Blindspot: Mutiges Pubg-Spin-off wird nach wenigen Wochen eingestellt
Das ging schneller als erwartet: Pubg Blindspot wird kurz nach dem Start wieder eingestellt. Wie das Entwicklerteam in einer Mitteilung auf Steam(öffnet im neuen Fenster) erklärt, endet der Early Access des taktischen Spin-offs am 30. März 2026 deutscher Zeit.
Damit verschwindet der 5v5-Top-down-Shooter nur wenige Wochen nach seiner Veröffentlichung Anfang Februar 2026 wieder vom Markt.
Blindspot sollte das Pubg-Universum in eine neue Richtung führen, weg vom Battle Royale hin zu engen, teamorientierten Gefechten in Innenräumen. Der Ansatz galt als ungewöhnlich für die Marke – und ist nun trotz kostenlosem Zugang gescheitert.
In der Stellungnahme nennt das Team vor allem Qualitätsansprüche als Grund für das Aus. Man sei nach interner Prüfung zu dem Schluss gekommen, "dass wir nicht in der Lage sind, die angestrebte Spielerfahrung im Early Access nachhaltig zu liefern" . Die Entscheidung zum Aus sei getroffen worden, weil das Spielerlebnis im Mittelpunkt stehe.
War Blindspot zu unbekannt?
Für viele Spieler kommt das abrupte Ende dennoch überraschend. Zwar fiel das Feedback in der Community zuletzt gemischt aus, doch ein komplettes Aus nur wenige Wochen nach Veröffentlichung ist selbst für Early-Access-Projekte ungewöhnlich.
In Diskussionen auf Steam wurde bereits zuvor angezweifelt, ob sich ein experimenteller Taktik-Shooter in einem von etablierten Multiplayer-Hits dominierten Markt behaupten kann. Außerdem gibt es nun Kritik, dass Krafton zu wenig gemacht habe, um Blindspot bekannter zu machen – so habe der Titel eigentlich keine echte Chance gehabt.
Krafton bezeichnete Blindspot als "mutigen Versuch" , neue Genres innerhalb der Pubg-Welt zu erschließen. Das Team bedankt sich ausdrücklich bei den Spielern und betont, dass deren Feedback in zukünftige Entwicklungen einfließen soll.
Konkrete Pläne für einen Nachfolger oder eine Weiterentwicklung gibt es nicht. Stattdessen zieht sich das zuständige Team zunächst zurück, um neue Ansätze zu prüfen. Für Krafton ist das frühe Aus ein Rückschlag bei dem Versuch, die Pubg-Marke über das klassische Battle Royale hinaus auszubauen.



