Datenmanipulation (fast) ausgeschlossen

Damit ein Block gültig wird, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Alle Bitcoin-Clients teilen sich das sogenannte Target, eine 256 bit lange Nummer. Der Hash eines neuen Blocks muss dem Target entsprechen oder kleiner sein als das Target. Das macht die Berechnung der Blocks zu einem Glücksspiel: Ist der Hash gleich oder kleiner als das Target, kann der Block gültig werden. Falls nicht, ändern die berechnenden Knoten einen Wert im sogenannten Nonce, einem speziellen, 32 bit großen Feld, und errechnen den Hash-Wert erneut. Durch die Änderung ist der Wert komplett neu, sobald er berechnet ist, wird wieder mit dem Target verglichen.

Stellenmarkt
  1. Software Entwickler (m/w/d)
    Rieter Ingolstadt GmbH, Ingolstadt
  2. Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration zur IT-Administration an den landkreiseigenen ... (m/w/d)
    Landratsamt Schweinfurt, Schweinfurt
Detailsuche

Erfüllt der neue Block nun die Vorgaben, was auch als Proof of Work bezeichnet wird, wird er Teil der Blockchain, und die Berechnung des nächsten Blocks beginnt. Es gilt dabei: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Sollten mehrere Blöcke die gleichen Transaktionen bestätigen, werden die anderen verworfen und die Validatoren gehen leer aus. Warum tut man sich also die Kosten für diesen Rechenaufwand an? Ganz einfach: Derjenige, der den Block berechnet, erhält aktuell 25 Bitcoins für seine Mühen; diese Belohnung wird alle 210.000 Blocks halbiert. Als dieser Artikel geschrieben wurde, entsprach das einem Gegenwert von 5.332,10 Euro.

  • Die Anzahl an verworfenen Blocks kann mehrere Tausend betragen. (Screenshot: Golem.de)
Die Anzahl an verworfenen Blocks kann mehrere Tausend betragen. (Screenshot: Golem.de)

Aus den Blocks entsteht die Transaktionsdatenbank der Kryptowährung. Da jeder Block nach der Berechnung nicht mehr veränderbar ist, wird jede Überweisung, jede Umbuchung festgeschrieben - wie in einer großen Excel-Datei, in der aber nur neue Einträge erstellt, keine älteren gelöscht werden können.

Blockchain ist transparent

Anders als im klassischen Banksystem sind diese Daten aber nicht unter Verschluss, sondern werden transparent an alle Knoten, also Endpunkte im Blockchain-Netzwerk, verteilt. Das hat den großen Vorteil, dass es (fast) unmöglich ist, dass eine Partei die Daten verändert. Denn da jeder nachfolgende Block der Hash-Wert des vorherigen Blocks ist, müsste die komplette darauf basierende Kette ebenfalls neu berechnet werden - das ist ohne einen riesigen Aufwand an Rechenleistung kaum machbar - der Angreifer müsste nicht nur alle vorangegangenen Blocks neu berechnen, sondern auch konkurrierenden Validatoren zeitlich zuvorkommen.

Golem Karrierewelt
  1. Certified Network Defender (CND): virtueller Fünf-Tage-Workshop
    17.-21.10.2022, Virtuell
  2. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Neben der unveränderlichen Struktur ist die Transparenz einer der großen Vorteile: Über die Blockchain lassen sich Transaktionen nachvollziehen. Bei Blockchain.info kann beispielsweise jeder sehen, welche Bitcoin-Transaktionen durchgeführt werden. Anders als oft behauptet, ist Bitcoin also nicht komplett anonym, im Gegenteil. Der Weg einer Überweisung lässt sich von jedermann einsehen - nur die Nutzer hinter den Accounts sind anonymisiert. Sobald ein Nutzer bekannt ist, lassen sich seine Transaktionen im Netzwerk finden. Einen besonders guten Einblick, wie sichtbar die Transaktionen sind, gibt die Grafik The Bitcoin Big Bang.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Blockchain: Eine Technik zwischen Hype und WirklichkeitColored Coins, Sidechains und Altchains 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


btswolf 08. Jan 2016

Hier wurde nur auf die Blockchain Variante von Bitcoin eingegangen. Besonders im Bereich...

btswolf 08. Jan 2016

Die Masse an DAUs muss es auch nicht verstehen so wie die breite Masse auch das aktuelle...

_biO_ 08. Okt 2015

Möglichkeiten existieren viele und Willy/MtGox Manipulation ist eine davon. Ändert aber...

DrWatson 06. Okt 2015

Ziemlich sinnloser Artikel. Sinnvolle Fragen wären: Wieviele Transaktionen schafft das...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloudgaming
Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
Eine Analyse von Daniel Ziegener

Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
Artikel
  1. Tiktok-Video: Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job
    Tiktok-Video
    Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job

    Er befummle von Berufs wegen großbrüstige Frauen, hatte ein Apple Vice President bei Tiktok gewitzelt. Das kostete ihn den Job.

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Vantage Towers: 1&1 Mobilfunk gibt Vodafone die Schuld an spätem Start
    Vantage Towers
    1&1 Mobilfunk gibt Vodafone die Schuld an spätem Start

    Einige Wochen hat es gedauert, bis 1&1 Mobilfunk eine klare Schuldzuweisung gemacht hat. Doch Vantage Towers verteidigt seine Position im Gespräch mit Golem.de.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /