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Blue Origin: New-Glenn-Raketentest endet in einer Explosion

Bei einem Testlauf vor dem vierten Start der Schwerlastrakete New Glenn von Blue Origin ist es zu einer Explosion gekommen. Die Ursache ist unklar.
/ Ingo Pakalski und dpa
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Die Rakete New Glenn von Blue Origin ist bei einem Testlauf explodiert. (Bild: USA Today Network/Reuters)
Die Rakete New Glenn von Blue Origin ist bei einem Testlauf explodiert. Bild: USA Today Network/Reuters

Die Schwerlastrakete New Glenn des Raumfahrtunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos ist vor einem geplanten Start explodiert. Bei einem Routinetest der unbemannten Rakete auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida war auf einem Livestream eine große Explosion samt riesigem Feuerball zu sehen.

Bei dem Test habe es eine "Unregelmäßigkeit" gegeben, erklärte Blue Origin(öffnet im neuen Fenster) auf der Plattform X. "Es werden keine Mitarbeiter vermisst. Sobald wir mehr wissen, werden wir die Informationen weitergeben."

Milliardär Bezos(öffnet im neuen Fenster) schrieb auf X, die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks liefen bereits. "Sehr harter Tag, aber wir werden wieder aufbauen, was auch immer wieder aufgebaut werden muss, und wir werden wieder fliegen. Es lohnt sich."

Beim Test sollten Triebwerke zünden, aber Rakete nicht starten

Bei dem Test vor dem geplanten vierten Start der New Glenn sollten die Triebwerke gezündet werden, die Rakete aber am Boden bleiben. Der Start war Medienberichten zufolge ursprünglich frühestens Anfang Juni 2026 geplant gewesen. Die Rakete sollte 48 Satelliten für das Satelliteninternetsystem Amazons ins All bringen.

Mit der New Glenn will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX von Elon Musk Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert. Die Explosion ist ein großer Rückschlag. "Äußerst bedauerlich", kommentierte Konkurrent Musk(öffnet im neuen Fenster) auf der Plattform X ein Video der Explosion. "Raketen sind schwierig."

Nasa unterstützt Untersuchung

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa werde eine Untersuchung des Vorfalls unterstützen und dann über mögliche Auswirkungen auf eigene Programme informieren, schrieb Nasa-Chef Jared Isaacman(öffnet im neuen Fenster) bei X. Die Nasa arbeitet bei ihrem Mondprogramm mit Blue Origin zusammen.

Die New-Glenn-Rakete ist nach John Glenn benannt, dem ersten Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste. Beim Erstflug hatte es die Rakete im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug im November 2025 brachte die Rakete zwei Mars-Orbiter der Nasa ins All. Auch der dritte Start im April 2026 funktionierte, allerdings wurde danach ein Satellit in eine falsche Umlaufbahn abgesetzt.


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