Blizzard: Hearthstone-Cheat-Tools verteilen Malware

Wer sich in Hearthstone durch Tools Vorteile verschaffen will, sollte vorsichtig sein. Denn einerseits blockt Blizzard Spieler, die cheaten. Und andererseits kommen einige Programme mit unerwünschter Zusatzsoftware: Malware, die die Webcam anschaltet und einen Keylogger aktiviert.

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Cheat-Tools mit unerwünschten Nebenwirkungen
Cheat-Tools mit unerwünschten Nebenwirkungen (Bild: Symantec)

Addons für Blizzards digitales Kartenspiel Hearthstone werden vom Hersteller nicht nur als illegale Cheat-Tools bezeichnet, viele verteilen obendrein noch Malware, wie die Sicherheitsfirma Symantec schreibt. Die Tools versprechen, dass Spieler mit ihrer Hilfe leichter und kostenfrei an die In-Game-Währungen Gold und Staub kommen. Diese können ansonsten für Geld erworben werden oder sie werden als Belohnung für erfolgreiche Quests und Kämpfe regulär ausgeschüttet.

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Entscheiden sich Nutzer für die Installation eines solchen Tools, sparen sie zwar unter Umständen kurzfristig Geld, sie können aber verschiedene Probleme bekommen. Werkzeuge wie das Hearthstone Hack Tool v 2.1 sind zum Beispiel mit der Malware Trojan.Coinbitclip infiziert. Diese Schadsoftware injiziert Bitcoin-Adressen in die Zwischenablage der Nutzer, um Transaktionen zu anderen Empfängern umzuleiten. Ein von Symantec analysiertes Sample hatte mehr als 10.000 voreingestellte Bitcoin-Adressen, um entsprechende Angriffe durchzuführen.

Ein Keylogger im Deck-Tracker

Eine andere Malware versteckt sich in sogenannten Deck-Tracking-Programmen. Mit diesen können Spieler Informationen über weitere Karten in ihrem Besitz anzeigen, die sie noch nicht ausgespielt haben, und sich so Vorteile verschaffen. Nach Angaben von Symantec wird diese Software auch beim Streaming von Hearthstone-Spielen genutzt und könnte daher für einige Nutzer legitim erscheinen. Es existieren jedoch auch hier trojanisierte Versionen, wie zum Beispiel die Malware Backdoor.Breut in der Datei "Hearthstone Deck Tracker". Diese Malware ist in der Lage, Tastatureingaben aufzuzeichnen, die Webcam zu aktivieren oder Passwörter zu kopieren.

Naturgemäß empfiehlt Symantec, aktuelle Virenscanner einzusetzen. Der beste Schutz ist jedoch wie immer der vorsichtige Einsatz von Software - aus vertrauenswürdigen Quellen.

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