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Bloodstained angespielt: Castlevania mit neuem Namen

Im Hintergrund dudelt Orgelmusik, im Vordergrund kämpft eine Heldin gegen düster-alptraumhafte Gegner: Das Actionspiel Bloodstained wirkt wie ein neues Castlevania - kein Wunder, hinter dem Projekt steht Serienaltmeister Koji Igarashi.

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Artwork von Bloodstained
Artwork von Bloodstained (Bild: 505 Games)

Es dauert ungefähr null Sekunden, bis wir beim Anspielen von Bloodstained mit der Steuerung und den Spielmechaniken vertraut sind. Das hat eine simple Ursache: Das Mitte 2015 über Kickstarter mit mehr als 5,5 Millionen US-Dollar finanzierte Actionspiel ist das neue Werk des japanischen Entwicklers Koji Igarashi. Und der produziert mit Bloodstained offensichtlich erneut genau das, was ihn berühmt gemacht hat und wofür ihn die Fans lieben: ein Castlevania - nur eben mit neuem Namen.

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Auch sonst sind ein paar Details anders als in der legendären Serie: Statt mit Helden wie Alucard aus Symphony of the Night springen wir mit der Hauptfigur Miriam durch eine Welt, auch der Grafikstil mit seiner ganz eigenen Mischung aus düsteren und erstaunlich bunten Elementen erinnert an Castlevania. Kleine Einschränkung, was die Schlussfolgerungen für das fertige Spiel angeht: Der für uns beim Publisher 505 Games zugängliche Abschnitt war nur knapp eine halbe Stunde lang, und er basiert auf einer schon ein paar Monate alten Entwicklerversion.

Spaß hat das trotzdem gemacht. Mit Miriam hüpfen wir mehrere Stockwerke eines Schlosses empor und kämpfen dabei gegen unterschiedliche Gegner, die von allen Seiten angreifen. Richtig ist dabei zwar nicht zu erkennen, was für Monster uns attackieren, aber irgendwie fies sehen sie schon aus - im Verlauf des Levels werden sie übrigens schnell größer und kräftiger.

Wir greifen mit einer Peitsche an, dazu kommen noch Schwerter und ähnliche Waffen. Alle paar Minuten stolpern wir außerdem über Shards, also Kristalle, und bekommen so immer mehr Spezialfähigkeiten. So können wir auf Knopfdruck durch die Hände von Miriam mit Feuerbällen schießen oder einen Dämonenhund namens Gieremund beschwören, der über die Plattformen tobt und die Gegner aus dem Weg kegelt.

Die Bedienung wirkt bereits in dem sehr frühen Code völlig ausgereift. Das Erreichen von etwas weiter entfernten oder hohen Plattformen erfordert Timing und Präzision, ist unterm Strich aber fair. Die Grafik basiert auf der Unreal Engine 4, sie wirkt stimmig und zweckmäßig. Miriam und die Monster agieren als Cartoon-Figuren vor räumlich wirkenden, aber letztlich zweidimensionalen Umgebungen.

Bloodstained soll noch vor Ende 2018 für Windows-PC, MacOS und Linux sowie für die Playstation 4, die Nintendo Switch und die Xbox One erscheinen; bei einem externen Studio entsteht außerdem eine Version für die PS Vita.

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