Blog-Software: Gravierender Fehler in Wordpress Auto-Update gefunden

Weil der zentrale Update-Server von Wordpress unsichere Hashfunktionen zulässt, hätten Angreifer Code ausführen und massenhaft Wordpress-Installationen angreifen können. Die Sicherheitslücke wurde mittlerweile geschlossen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Wordpress-Logo.
Das Wordpress-Logo. (Bild: Wordpress)

Die Wordpress-Entwickler haben eine kritische Schwachstelle im Update-Server des Unternehmens geschlossen. Angreifer hätten eine schwache Hashfunktion ausnutzen können, die eigentlich sicherstellen sollte, dass verifizierte Entwickler Änderungen von der Programmierplattform Github einspielen, wie die Sicherheitsfirma Wordfence schreibt.

Stellenmarkt
  1. Systemmanager (m/w/d) SAP BW
    Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
  2. Referent Digitale Produkte & Services (m/w/d)
    Brückner Servtec GmbH, Siegsdorf
Detailsuche

Kritische Komponenten von Wordpress-Blogs werden seit der Version 3.7 automatisch eingespielt, um die Sicherheit zu verbessern. Wenn die Sicherheit des zentralen Update-Mechanismus ausgehebelt wird, kann das aber zum Problem werden.

Das Problem liegt konkret im Server unter der Adresse api.wordpress.org. Mit diesem Server nehmen Wordpress-Installationen etwa ein Mal die Stunde Kontakt auf, um zu prüfen, ob Updates vorliegen. Wenn ein Update notwendig ist, stellt der Server den Clients einen Link zur Verfügung, unter dem das Update abgerufen werden kann - bei den Core-Komponenten geschieht das automatisch.

Keine Signaturprüfung für Updates

Problematisch ist das, weil die Wordpress-Installationen allen Informationen vertrauen, die der Server sendet. Eine Überprüfung der angebotenen Software mittels Signaturen findet also nicht statt.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.02.2023, virtuell
  2. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Schwachstelle, die Angreifer ausnutzen konnten, lag in der Verbindung zwischen dem Update-Server und Github. Von dort können die Wordpress-Entwickler Änderungen am Code über einen Github Webhook auf den Server pushen. Bei Webhook handelt es sich um ein PHP-Skript, das die eigentliche Sicherheitslücke enthält, die die Ausführung von Code aus der Ferne ermöglicht.

Github sendet ein Paket mit JSON-Daten an den Webhook, außerdem wird der Nachricht ein "geteiltes Geheimnis" hinzugefügt, daraus wird dann per SHA-1 ein Hashwert errechnet. Api.wordpress.com nimmt dann die Daten entgegen, vergleicht die Hashwerte und spielt die Updates ein, wenn die Werte übereinstimmen.

Wordpress hatte die Funktion jedoch so implementiert, dass vom Sender auch ein anderer Hashing-Algorithmus genutzt werden kann. Die Sicherheitsforscher nutzten einen kryptographisch unsicheren Hashing-Algorithmus, der eigentlich nur zur Berechnung von Checksummen genutzt wird, um Anfragen zu stellen. Auf diese Weise gelang es ihnen, per Brute-Force-Angriff an das "geteilte Geheimnis" zu kommen. Um einen solchen Angriff erfolgreich durchzuführen, müssten etwa 100.000 bis 400.000 Anfragen mit zufälligen Schlüsseln gesendet werden.

Wordpress hat die Sicherheitslücke bereits Anfang September, wenige Tage nach der Meldung durch Wordfence, geschlossen. Eine Überprüfung der ausgelieferten Updates findet aber nach wie vor nicht statt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


My1 24. Nov 2016

naja wenn man auf biegen und brechen support mit uralten und unsicheren versionen setzt...

nachgefragt 24. Nov 2016

das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. wenn man mit bedacht eine nicht mehr...

My1 24. Nov 2016

dem stimme ich zu. man muss nicht alles auf zwang mit nicht mehr supporteten versionen...

[gelöscht] 24. Nov 2016



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
Im Winter hat der ID.3 fast 30 Prozent weniger Reichweite

Der Verbrauch bei einem Elektroauto von VW schwankt über das Jahr ordentlich. Anders beim Verbrenner. Doch dessen Verbrauch ist ungleich höher.

Elektromobilität: Im Winter hat der ID.3 fast 30 Prozent weniger Reichweite
Artikel
  1. Digitale Dienste und Märkte: Wie DSA und DMA umgesetzt werden
    Digitale Dienste und Märkte
    Wie DSA und DMA umgesetzt werden

    Die Verordnungen über digitale Dienste und Märkte sind inzwischen in Kraft getreten. An ihrer Umsetzung können Interessenvertreter sich noch beteiligen.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Fit werden für die Cloud - zum halben Preis!
     
    Fit werden für die Cloud - zum halben Preis!

    Ohne Clouddienste geht heute in vielen Unternehmen nicht mehr viel. Die Golem Karrierewelt liefert unverzichtbares Cloud-Know-how mit 50 Prozent Black-Week-Rabatt.
    Sponsored Post von Golem Karrierewelt

  3. Cosmoteer im Test: Factorio im Weltraum
    Cosmoteer im Test
    Factorio im Weltraum

    Eine einzige Person hat über viele Jahre die Sandbox Cosmoteer entwickelt. Dort bauen wir Raumschiffe und kämpfen im All. Achtung, Suchtpotenzial!
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday bei Mindfactory, MediaMarkt & Saturn • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • WD_BLACK SN850 1TB 129€ • GIGABYTE Z690 AORUS ELITE 179€ • SanDisk SSD Plus 1TB 59€ • Crucial P3 Plus 1TB 81,99 • Mindfactory: XFX Speedster ZERO RX 6900 XT RGB EKWB Waterblock LE 809€ [Werbung]
    •  /