Blizzard: Massive Änderungen sollen Diablo 4 retten

Mehr Endgame, Beute und besseres Inventarmanagement: Blizzard ändert so viel an Diablo 4, dass es dafür vier Stunden Livestream braucht.

Artikel veröffentlicht am ,
Diablo 4 bringt neuen Endgame-Content.
Diablo 4 bringt neuen Endgame-Content. (Bild: Blizzard)

Nach der ersten Saison haben sich viele Spieler von Diablo 4 abgewendet. Zu eintönig ist das Endgame für viele und die Spielinhalte ab Level 75 bis 80 werden schnell langweilig. Gegner lassen irgendwann keine lohnenswerte Beute mehr fallen und das Aufleveln bis auf Stufe 100 ist für die meisten unerreichbar. Blizzard will das mit der Saison 2: Saison des Blutes ändern. Die bringt nicht nur eine völlig neue Mechanik mit sich, sondern auch essenzielle Balancing-Änderungen.

Um alle Änderungen zu erklären, hat Blizzard nun den ersten von zwei zweistündigen Livestreams durchgeführt. Das Team konzentrierte sich hier vor allem auf Änderungen an der Open World. Erfreulich: Es soll wesentlich angenehmer sein, mit dem Pferd durch Sanktuario zu galoppieren. Die Grundgeschwindigkeit im Trab wird um 15 Prozent erhöht, während Spieler ihr Ross öfter anspornen können. Die Abklingzeit für Galopp wurde um 50 Prozent verringert. Außerdem sollen Pferde besser durch Barrieren schlagen und sich leichter steuern lassen.

Diablo IV bekommt gerade bei höheren Weltenstufen ein diverseres Endgame spendiert. Waren Albtraum-Dungeons, in die wir uns nun übrigens direkt hinein statt nur vor den Eingang teleportieren können, bisher die einzige wirklich sinnvolle Endgame-Aktivität, sollen sich Helltides und Aufgaben für den Baum des Flüsterns mehr lohnen. Die lassen künftig immer stärkere Gegenstände mit höheren Stufen fallen.

Weniger nervige Dungeons

Aber auch Albtraum-Dungeons selbst werden angepasst: Hier sollen nicht mehr so viele für die meisten Spieler nervige Aufgaben erscheinen. Zudem sollen sich verbliebene Aufgaben mehr auf dem zentralen Weg zum jeweiligen Dungeonboss befinden. Generell sollen Dungeons sich so mehr auf das Töten der Monster und weniger auf das Befreien Gefangener oder das Tragen von Schlüsselsteinen konzentrieren.

In diversen Aktivitäten sammeln wir Handwerksmaterialien, die einen der neuen Überbosse beschwören können. Insgesamt fünf neue Bosse werden eingeführt. Grigoire, der galvanische Heilige, taucht in Helltides auf, während Spieler den aus der ersten Saison bekannten Varshan über den Baum des Flüsterns erreichen. In Albtraum-Dungeons finden wir die Bestie im Eis und Lord Zir ist ein neuer Weltboss.

Farmen von Über-Uniques

Ganz oben steht Duriel, der König der Maden. Besiegen wir diesen Dämon, dann gibt es eine wesentlich erhöhte Chance auf sogenannte Über-Uniques. Das sind Gegenstände, die aktuell so selten sind, dass Millionen Diablo-4-Spieler sie nie zu Gesicht bekommen haben. Sich auf Duriel-Farms zu konzentrieren, soll dies ändern. Generell sollen die neuen Bosse auch mehr normale Uniques fallen lassen, ohne die einige Klassenbuilds teils nicht richtig funktionieren.

Generell sollen Gegenstände in ihrem maximalen Itemlevel angepasst werden. Höherstufige Charaktere sollen dabei garantiert auch höherstufige Ausrüstung erhalten – bis zu einem Itemlevelmaximum von 920 Punkten. Bisher liegt diese Grenze bei ungefähr 820. Stärkere Gegenstände motivieren also, bis zur Charakterstufe 100 zu spielen. Die soll nun zudem insgesamt um etwa 40 Prozent schneller erreicht werden können.

