Blue Origin: Bezos-Beschwerde zu Mondlandefähre abgelehnt

Damit Blue Origin doch noch den Auftrag für eine Mondlandefähre bekommt, hat Jeff Bezos Geld geboten und sich offiziell beschwert. Es half nichts.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Jeff Bezos' Blue Origin wird vorerst nicht zum Mond fliegen.
Jeff Bezos' Blue Origin wird vorerst nicht zum Mond fliegen. (Bild: Isaiah J. Downing/File Photo/Reuters)

Niederlage für Amazon-Gründer Jeff Bezos im Rennen um das erste kommerzielle Mondlandegerät: Nachdem sich seine Firma Blue Origin bei einer entsprechenden Ausschreibung der US-Raumfahrtbehörde Nasa gegen die Konkurrenzfirma SpaceX von Milliardär Elon Musk nicht durchsetzen konnte, ist auch eine Beschwerde gegen diese Entscheidung abgelehnt worden.

Die Nasa habe bei der Entscheidung keinerlei Regularien verletzt, teilte das Government Accountability Office, ein dem US-Kongress unterstellte Untersuchungsorgan, am 30. Juli mit. Die Beschwerden von Blue Origin und der Firma Dynetics, die bei der Ausschreibung ebenfalls unterlegen war, wurden abgelehnt.

Zuvor hatte Amazon-Gründer Bezos mit einem Geldangebot noch einmal versucht, die Nasa umzustimmen. Blue Origin werde unter anderem in diesem und den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden Dollar für Entwicklung und Herstellung des Mondlandegeräts übernehmen, wenn die Firma noch einmal gegen Konkurrent SpaceX von Elon Musk antreten dürfe, schrieb Bezos in einem offenen Brief an Nasa-Chef Bill Nelson. Die Nasa hat darauf zunächst zumindest öffentlich nicht reagiert.

SpaceX gewinnt den neuen Wettlauf zum Mond

Die Behörde hatte sich bei der Ausschreibung im April gegen Blue Origin und Dynetics entschieden und stattdessen SpaceX mit der Entwicklung des ersten kommerziellen Landegeräts beauftragt, das Menschen zum Mond bringen soll.

Der Auftrag mit einem Wert von fast drei Milliarden Dollar ist Teil des sogenannten Artemis-Programms. Ursprünglich hatte die Nasa vor, zwei Firmen zu beauftragen.

Bei der frühestens für 2024 geplanten Mission sollen vier Astronauten mit dem Raumfahrzeug Orion in die Mondumlaufbahn gebracht werden, wo zwei von ihnen für den Endanflug zum Mond auf das Landegefährt von SpaceX umsteigen sollen. Ziel ist es demnach, ein vollständig wiederverwendbares Start- und Landesystem zu entwickeln, das für Flüge zu Zielen wie dem Mond und dem Mars eingesetzt werden kann.

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Kein Kostverächter 02. Aug 2021

https://www.nbcnews.com/science/space/spacex-blue-origin-land-contracts-build-nasa-s...

TomTomTomTom 02. Aug 2021

Gerne :-) Ja, könnte man so zusammenfassen. Dazu noch das Motto "langsam aber stetig" für...

JensBröcher 01. Aug 2021

Super-Schurken gibt es aktuell schon einige. George S. Klaus S. Bill G. Dr. F. etc. Was...

Hotohori 01. Aug 2021

Laut einem Artikel ist Bezos wohl ein sehr schlechter Verlierer. Was diese Aktion ja nur...



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