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Gekommen, um zu bleiben

Krypto-Gaming ist nicht nur ein kurzlebiges, vorübergehendes Phänomen - dafür spricht das zunehmende Engagement großer Spielefirmen. So entwickelt Microsoft derzeit eine Blockchain-basierte Methode, um Geld an die Xbox-Publisher auszuzahlen. Atari hat derweil Pläne für zwei Kryptowährungen publik gemacht: Atari Token und Pong sollen allerdings im Gambling-Geschäft der japanischen Firma zum Einsatz kommen. Aufsehen erregte auch der bekannte Entwickler Brian Fargo (The Bard's Tale, Wasteland), der mit der Blockchain-Plattform Robot Cache sogar Steam Konkurrenz machen will.

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Spieler sollen Download-Games "gebraucht" auf der Plattform weiterverkaufen können: Sie erhalten dabei 25 Prozent des Resale-Preises, die Publisher beziehungsweise Entwickler 70 Prozent und Robot Cache als Vermittler 5 Prozent. Die Besonderheit: Verkäufer erhalten keine US-Dollar, sondern Iron, eine Kryptowährung auf ERC-20-Basis; gleichzeitig können sie Iron auch auf Robot Cache schürfen. Laut Fargo soll Blockchain im digitalen Spielehandel nicht nur weitgehend den Mittelsmann ersetzen - sondern auch das oft lästige Digital Rights Management.

Die Möglichkeiten der Blockchain lassen immer mehr neue Anbieter entstehen. Der ukrainische Unternehmer Vlad Panchenko etwa hat die Plattform DMarket gegründet, auf der Spieler mit Character-Skins handeln können - und dafür auch gleich eine eigene Währung namens DMT etabliert. Für DMarket hat die Blockchain mehrere Funktionen, wie Panchenko Golem.de im Interview erklärt hat: Zum einen würden die Transaktionskosten verringert, die Transaktionen würden schneller und sicherer. Zum anderen verhindere die Krypto-Technologie Betrügereien mit den Skins.

Panchenko ist der Meinung, dass die Blockchain-Revolution nicht aufzuhalten ist. Ihm schwebt eine "Staatsbürgerschaft für die Gaming-Welt" vor: Nutzer hätten dann mit einem einzigen Profil Zugang zu allen Spielewelten, sämtliche Aktionen und Transaktionen würden in der Blockchain gespeichert.

Natürlich weiß auch Panchenko, dass das nicht einfach zu bewerkstelligen sein wird. Denn es liegt ja keineswegs im Interesse der großen Spielefirmen, einen übergreifenden Markt zu schaffen. Lieber pflegen sie ihre abgeschirmten Bereiche, in denen die Spieler Geld ausgeben, anstatt mit Sack und Item-Pack zum nächsten Anbieter weiterzuziehen. Solange es auch unter den Plattformen Quasi-Monopolisten wie Steam gibt, dürfte ein freier Markt nur sehr schwer durchzusetzen sein. Andererseits sollte man aber auch nicht die Dynamik der Blockchain-Bewegung unterschätzen: Vielleicht bleibt Anbietern irgendwann gar nichts mehr anderes übrig, als sich für smarte Verträge in der Blockchain zu öffnen.

Halten wir also fest: Blockchain-Technologie dient in Spielen nicht nur zur Katzenzucht und zum Handel mit einzigartigen Items - sondern auch dazu, Zahlungen zwischen Firmen abzuwickeln oder Gebraucht-Games zu handeln. Doch das sind längst nicht alle Anwendungsmöglichkeiten. Welche es noch gibt, beschreiben wir in Teil 2 unserer Krypto-Gaming-Serie.

 Gute Krypto-Games brauchen bessere Technik
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shokked 10. Okt 2018

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neokawasaki 02. Okt 2018

Zeigt ganz gut die Möglichkeiten auf, aber wird die notorischen Nörgler und...

neokawasaki 02. Okt 2018

Nur solange er nicht gehackt ist und die Leute dem Serverbesitzer trauen, denn der hat...

Salzbretzel 01. Okt 2018

Die Zukunft für vieles. Aber viele Ansätze im DotCom Börsenfieber hatten die...


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