Blizzard: Twitch kauft Übertragungsrechte an Overwatch League

Zwei Jahre lang sind die Spiele der Overwatch League bei Blizzard selbst und sonst nur bei Twitch zu sehen. Der zu Amazon gehörende Streaminganbieter wagt damit eine Millionenwette mit ungewissem Ausgang auf den Erfolg der neu startenden Liga.

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Alle Spiele der Overwatch League sind nur auf Twitch zu sehen.
Alle Spiele der Overwatch League sind nur auf Twitch zu sehen. (Bild: Blizzard)

Mindestens 90 Millionen US-Dollar bezahlt Twitch nach Informationen der US-Seite Sportsbusinessdaily.com für die Übertragungsrechte an der Overwatch League, die am 10. Januar 2018 (in Mitteleuropa: 11. Januar, 1 Uhr nachts) offiziell an den Start geht. Der zu Amazon gehörende Streamingdienst darf zwei Jahr lang weltweit - bis auf China - alle Partien zwischen den E-Sport-Profis live übertragen. Davon abgesehen wird ein Teil der Spiele lediglich über einige der zu Blizzard selbst gehörenden Portale gezeigt, etwa über MLG.com (Major League Gaming).

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Einen Teil der Kosten für die Übertragungsrechte will Twitch wieder mit Werbung einspielen, einen Teil mit dem Verkauf virtueller Merchandisingartikel. Auf Twitch ist das ja schon länger üblich, etwa mit kostenpflichtigen Emotes für Influencer.

Der Streamingdienst geht mit der hohen Summe aber durchaus ein Risiko ein, denn die Overwatch League dürfte kein Selbstläufer werden. Das Spiel selbst ist zwar mit über 35 Millionen Spielern weltweit sehr erfolgreich. Im Bereich des E-Sport tritt die Liga League aber neu gegen starke Konkurrenz an.

Das Konzept setzt weniger auf berühmte Spieler und Teams mit bekannten Markennamen. Stattdessen kämpfen Städteteams gegeneinander, was natürlich die Chance zur lokalen Identifikation bietet - sofern die Zielgruppe das überhaupt noch gut findet. Die Teams gehören reichen Einzelpersonen oder Firmen.

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So gehört das Team von New York dem Risikokapitalgeber Jeff Wilpon, der bereits das Baseballteam New York Mets sein Eigen nennt. Die professionellen E-Sportler in Seoul kämpfen für Kevin Chou, einen der Gründer des kanadischen Mobile-Games-Herstellers Kabam. Eigentümer des Teams in Boston ist der Papier- und Verpackungsmilliardär Robert Kraft, dem schon die American-Football-Mannschaft New England Patriots gehört.

Eigentlich sollte auch ein Team aus Deutschland in der Liga antreten, aber dafür fand sich offenbar kein ausreichend vermögender Investor. Das einzige Team aus Europa ist derzeit London Spitfire, das der nordamerikanischen E-Sport-Organisation Cloud 9 gehört.

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