Abo
  • IT-Karriere:

Blizzard: Wasserzeichen in World-of-Warcraft-Screenshots

Die Account-ID sowie Angaben zur Zeit und dem Server versteckt Blizzard möglicherweise seit Jahren verschlüsselt in Screenshots, die Spieler selbst in World of Warcraft aufnehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
World of Warcraft
World of Warcraft (Bild: Blizzard)

Es ist nicht ganz einfach, die mutmaßlichen Wasserzeichen in selbst aufgenommenen Screenshots von World of Warcraft sichtbar zu machen. Aber wer ein Foto von einer Stelle mit wenigen störenden Texturen aufnimmt und es anschließend in seinem Bildbearbeitungsprogramm mehrmals extrem stark schärft, kann ein paar an QR-Codes erinnernde Streifen sehen; im Versuch bei Golem.de half es außerdem, das Bild in Schwarz-Weiß umzuwandeln - nötig ist dies allerdings nicht.

  • Von Golem.de markierter Teil eines mutmaßlichen Wasserzeichens
  • Die mutmaßlichen Wasserzeichen-Streifen sind über das ganze Bild verteilt; es wurde mehrfach stark "verschärft" und in Schwarz-Weiß umgewandelt.
  • Die unbearbeitete Originaldatei, heute aufgenommen in World of Warcraft
Von Golem.de markierter Teil eines mutmaßlichen Wasserzeichens
Stellenmarkt
  1. JOB AG Industrial Service GmbH, Berlin (Home-Office)
  2. Wilhelm Layher GmbH & Co. KG, Güglingen

Spieler haben nun nach einer längeren Diskussion im Owned-Core-Forum herausgefunden, dass Blizzard mit dem Wasserzeichen offenbar Angaben zur Account-ID, einen Zeitstempel und die IP des Servers verschlüsselt gespeichert hat.

Auch ohne Programmierkenntnisse lässt sich eines überprüfen: Wer die gleiche Szene mehrmals innerhalb einer Minute (entscheidend ist die Serveruhr) aufnimmt, stellt keine Änderung an der Datei fest - der Zeitstempel verwendet nur Stunden und Minuten, aber keine Sekunden. Wer entsprechend länger wartet, findet eine minimale Änderung.

Die Wasserzeichen scheinen nur in den Screenshot-Qualitätsstufen eins bis neun aufzutauchen, in denen World of Warcraft das JPEG-Format verwendet; neun ist Standard. Wer manuell die Qualitätsstufe zehn einstellt, bekommt eine TGA-Datei, die nach aktuellem Erkenntnisstand keine verschlüsselten Informationen enthält. Es wird gemutmaßt, dass Blizzard gehofft haben könnte, dass das Wasserzeichen in den mehr oder weniger stark komprimierten JPEG-Bildern nicht zu entdecken ist.

In dem Forum wird der Verdacht geäußert, dass Blizzard für die Wasserzeichen ein Verfahren des US-Unternehmens Digimarc verwendet; Belege dafür liegen allerdings nicht vor. Keine der betroffenen Firmen hat sich bislang zu dem Thema geäußert.

Der Unmut im Forum über die Wasserzeichen ist groß - die Spieler fühlen sich von Blizzard überwacht und sind sauer, nicht informiert worden zu sein. Immerhin scheinen die verschlüsselten Informationen schon seit mehreren Jahren zum Einsatz in World of Warcraft zu kommen. Blizzard könnte sie unter anderem zur Überführung von Cheatern, im Kampf gegen Exploits und gegen privat betriebene Server verwenden.

Hacker können mit den Daten auf den ersten Blick wenig anfangen, schließlich scheinen keine persönlichen Daten, Kontoinformationen oder gar Passwörter hinterlegt zu sein. Allerdings entsprechen derartige Verfahren nicht gerade dem Grundsatz der Datensparsamkeit.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. GTA 5 12,49€, GTA Online Cash Card 1,79€)
  2. (aktuell u. a. Dell-Notebook 519€, Dell USB-DVD-Brenner 34,99€)
  3. 88,00€
  4. 107,00€ (Bestpreis!)

ÖsiMadl 14. Sep 2012

Ja, gut zu wissen.. irgendeine Verwednung wird Blizzard dafür mit Sicherheit haben, sonst...

Endwickler 14. Sep 2012

Wenn man eine grüne Fläche will, muss man doch nicht extra ein Spiel starten oder? Gibt...

Nolan ra Sinjaria 13. Sep 2012

ja Alt+Y kenn ich auch noch Es ging demVorposter ja darum, dass es jemand zuällig...

wronny 12. Sep 2012

Aktuell ist weder auf Screenshots via Fraps noch auf den Daten in der Zwischenablage das...

thewayne 12. Sep 2012

Das war auch mein erster Gedanke. Aber die Bilder werden auf eBay ja nochmal verkleinert...


Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

    •  /