Blink: Die Foto-App mit dem Kurzzeitgedächtnis

Mit der Kamera-App Blink sollen verpasste Schnappschüsse der Vergangenheit angehören. Das Programm nimmt vor und nach dem Auslösen eine Reihe von Fotos auf, aus denen der Nutzer dann das beste Bild auswählen kann.

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Mit Blink sollen keine Schnappschüsse mehr verpasst werden.
Mit Blink sollen keine Schnappschüsse mehr verpasst werden. (Bild: Microsoft Research)

Microsoft Research hat die Kamera-App Blink für Smartphones mit Windows Phone 8 vorgestellt. Mit einem intelligenten Serienbildmodus kann das Programm schon Fotos aufnehmen, bevor der Anwender den Auslöseknopf drückt.

  • Nachdem das Foto mit Blink geschossen wurde, kann der Nutzer aus einer Reihe von Serienbildaufnahmen auswählen. Diese entstehen sowohl vor als auch nach dem eigentlichen Auslösevorgang. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Qualität der Blink-Fotos ist allerdings eher bescheiden. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Vergleich zu den Fotos, die mit der normalen Kamera-App aufgenommen wurden, ist die Auflösung geringer. Helle Stellen haben zudem einen zu starken Kontrast. (Screenshot: Golem.de)
Nachdem das Foto mit Blink geschossen wurde, kann der Nutzer aus einer Reihe von Serienbildaufnahmen auswählen. Diese entstehen sowohl vor als auch nach dem eigentlichen Auslösevorgang. (Screenshot: Golem.de)
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Um dies zu realisieren, hat die App ein Kurzzeitgedächtnis, wie Michael Cohen, leitender Forscher der Interactive Visual Media Group bei Microsoft Research Redmond, erklärt. "Sobald Sie Blink starten, sieht es, was Sie sehen. Blink hat ein Kurzzeitgedächtnis von ungefähr einer halben Sekunde. Wenn Sie den Auslöseknopf drücken, 'erinnert' es sich an das, was gerade passiert ist", so Cohen.

Zusätzlich macht die App nach dem Auslösen etwa eine Sekunde lang weitere Aufnahmen. Anstelle nur eines Schnappschusses hat der Anwender nach dem Fotografiervorgang schließlich über 10 Bilder, die einen Zeitraum von fast zwei Sekunden rund um den eigentlichen Auslösemoment abdecken. Aus ihnen kann der Nutzer das beste Bild aussuchen. Verwackelte Aufnahmen sollen durch Bildstabilisationstechniken vermieden werden.

Auflösung und Qualität der Fotos schlechter

Die mit Blink aufgenommenen Fotos haben allerdings nicht die maximal mögliche Kameraauflösung. Bei unserem Testgerät, einem Windows Phone 8X von HTC, nimmt Blink Fotos mit einer Auflösung von lediglich 1.280 x 720 Pixeln auf, eine höhere Auflösung kann nicht eingestellt werden. Die normale Kamera-App des HTC-Smartphones hat zum Vergleich als Standardauflösung 3.264 x 1.836 Pixel. Dementsprechend schneiden die Blink-Fotos qualitativ schlechter ab als die mit der eigentlichen Kamera-App aufgenommenen Bilder.

Cohen und seine Kollegen arbeiten bereits seit längerem an der Technik, die hinter Blink steht. Nach eigenen Angaben kam ihnen im Jahr 2005 die Idee, dass in Zukunft nicht mehr nur ein Moment aufgenommen werden soll, sondern ein ganzer Zeitbereich.

Erinnerungen an Bestpic-Funktion von Sony Ericsson

Nutzern von Sony-Ericsson-Handys dürfte diese Funktion allerdings bekannt vorkommen: Der japanische Hersteller hat bereits vor über fünf Jahren einige seiner Mobiltelefone mit der sogenannten Bestpic-Funktion ausgerüstet. Damit macht das Handy bereits unbemerkt Bilder, sobald der Finger auf den Auslöser gelegt wird. Nach dem Auslösevorgang werden weitere Bilder gemacht. Am Ende hat der Nutzer wie bei Blink die Auswahl aus mehreren Fotos von vor und nach dem eigentlichen Auslösemoment.

Blink kann kostenlos über Microsofts Windows Phone Store für Smartphones mit Windows Phone 8 heruntergeladen werden. Eine Version für Smartphones mit Windows Phone 7.x wird nicht angeboten.

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kain 07. Feb 2013

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Nephtys 07. Feb 2013

In dem Fall liegt es aber nicht am Arbeitsspeicher selbst, sondern an den Kameramodulen...

Endwickler 07. Feb 2013

Das Tolle daran ist, dass diese Software sieht, was du siehst und nicht das, wohin die...

volkerswelt 07. Feb 2013

Das war jetzt aber nicht sarkastisch. *schwör* Hatte es gerade mal ausprobiert. Nur fehlt...


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