Blizzard: Overwatch 2 und eine Überraschung für Hearthstone

Erst eine merkwürdige Entschuldigung, dann Diablo 4 und anschließend noch weitere Neuheiten: Blizzard hat Overwatch 2 sowie eine Erweiterung namens Shadowlands für World of Warcraft und einen ungewöhnlichen Spielmodus für Hearthstone vorgestellt.

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Artwork von Overwatch 2
Artwork von Overwatch 2 (Bild: Blizzard)

Unmittelbar vor der Präsentation neuer Produkte auf der Hausmesse Blizzcon 2019 im kalifornischen Anaheim hat sich Blizzard-Chef J. Allen Brack vor der Community entschuldigt - ohne genau zu sagen, wofür eigentlich. "Wir haben unsere Entscheidung zu schnell getroffen", sagte Brack vor dem Publikum. "Und um die Sache noch schlimmer zu machen, waren wir zu langsam, um mit euch zu sprechen."

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Den meisten Fans dürfte klar gewesen sein, dass Brack den von Fans ebenso wie von hochrangigen US-Politikern kritisierten Umgang mit dem E-Sportler Ng "Blitzchung" Wai Chung meinte.

Der auf Hearthstone spezialisierte Spieler hatte Anfang Oktober 2019 bei einem von Blizzard übertragenen Turnier vor laufender Kamera "Freiheit für Hongkong!" gerufen. Wegen dieser Meinungsäußerung war er von Blizzard erst für ein Jahr, später für ein halbes Jahr gesperrt worden. Auch sein Preisgeld sollte ihm ursprünglich nicht ausbezahlt werden.

Das alles erwähnte Brack mit keinem Wort, auch den Namen des Spielers nannte er nicht. Stattdessen gelobte der Firmenchef, "es besser zu machen" - ohne irgendwie konkret zu werden. Vermutlich geht es ihm aus wirtschaftlichen Gründen darum zu vermeiden, dass Blizzard in Konflikt mit der Politik von China gerät.

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In der anschließenden Präsentation zeigte Blizzard zuerst Diablo 4 und ganz zum Schluss dann Overwatch 2. Das Actionspiel soll unter anderem handlungsbasierte Missionen bieten, in denen vier Spieler gemeinsam gegen die Roboterarmee Null Sector kämpfen. Das ganze findet an sehr cartoonhaft dargestellten Orten wie Paris, Toronto, Rio den Janeiro und der Route 66 statt.

Die Grafik soll gegenüber dem Serienerstling sichtbar verbessert werden, unter anderem mit Schatten und wesentlich detailreicheren Helden. Diese sollen aus dem ersten Teil übernommen werden, ebenso wie die Maps. Allerdings soll es auch mindestens einen neuen Helden geben sowie weitere Karten und einen zusätzlichen Spielmodus namens Push. Das Spiel soll für Playstation 4, Xbox One, Windows-PC und Nintendo Switch auf den Markt kommen. Zum anvisierten Erscheinungstermin hat sich Blizzard noch nicht geäußert.

Außerdem kündigte Blizzard die achte Erweiterung für World of Warcraft an. Sie trägt den Titel Shadowlands. Spieler können also erstmals die Schattenlande betreten, das Reich der Untoten, und dort in fünf Zonen auf die Jagd nach Erfahrungspunkten und Loot gehen. Es soll unter anderem ein neues System für Stufenaufstiege geben sowie Verbesserungen bei der Individualisierung des Charakters - Details dazu folgen aber erst später. Informationen zum Erscheinungstermin liegen nicht vor.

Für Heartstone stellte Blizzard die Erweiterung Descent of Dragons mit 135 neuen Sammelkarten vor, die am 10. Dezember 2019 auf den Markt kommen soll. Interessanter ist allerdings ein Add-on namens Battlegrounds (in Deutschland: Schlachtfelder), mit dem Heartstone zum Auto-Battler wird - also etwas ähnliches wie Dota Underlords von Valve und Teamfight Tactics (League of Legends).

In Battlegrounds wetteifern acht Spieler um den Sieg, indem sie ihre Auswahl aus 24 Helden auf dem Spielfeld platzieren, damit diese die Kämpfe unter sich ausmachen. Die alleine lauffähige Erweiterung soll vom 5. bis 11. November 2019 im Early Access spielbar sein, bereits am 12. November 2019 folgt laut Blizzard die Beta.

Anders als von Teilen der Community erwartet, kündigte Blizzard auf der Blizzcon 2019 kein Remake von Diablo 2 an. Auch zu dem Mobile Game Diablo Immortal fiel auf der Eröffnungsveranstaltung kein Wort.

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