Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Bluebrixx Klingon Bird-of-Prey 104584: Worf wäre stolz auf dieses Star-Trek-Set

Auch wenn die Steinequalität nicht an Lego heranreicht, macht der Bird-of-Prey die Weiten der Sammelvitrine unsicher – Qapla', Bluebrixx!
/ Oliver Nickel
56 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der Klingon Bird-of-Prey sieht im Regal sehr beeindruckend aus. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Klingon Bird-of-Prey sieht im Regal sehr beeindruckend aus. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Mit der USS Enterprise-D (Test) hat Bluebrixx bereits bewiesen, dass Klemmbausteinsets aus dem Star-Trek-Universum gut gelingen können und im Regal eindrucksvoll aussehen. Einige Monate nach den Modellen der ersten Welle brachte der Hersteller neue Fahrzeuge und Raumschiffe im kleinen, mittleren und großen Format – mit größerem Fokus auf Deep Space Nine und die Alien-Völker. Mit dabei ist eines der ikonischsten Raumschiffe neben den Föderationsschiffen der Galaxy-Klasse: der klingonische Bird-of-Prey mit der Setnummer 104584.

Wir können hier nur sagen: Qapla', Bluebrixx. Der klingonische Ausruf für Erfolg fasst das 100 Euro teure Klemmbausteinmodell gut zusammen. Wir sind positiv überrascht, wie gut der Hersteller die Zielgruppe der erwachsenen Sammler zu schätzen weiß.

Entsprechend ist der Bau des Modells wesentlich anspruchsvoller als etwa beim Marktführer Lego. Aber auch im Vergleich zum bereits fordernden Bau der USS Enterprise-D legt Bluebrixx noch einmal nach.

FLügelsteuerung etwas hakelig

Das liegt unter anderem daran, dass im Bird-of-Prey auch technische Elemente verbaut werden. Schließlich muss das Raumschiff ja seine Flügel nach oben und unten ausklappen können, wenn es landet oder auf Schleichjagd nach Föderationsschiffen ist. Hier ist es wichtig, die Anleitung genau zu befolgen. Allerdings kam bei uns an dieser einen Stelle auch etwas Frust auf.

Das im Modell verbaute Schneckengetriebe muss nämlich sehr präzise – auf den Zahn genau – eingebaut werden. Die am Schraubenrad anliegenden Zahnräder lassen sich auch nicht so einfach verstellen, sobald wir das Gehäuse zusammengesteckt haben. Das ist auch sinnvoll, da an dem Getriebe relativ schwere Flügel hängen, die eine enorme Last auf die Zahnräder ausüben.

Das soll nicht heißen, dass die Konstruktion wackelig ist wie frisches klingonisches Gagh. Wir können das Modell nach dem Bau auch gut in die Hand nehmen. Allerdings sollten wir aufpassen, wenn wir die Position der Flügel verstellen möchten. Die Hebelwirkung des Stellrads an der Schiffoberseite ist nicht sonderlich stark und die Flügel bewegen sich deshalb so gut wie gar nicht nach oben. Deshalb stützen wir die Flügel mit den Fingern ab, damit die Last vom Mechanismus genommen wird und er so besser bedient werden kann. In die andere Richtung kurbeln wir ohne Probleme – der Schwerkraft sei Dank.

Anzeige

BlueBrixx Pro 104584 - Star Trek Klingon Bird-of-Prey aus Klemmbausteinen mit 1539 Bauelementen. Kompatibel mit Lego

Jetzt bestellen bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Hinstellen und anschauen

Ganz klar also: Unser Bird-of-Prey ist kein Spielset und sollte in einer Position der Wahl aufgestellt und dann so gelassen werden. Genau hier bietet Bluebrixx Fans auch mehrere Möglichkeiten. Entweder können wir das Schiff auf dem gut konstruierten und soliden Standfuß aufstellen. Wir können diesen aber auch abnehmen und stattdessen die Landevorrichtung in den Sockel schieben. Die raubvogelähnlichen Füße sollen an das Vorbild aus dem Spielfilm Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart erinnern.

Das gelingt gut: Im Landemodus sieht der Bird-of-Prey ebenso beeindruckend aus wie im Flugmodus. Alternativ können wir den Sockeleinschub aber auch mit einer grünen Kappe verdecken. Das ist praktisch, wenn wir unser Modell von der Decke hängen lassen möchten. Bluebrixx hat hier wirklich an viele Szenarien gedacht. Das können wir nur positiv anmerken. Der Hersteller weiß eben, dass diese Modelle von erwachsenen Fans und Sammlern gekauft werden.

Da versteht es sich von selbst, dass das gesamte Modell aus zum Vorbild farbgetreuen Steinen besteht. Die Qualität der insgesamt 1.539 Teile ist zudem gut, mit ein paar merklichen negativen Ausnahmen. Auch fragen wir uns, warum der Bird-of-Prey ausgerechnet einen grellroten Schlauch für die Brücke verwendet – die sollte doch eher bräunlich oder grünlich aussehen!

Das Problem der Steinequalität

Wie bei anderen Star-Trek-Modellen arbeitet Bluebrixx auch beim Bird-of-Prey mit dem chinesischen Zulieferer Xingbao zusammen. Die Steinequalität kann dabei noch immer nicht mit den fast perfekten Toleranzen des Marktführers mithalten. Deshalb müssen wir hier oft etwas mehr Kraft aufwenden, um Teile überhaupt in ihre vorgegebene Position zu drücken. An anderen Stellen halten sie nicht sehr gut zusammen und sollten deshalb vorsichtig behandelt werden.

