Blue Origin: Eine neue New-Glenn-Rakete für den Mond
Nach seiner jüngsten erfolgreichen New-Glenn-Mission hat Blue Origin eine Aufrüstung des Antriebs seiner Rakete angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Gleichzeitig stellte das Unternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos die Pläne für eine größere "Rakete der Superschwergewichtsklasse" vor. Damit tritt Blue Origin noch stärker in Konkurrenz zu SpaceX.
Den Angaben zufolge wird New Glenn in beiden Stufen leistungsstärkere Triebwerke erhalten, wobei die Gesamtkraft der sieben BE-4-Booster-Triebwerke von etwa 17.219 Kilonewton (kN) auf 19.928 kN erhöht wird. Bisher demonstrierte ein BE-4-Triebwerk unter den aktuellen Treibstoffbedingungen auf dem Prüfstand bereits 2.780 kN. Der Wert soll im Laufe dieses Jahres noch auf 2.846 kN erhöht werden.
Die Gesamtkraft der beiden BE-3U-Triebwerke, die die Oberstufe von New Glenn antreiben, wird im Laufe der nächsten Missionen von ursprünglich 1.423 kN auf 1.779 kN erhöht.
In Kombination mit einer neuen wiederverwendbaren Verkleidung, also der Abdeckung über der Nutzlast, und einem "aktualisierten, kostengünstigeren Tankdesign" soll die verbesserte Rakete laut Blue Origin Kunden zugutekommen, die in die "niedrige Erdumlaufbahn, zum Mond und darüber hinaus" fliegen wollen.
Blue Origin plant neue Megarakete
Das Unternehmen hat noch eine weitere Rakete in Planung, die New Glenn 9x4, die größere Schwester der aktuellen New Glenn 7x2. Sie ist nach der Anzahl der Triebwerke in jeder Stufe benannt – neun in der Booster-Stufe und vier in der Oberstufe.
Die New Glenn 9x4 werde über 70 Tonnen Nutzlast in die erdnahe Umlaufbahn, über 14 Tonnen direkt in die geosynchrone Umlaufbahn und über 20 Tonnen in die Trans-Mond-Umlaufbahn befördern können, teilte Blue Origin mit. Sie soll größer sein als die Saturn-V-Rakete der Apollo-11-Mission der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa.
Im August 2025 beförderte Blue Origin mit der New Glenn erstmals erfolgreich Nutzlast ins All; im November folgte der nächste Start inklusive einer erfolgreichen Rückkehr zur Erde . Damit rückt die Firma von Jeff Bezos in direkte Konkurrenz mit Elon Musks SpaceX. Beide Unternehmen werben um die Zusammenarbeit mit der Nasa bei zukünftigen Mondmissionen. Während Blue Origin seine erste unbemannte Mondlandung für das Jahr 2026 anstrebt, könnte das Starship von SpaceX erst im Jahr 2028 so weit sein.
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