Bluecruise: Freihändiges Fahren für weitere Ford-Modelle

Der Autohersteller Ford hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , ab 2026 sein Fahrassistenzsystem Bluecruise auch für die Modelle Puma, Puma Gen-E, Kuga und die Plug-in-Hybrid-Version des Ford Rangers zu bringen. Mit Bluecruise können Fahrer unter bestimmten Bedingungen ihre Hände komplett vom Lenkrad nehmen.
Ist das Fahrassistenzsystem des Fahrzeugs aktiviert und befindet sich das Auto innerhalb einer sogenannten Blue Zone auf einer Bundesautobahn, kann Bluecruise die Kontrolle übernehmen. Die Hände können dann auch für längere Zeit vom Lenkrad genommen werden – normalerweise ist das bei Autos mit Fahrassistenten nur für kurze Zeit möglich. In der Regel gibt es nach wenigen Sekunden einen Hinweis, die Hände ans Lenkrad zu nehmen.
Bluecruise verwendet die Informationen einer Infrarotkamera hinter dem Lenkrad und überprüft, ob Fahrer weiterhin dem Geschehen auf der Straße folgen. Ist das nicht der Fall, beendet auch Bluecruise die Fahrassistenz.
Sensoren, Radar und Kamera überwachen die Straße
Um den Wagen zu steuern, nutzt Bluecruise Radar, eine Frontkamera sowie weitere Sensoren. Die Intelligente Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (IACC) der Fahrzeuge regelt die Lenkung, die Beschleunigung und den Bremsvorgang. Auch die Position des Fahrzeugs in der Fahrspur wird durch das System überwacht, ebenso der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
Bluecruise erfasst zusätzlich Fahrbahnmarkierungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen, außerdem wird der laufende Verkehr beobachtet und analysiert. Bluecruise funktioniert in den Blue Zones nur, wenn die Fahrbahnmarkierungen alle gut erkennbar sind.
Bluecruise wird Ford zufolge für ausgewählte Varianten der genannten Automodelle verfügbar sein. Interessenten müssen das Fahrassistenzpaket zu ihrem Auto hinzukaufen, außerdem erfordert Bluecruise nach einer 90-tägigen Testphase ein Abonnement. Pro Monat werden dann 24,99 Euro fällig, bei jährlicher Zahlung sind es 280 Euro im Jahr.



