Blender und Darktable: Bildverarbeitung von Gimp soll für andere Programme kommen
In einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) fasst der Entwickler Jehan Pagès die Änderungen zusammen, die der Entwickler zur aktuellen Vorschauversion 2.9.4 der freien Bildbearbeitung Gimp beigetragen hat. Pagès erwähnt dort darüber hinaus seinen Wunsch, die Bibliothek zur Bildverarbeitung von Gimp, Gegl(öffnet im neuen Fenster), künftig auch in anderen Anwendungen zu nutzen, was wohl enorme Vorteile hätte.
Pagès, der dank seiner Arbeit an dem Animationsfilm Ze Marmot(öffnet im neuen Fenster) zurzeit einer der Hauptbeitragenden des Gimp-Projekts ist, beschreibt etwa die Neugestaltung des Node-Editors der Animationssoftware Blender mittels Gegl. Dies könnte zum Beispiel dazu führen, dass Blender und Gimp den Gegl zugrundeliegenden Graphen einer Bildbearbeitung miteinander teilen könnten, was eine gleichförmige Veränderung in beiden Programmen ermöglichen könnte.
Ebenso wäre es möglich, dass sich Gimp und die Fotobearbeitung Darktable ihre Buffer teilen könnten. Ein einzelnes Bild könnte damit in einer Anwendung bearbeitet werden und diese Änderung in Echtzeit von der anderen Anwendung übernommen werden. Diese theoretisch mögliche vielfache Einsetzbarkeit von Gegl in mehreren Programmen ist einer der Vorteile der Bibliothek.
Gimp selbst nutzt mittlerweile hauptsächlich die von Gegl bereitgestellten Funktionen und soll langfristig komplett auf die Verwendung der Bibliothek portiert werden. Mit Hilfe der Bibliothek kann Gimp Bilder nicht destruktiv bearbeiten und Farbtiefen von 32 Bit pro Farbkanal unterstützen, theoretisch möglich sind gar 64 Bit Farbtiefe. Außerdem ermöglicht die Bibliothek das hardwarebeschleunigte Rendern und Verarbeiten der Bilder per OpenCL.
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