Live-Service-Offensive wurden mehrere entsprechende Projekte gestoppt oder neu priorisiert.

Dass es ausgerechnet Bluepoint trifft, ist dennoch bemerkenswert. Das Studio hatte sich einen hervorragenden Ruf für technisch präzise und respektvolle Neuinterpretationen klassischer Spiele erarbeitet.


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