Blizzard: Diablo 3 kriegt Rockstar und Blutgolem
Auf der Blizzcon im November 2016 hatte Blizzard(öffnet im neuen Fenster) den Necromancer für Diablo 3 angekündigt. Nun haben die Entwickler weitere Details über die sechste Klasse bekanntgegeben. "Sie soll die Ausstrahlung eines Rockstars haben und so ein bisschen über allem stehen" , erklärte uns Chefdesigner Travis Day bei einer Veranstaltung.
Einen konkreten Erscheinungstermin hat er noch nicht genannt. Vermutlich erscheint der wahlweise weibliche oder männliche Totenbeschwörer in der zweiten Hälfte 2017. Er wird als kostenpflichtiges Update zeitgleich für Diablo 3 auf Xbox One, Playstation 4 und Windows-PC verfügbar sein.
Der Necromancer kann wie der Hexendoktor eine Armee aus Begleitern beschwören, soll sich aber mit mehr eigenen Nahkampfangriffen und mehr direkter Kontrolle spürbar anders anfühlen. Bei der Präsentation hat Blizzard etwa eine lange, magische Todessense gezeigt, mit der sich Spieler durch die Feindeshorden schnetzeln können.

Dazu gesellte sich dann ein Blutgolem. Der Name soll nicht nur martialisch klingen, sondern auf eine Eigenschaft hinweisen: Das Biest zieht den Feinden das Blut aus den untoten Leibern und stellt es seinem Meister zur Verfügung. Davon abgesehen, soll der Golem nicht einfach beschworen und dann sich selbst überlassen werden – auch er soll stärker auf Befehle des Totenbeschwörers hören als die Pets des Hexendoktors.
Blut spielt für den Necromancer eine große Rolle. Es gibt Magie rund um den Stoff – etwa einen riesigen, kreisförmigen Angriffszauber namens Blutnova. Vor allem aber ist Blut eine Ressource, die neben oder zusätzlich zu Essence für bestimmte Manöver benötigt wird. Wenn der Spieler damit zu großzügig umgeht, können seine Lebenspunkte bis auf den Stand von 1 sinken – spätestens hier wird es spannend, weil dann natürlich jeder noch so kleine feindliche Treffer das "Game Over" bedeutet.
Die Essenz regeneriert sich übrigens nicht automatisch, sondern muss etwa durch das Erledigen von Gegnern aktiv aufgebaut werden. Und irgendwie soll sie auch aus Gesundheit umwandelbar sein – aber dazu wollte Blizzard noch keine Details nennen.
Der Necromancer soll vor der offiziellen Veröffentlichung auf den öffentlichen Testservern spielbar sein, und zwar eher etwas länger als kürzer – einfach, damit die Entwickler mit der Community die Balance so stimmig wie möglich hinbekommen. Zu einem Nachfolger für Diablo 3 oder wenigstens einer zweiten großen Erweiterung hat sich Blizzard übrigens bislang nicht geäußert, obwohl es immer wieder kleine Indizien für eine Fortsetzung gibt.
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