• IT-Karriere:
  • Services:

Blockchain-Startup: Firma von Mobilcom-Gründer Schmid schon wieder insolvent

Der einstige Milliardär Gerhard Schmid ist mit seinem Startup Baas Business gescheitert. Seine einstige Firma Mobilcom ersteigerte im Sommer 2000 für 8,5 Milliarden Euro eine UMTS-Lizenz.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Insolvenzverwalter sucht Käufer für die teilweise fertiggestellte Technologie.
Der Insolvenzverwalter sucht Käufer für die teilweise fertiggestellte Technologie. (Bild: Pixabay)

Nach einem Jahr ist der unternehmerische Neustart des Mobilcom-Gründers Gerhard Schmid wieder vorbei. Sein Startup Baas Business ist insolvent. Wie das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet, musste der 67-Jährige kürzlich einen Insolvenzantrag stellen. Schmid beendet damit seine Pläne, eine Art Appstore für die Blockchain aufzubauen.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. Landratsamt Lindau, Lindau am Bodensee

Laut Schmid basiert seine Plattform auf der Ethereum-Blockchain, weil es dafür die meisten Entwickler am Markt gibt. Zum Geschäftsmodell sagte er der Wirtschaftswoche im Februar 2019: "Wir sind ein Plattform-Anbieter, vergleichbar mit einem App-Store von Apple oder Google. Drittanbieter können ihre Blockchain-Anwendungen auf unserer Plattform einstellen. Das müssen Software-Spezialisten sein, die sich in bestimmten Branchen auskennen." Geld sollte verdient werden, indem für die Nutzung der Plattform Gebühren erhoben werden.

Schmid hatte sich im Herbst 2018 erneut als Unternehmer versucht. Dafür setzte er auf den Hype um die Blockchain-Technologie. Für seine Firma wollte er bis 2023 laut einer Präsentation 78 Millionen Euro einsammeln. Der Plan geriet jedoch bald ins Stocken. Schon im Frühjahr 2019 soll die Firma Mitglieder des kleinen Entwicklerteams nicht mehr bezahlt haben, berichten mehrere ehemalige Beschäftigte. Einer hat vor dem Hamburger Landgericht ein Urteil gegen das Startup erwirkt.

Im Oktober war klar, dass es nicht gelingen würde, ein Geschäft aufzubauen. Er habe es nicht geschafft, eine Anschlussfinanzierung einzuwerben, teilte Schmid mit. Der Insolvenzverwalter sucht nun Käufer für die teilweise fertiggestellte Technologie.

Mobilcom-Debitel wurde 1991 von Gerhard Schmid gegründet und begann als Mobilfunk-Service-Provider mit Sitz in Schleswig. Schmid gehörte in der Zeit der Internet-Spekulationsblase von 1999 bis 2000 zu den deutschen Milliardären. Seine Firma Mobilcom ersteigerte im Sommer 2000 für 8,5 Milliarden Euro eine UMTS-Lizenz. Nach einer Privatinsolvenz im Jahr 2003 arbeitete Schmid für die Bonus Strom seiner Ehefrau Sybille Schmid-Sindram.

Schmid wurde im Januar 2009 vom Landgericht Kiel zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Die Anklage hatte vertreten, dass Schmid im Jahr 2002 in drei Fällen Geld beiseitegeschafft hat, um es vor dem Zugriff der Gläubiger zu retten. Die Landesbank Sachsen hatte Schmid zuvor einen Kredit über 100 Millionen Euro gekündigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Total War Promo: Warhammer 2 für 16,99€, Three Kingdoms für 37,99€, Attila für 11...
  2. 72,90€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. NZXT gläsernes Tower-Gehäuse für 99,90€, Lenovo Thinkpad T440, generalüberholt...
  4. (u. a. Nomis, Escape Plan 2, Anon, The Boy, Der unsichtbare Gast, The Punisher - Uncut)

asa (Golem.de) 18. Dez 2019

Das Bild ist geändert.

monkeybusyness 18. Dez 2019

Das Artikel-Bild zeigte eine Mobilcom-Debitel-Filiale und wurde bereiots ausgetauscht. In...

Symposium 18. Dez 2019

Danke für die Aktualisierung, da lag ich mit meiner Vermutung ja genau richtig. ERC-20...

gaym0r 18. Dez 2019

Die, die er vorher geschaffen hat? Bitte? Beschäftige dich mit ihm. Es ging mit ihm...

Eheran 18. Dez 2019

This.


Folgen Sie uns
       


Magenta-TV-Stick der Deutschen Telekom - Test

Der Magenta-TV-Stick befindet sich noch im Betatest, so dass einige Funktionen noch fehlen und später nachgereicht werden. Der Stick läuft mit einer angepassten Version von Android TV. Bei Magenta TV selbst sehen wir noch viel Verbesserungsbedarf.

Magenta-TV-Stick der Deutschen Telekom - Test Video aufrufen
Dreams im Test: Bastelwastel im Traumiversum
Dreams im Test
Bastelwastel im Traumiversum

Bereits mit Little Big Planet hat das Entwicklerstudio Media Molecule eine Kombination aus Spiel und Editor produziert, nun geht es mit Dreams noch ein paar Schritte weiter. Mit dem PS4-Titel muss man sich fast schon anstrengen, um nicht schöne Eigenkreationen zu erträumen.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Ausdiskutiert Sony schließt das Playstation-Forum
  2. Sony Absatz der Playstation 4 geht weiter zurück
  3. PS4-Rücktasten-Ansatzstück im Test Tuning für den Dualshock 4

Energie: Dieses Blatt soll es wenden
Energie
Dieses Blatt soll es wenden

Schon lange versuchen Forscher, die Funktionsweise von Blättern nachzuahmen. Nun soll es endlich gelingen - und um Längen effizienter sein als andere Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
  2. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  3. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Workflows: Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht
Workflows
Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht

Die Digitalisierung von Prozessen scheitert selten an der Technik. Oft ist es Unwissenheit über wichtige Grundregeln, die Projekte nach hinten losgehen lässt - ein wichtiges Change-Modell hilft dagegen.
Ein Erfahrungsbericht von Markus Kammermeier

  1. Digitalisierung Aber das Faxgerät muss bleiben!
  2. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  3. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"

    •  /