Blender Foundation: Blender 3.0 ist da

Die freie 3D-Software Blender bekommt ein Update - wir haben es uns angesehen.

Artikel von Martin Wolf veröffentlicht am
Neuer Splash-Screen, neue Funktionen
Neuer Splash-Screen, neue Funktionen (Bild: Blender Foundation)

Bis zum letzten Moment wurden fleißig Bugs der neuen Blender-Version behoben. Einige Tage vor Veröffentlichung standen im internen Arbeitsdokument der Entwickler noch einige Show-Stopper: So ließen sich unter Windows 10 Ordnerverknüpfungen nicht per Doppelklick öffnen. Aber auch dieses Problem wurde gelöst und nun steht das Programm wie immer kostenlos zum Download bereit.

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Nach dem Öffnen begrüßt uns eine neue Grafik im Schnellmenü, sie ist dem aktuellen Kurzfilm der Blender Foundation entnommen. Ein Klick auf die Release Notes verrät im Überblick alle Neuerungen. Die Liste ist lang, daher wollen wir in diesem Artikel die drei wichtigsten Funktionen etwas näher beleuchten.

Asset Browser

Die wohl praktischste Erweiterung ist der Asset Browser. Er ermöglicht es, einzelne Bestandteile eines Projekts separat zu speichern und macht es leichter, sie in anderen Projekten wieder zu verwenden. Es können Bibliotheken angelegt werden, diese enthalten dann beispielsweise Objekte und Materialien. Das neue Fenster des Asset Browsers zeigt sie übersichtlich an, sie lassen sich mit der Maus dann einfach in die aktuelle Szene ziehen.

Cycles wird schneller

Auch bei der Leistung hat sich einiges getan. Der Cycles-Renderer ist je nach Inhalten doppelt bis achtfach so schnell, unsere Benchmark-Szene berechnete er beispielsweise in 16 statt 35 Sekunden (Core i7 9750H, RTX 2070). Die Echtzeit-Vorschau im Viewport wurde ebenfalls drastisch beschleunigt. Dabei gilt zu beachten, dass Nvidia-Grafikkarten zwar besser unterstützt werden als ihre AMD-Pendants, aber auch Letztere einen Leistungsschub bekommen. Die neuen Apple-Chips lassen sich noch nicht voll ausnutzen. Daran wird jedoch mit dem Hersteller gearbeitet. OpenCL-Unterstützung gibt es nicht mehr.

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Für das prozedurale Generieren von Geometrie stehen jetzt neue Geometry Nodes zur Verfügung. Was sich kompliziert anhört, vereinfacht den Arbeitsprozess stark: So lassen sich beispielsweise Pflanzen generieren und dann an Gebäuden entlangranken. Anstatt per Hand einzelne Modelle an der Außenwand zu befestigen, kann man mit wenigen Klicks Bereiche definieren, in denen die Pflanzen dann automatisch erzeugt und ausgerichtet werden.

Da 3D-Projekte immer mehr Details benötigen, bekommt diese prozedurale Arbeitsweise einen hohen Stellenwert. Das schlägt sich auch in der Menge der prozeduralen Funktionen in Blender 3.0 nieder: Rund 100 neue Nodes wurden hinzugefügt. Sie fungieren als Programmbausteine und sind wie Rechenoperationen kombinierbar.

Weil die Update-Zyklen seit Blender 2.8 stark verkürzt wurden, ist mit der Folgeversion 3.1 bereits im März 2022 zu rechnen. Wie die Planung der Blender Foundation verrät, sollen auch kollaborative Funktionen über das Netz weiter ausgebaut werden. Zurzeit beinhaltet der Blender Studio genannte Onlinedienst für 10 Euro im Monat Zugang zu den Materialien der Blender-Filme, viele Tutorials und einige zusätzliche Werkzeuge.

Blender 3.0 ist zum Download erhältlich, ältere Versionen mit Langzeitunterstützung wie 2.93 gibt es natürlich weiterhin.

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Cerdo 11. Jan 2022 / Themenstart

Das klingt wie das, was ich von Java-Entwicklern immer wieder höre. "Mein Programm ist...

Cerdo 11. Jan 2022 / Themenstart

Ich persönlich finde das UI recht praktisch. Wie würdest Du es denn verbessern? Wenn...

mwo (Golem.de) 05. Dez 2021 / Themenstart

Vielen Dank für das Kompliment und ja, ein Tutorial zum Shader Editor kommt noch.

KarlWurstbernd 05. Dez 2021 / Themenstart

soso Kubus Kurz reingeschaut. Ziemlich langweilig, leider. Ich empfehle...

NativesAlter 05. Dez 2021 / Themenstart

Dito unter Fedora @KDE und X11 mit spacenavd aus dem offiziellen Repo als Treiber. Zu...

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