Um ein negatives Beispiel zu nennen: Die Arch-Bricks in Dark Bluish Gray (Teilenummer 6060), die wir für den Bau der Tarnvorrichtung an den Flügeln nutzen, haben sehr hohe Fertigungstoleranzen. Kein einziger der Steine passte mit Anhieb. Nur mit starkem Drücken konnten wir die Teile in ihre Position bringen. Ist die (an sich stabile) Konstruktion erst einmal zusammengebaut, sehen wir beim näheren Betrachten zudem Spalte zwischen den Steinen.

Teilweise nervige Bautechniken

An anderer Stelle verwendet Bluebrixx wieder etwas unkonventionelle Bautechniken, die uns nicht ganz so gut gefallen. Nervig sind vor allem die winzigen schwarzen Zylinderstücke, die wir zwischen die Noppen der Steine stecken, um darauf einen anderen Stein Rückseite an Rückseite zu befestigen. Das ist nicht nur relativ fummelig, sondern auch an einigen Stellen nicht sehr stabil. Uns ist etwa mehrmals die Verzierung an der Unterseite der Flügel abgefallen.

All das nehmen wir aber gern in Kauf, da das Endergebnis für ein Klemmbausteinmodell dem Vorbild erstaunlich nahekommt. Natürlich können auch die talentierten Designer von Bluebrixx nicht jedes Detail maßstabgetreu nachbilden. Uns gefallen aber gerade die Verzierungen an den Flügeln, die Disruptorkanonen an den Flügelenden und die Lamellen der Tarnvorrichtung sehr gut.

Alarmstufe Rot auf der Brücke

Das Modell sieht dabei von allen Seiten detailreich aus und ist in den passenden Farben gehalten. Das gilt auch für die Innenkonstruktion. Das macht nicht nur beim Bau mehr Spaß, sondern bietet kreativen Köpfen auch die Möglichkeit, aus dem Bird-of-Prey möglicherweise ein anderes Modell zu bauen.

Keiner der Steine fällt wirklich aus der Reihe, mit einer Ausnahme: Für die Brückensektion hat sich Bluebrixx für einen roten Schlauch entschieden. In den meisten Star-Trek-Produktionen, etwa Star Trek IV oder Deep Space Nine, wird diese Sektion eher bräunlich oder grünlich dargestellt. Bei manchen Birds-of-Prey fehlen die auffällige Schlauchkonstruktion sogar völlig. Möglicherweise gab es den flexiblen Schlauch in keiner anderen Farbe.

Anzeige

BlueBrixx Pro 104584 - Star Trek Klingon Bird-of-Prey aus Klemmbausteinen mit 1539 Bauelementen. Kompatibel mit Lego

Jetzt bestellen bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Positiv anzumerken ist aber definitiv, dass Bluebrixx wieder auf Sticker verzichtet. Zwar gibt es hier weit weniger Prints als noch bei der USS Enterprise-D – nur die Infoplakette und zwei Seitenteile sind bedruckt. Trotzdem loben wir den Extra-Aufwand, den der Hersteller für Star-Trek-Fans eingeht.

Die werden mit dem Bird-of-Prey sicherlich sehr glücklich, wenn es neben den vielen anderen interessanten Modellen der Serie Platz nehmen darf, vor allem beim vergleichsweise guten Preis von 100 Euro.

Bluebrixx Klingon Bird-of-Prey 104584: Verfügbarkeit und Fazit

Bluebrixx bietet den Bird-of-Prey für 100 Euro im eigenen Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) an – neben vielen anderen Star-Trek-Raumschiffen und Gadgets. Der Versand nach Deutschland kostet noch einmal 5 Euro mehr.

Fazit

Mit der Star-Trek-Serie hat Bluebrixx eine ernstzunehmende Konkurrenz etwa für Legos Star-Wars-Sortiment geschaffen. Trekkies und Klemmbausteinfans werden mit dem großen Modell des Klingon Bird-of-Prey zum relativ kleinen Preis sicher viel Freude haben.

Der Modellbau ist dabei auch im Bluebrixx-Maßstab relativ anspruchsvoll. Das gilt vor allem für die technische Konstruktion, mit der sich die Flügel einstellen lassen. Ja, richtig: Der Bird-of-Prey kann in verschiedenen Modi ausgestellt werden. Dafür liefert Bluebrixx einen Displayständer und vorbildgetreue Landekufen mit – sehr vorbildlich.

Die meisten Steine sind in passenden Farbtönen gehalten, so dass wir unser Modell von allen Seiten betrachten und immer wieder tolle Details entdecken können. Nur die rot eingefärbte Brücke würden wir eher durch eine dunklere Alternative austauschen.

Anzeige

BlueBrixx Pro 104584 - Star Trek Klingon Bird-of-Prey aus Klemmbausteinen mit 1539 Bauelementen. Kompatibel mit Lego

Jetzt bestellen bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Auch kann die Steinequalität nicht mit Lego mithalten, was wir an einigen Stellen doch bemerkt haben. Teils lassen sich die Steine nur mit viel Kraft einbauen. Nach dem Bau sind deshalb auch ein paar Spalte zu sehen.

Insgesamt halten wir den Klingon Bird-of-Prey aber für sehr gelungen. Das Modell kommt dem Vorbild aus Filmen und Serien erstaunlich nahe. Wir würden uns nicht wundern, wenn sich gestandene Klingonen wie Worf sich ein solches Modell in die Offizierskabine stellen und dabei wie Kinder kichern würden.

Das haben zumindest wir nicht nur einmal gemacht.


Relevante Themen