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Blue Origin: Sauerstoff für Mondbasis aus Regolith gewinnen

Mit einer Methode, die nicht nur im Labor funktioniert, wurde Sauerstoff gewonnen. Den braucht die Besatzung zum Atmen, aber auch anderweitig.
/ Mario Petzold
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Der Reaktor (links) nutzt Elektrolyse, um reinen Sauerstoff zu gewinnen. (Bild: Linkedin/Blue Origin)
Der Reaktor (links) nutzt Elektrolyse, um reinen Sauerstoff zu gewinnen. Bild: Linkedin/Blue Origin

Blue Origin(öffnet im neuen Fenster), das von Jeff Bezos gegründete Raumfahrtunternehmen, das unter anderem an den Artemis-Missionen der Nasa beteiligt ist, hat eine Methode vorgestellt, um die Sauerstoffversorgung auf dem Mond sicherzustellen. Die Apparatur soll bereits leicht und robust genug sein, um nach einem Flug zum Mond Sauerstoff sowohl zum Atmen als auch als Raketentreibstoff zur Verfügung zu stellen.

Als Quelle für den Sauerstoff dient Mondregolith(öffnet im neuen Fenster), das die Oberfläche des Mondes in Form einer Sandschicht bedeckt. Es besteht mehrheitlich aus Silizium- und Aluminiumoxid, so dass Sauerstoffatome knapp 45 Prozent der Masse des Regoliths ausmachen.

Auch die anderen Bestandteile könnten künftig zur Gewinnung von Rohstoffen direkt auf dem Mond genutzt werden. So liegt der Eisenanteil bei knapp zehn Prozent.

Essenzieller Teil einer Mondbasis

35 Millionen US-Dollar soll die Nasa in die Entwicklung einer Sauerstoffextraktion durch Blue Origin investiert haben. Geplant ist, die nötigen Materialien ab dem Jahr 2028 in regelmäßigen, unbemannten Flügen zum Mond zu transportieren, um nach und nach die Möglichkeiten für einen dauerhaften Aufenthalt zu schaffen. Je mehr Technik und Baumaterial auf dem Mond selbst hergestellt werden können, umso einfacher lässt sich eine Mondbasis errichten.

Die Sauerstofferzeugung dürfte zu den wichtigsten Bestandteilen zählen. Die Reaktoren, die Luft zum Atmen und Treibstoff bereitstellen können, müssten laut Blue Origin mit etwa 1.000 Kilowatt Leistung angetrieben werden. Auf knapp 1.600 °C muss das Regolith zur Aufspaltung in Metalle und Sauerstoff erhitzt werden.

Dafür wird die entsprechende Menge an Solarmodulen benötigt. Das ist die simpelste Möglichkeit, um auf dem Mond eine Stromversorgung zu etablieren.

Mondregolith lässt sich vielfach nutzen

Dazu passt, dass aus Mondregolith große Mengen Silizium gewonnen werden können, ein Hauptbestandteil von Photovoltaikanlagen. In Experimenten(öffnet im neuen Fenster) wurde die benötigte Schicht bereits aus Regolith gewonnen.

Auch für die einfache Gewinnung von Eisen aus Mondregolith stehen bereits Methoden zur Verfügung. Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik(öffnet im neuen Fenster) forscht daran.


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