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Block 3: Europa streicht geplantes Update der Ariane-6-Rakete

Europa bremst bei der Ariane 6 die geplante Modernisierungen der Rakete.
/ Patrick Klapetz
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Illustration des europäischen Trägerrakete Ariane 6 (Bild: ESA / D. Ducros)
Illustration des europäischen Trägerrakete Ariane 6 Bild: ESA / D. Ducros

Die europäische Raumfahrtbehörde Esa hat bestätigt, dass die Modernisierung der europäischen Trägerrakete Ariane 6 gestrichen wurde. Das berichtete die Nachrichtenplattform European Spaceflight(öffnet im neuen Fenster) am 20. August 2026. Das Block-3-Update hätte die Nutzlastkapazität von derzeit circa 20 Tonnen auf bis zu 25 Tonnen für den Transport in den niedrigen Erdorbit erhöht. Ein Schlüsselelement der Block-3-Entwicklung der Ariane 6 war die leichte Icarus-Oberstufe, die Kohlenstoffverbundstrukturen verwendet hätte.

Die Streichung dieser Weiterentwicklung wird Auswirkungen auf einige wissenschaftliche Missionen der Esa haben, darunter eine Raumsonde zur Erforschung des Saturnmondes Enceladus. Genaue Gründe für die Streichung des Oberstufenupdates sind nicht bekannt.

Subventionen und Konkurrenzfähigkeit

Wie die österreichische Zeitung Der Standard berichtet(öffnet im neuen Fenster), investierte Europa ungefähr 3,6 Milliarden Euro in die Entwicklung der Ariane-6-Rakete und ihres Startplatzes in Französisch-Guayana. Zudem wird jeder Start weiterhin mit 32 bis 38 Millionen Euro pro Flug subventioniert.

Über die genauen Launchkosten schweigt der Startanbieter Arianespace – wie bereits bei der mittlerweile stillgelegten Vorgängerrakete Ariane 5. Das englischsprachige Nachrichtenmagazin Ars Technica schätzt(öffnet im neuen Fenster) die Startkosten auf 80 bis 100 Millionen Euro pro Launch.

Seit ihrem Debüt vor etwa zwei Jahren hat die europäische Ariane-6-Rakete acht Missionen erfolgreich gestartet. Derzeit werden bis zu zehn Raketenstarts pro Jahr angestrebt, wobei der Ausbau der Startkapazität auf 12, 15 oder sogar 20 Starts pro Jahr geprüft wird.

Dafür müssen jedoch mehr Ariane-Raketen gebaut werden, da es sich hierbei nicht um wiederverwendbare, sondern um Einwegraketen handelt. Dafür braucht es wiederum Investitionen in neue Fabriken und verbesserte Infrastruktur, über die die europäischen Minister noch entscheiden müssen. Ob die Ariane 6 dadurch wirklich konkurrenzfähig wird, ist zu bezweifeln, da sowohl die USA als auch China massiv auf wiederverwendbare Raketentechnologien setzen.


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