Parallel dazu werden einige Vereinfachungen eingeführt. Gegenstände sollten ihre Statistiken und Affixe nun sortierter anzeigen. Außerdem können Spieler Items als Favoriten markieren. Das ist insofern sinnvoll, als die meisten Gegenstände im Endgame verkauft oder demontiert werden und nur wenige Items wirklich eine Verbesserung sind.

Zusätzlich dazu werden einige Gegenstände künftig automatisch in Handwerksmaterialien verwandelt, wenn sie fallengelassen werden. In Weltstufe 3 gilt das für alle Gegenstände, die nicht als heilig/sacred gelten. Auf Weltstufe 4 sind es alle Gegenstände, die nicht uralt/ancestral sind. Edelsteine werden zudem künftig als Handwerksmaterial realisiert. Sie nehmen also keinen Platz mehr im Inventar oder der Lagertruhe weg. Viele Orte bekommen zusätzliche Lagertruhen und Händler, damit Laufwege innerhalb der Städte kürzer werden.

Im zweiten Livestream, der am 10. Oktober folgt, will Blizzard sich auf weitere Änderungen konzentrieren. Es sollen viele der einzigartigen (Uniques) und legendären Gegenstände neu designt und ausbalanciert werden. All das soll Diablo 4 zu einem besseren Spiel machen – auch über die Saisonthemen hinaus.

Wir werden zum Vampir

Apropos Saisonthema: In Saison 2 jagen Spieler Vampire, um deren Kräfte zu stehlen. Dafür werden in der offenen Welt einzelne Regionen mit der Vampirplage befallen. Helden pilgern dort hin und besiegen die Schergen des Bösen. Diese Bluternten werden bereits ab Stufe 1 freigeschaltet und sind eine Quelle für spezielle Ressourcen. Die werden wiederum als stärkere Vampirkräfte für unsere Figur eingesetzt.

Diese Vampirkräfte sind enorm mächtig und können neue Klassenbuilds ermöglichen. Aus insgesamt 22 Kräften können fünf ausgewählt werden, die Fähigkeiten und Zauber verbessern. Die Vampirkräfte benötigen allerdings Pakte, die auf Rüstungsgegenständen ausgerollt werden. Es wird drei verschiedene Paktarten geben. Es ist also wichtig, bei Gegenständen auch auf ihre ausgerollten Pakte zu achten, um den eigenen Heldenbuild zu vervollständigen.

Die Saison des Blutes soll ab dem 17. Oktober 2023 starten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


judasvonbasketbill 07. Okt 2023

...die ich so wahrgenommen habe und auch von Insidern bestätigt worden. Ja, Diablo 4 wird...

Schibulski 06. Okt 2023

Alles klar, vielen Dank für eure Antworten!

mibbio 06. Okt 2023

Grinding Gear Games schafft es bei Path of Exile doch auch, sich regelmäßig Neues...

Karanok3 06. Okt 2023

Ah klar - also ist es trotz Versprechen und Vermarktung völlig in Ordnung das EINE Seite...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Gaming am Mac
Warum lässt du uns nicht spielen, Apple?

Wer zocken will, kauft sich besser keinen Mac: Apple ist hier seit Jahrzehnten im Hintertreffen. Schuld daran waren geringe Marktanteile und schwache Hardware - aber es gibt Hoffnung.
Von Christian Rentrop

25 Jahre Gaming am Mac: Warum lässt du uns nicht spielen, Apple?
Artikel
  1. Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
    Updates für GPT-3 und GPT-4
    GPT im Geschwindigkeitsrausch

    OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
    Von Fabian Deitelhoff

  2. Gesundheit: Achtsamkeit - alles Esoterik, oder was?
    Gesundheit
    Achtsamkeit - alles Esoterik, oder was?

    Achtsamkeitsmeditation verspricht mehr Gelassenheit und Zufriedenheit in Beruf und Alltag. Eine neue Superkraft? Und wie gelingt der Einstieg?
    Von Marc Favre

  3. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /