Blaues Häkchen: Prominente stellen sich gegen Twitters Bezahlmodell
Was wie ein Aprilscherz klingen mag, ist allerdings keiner: Ab dem 1. April 2023 müssen Twitter-User für ihr blaues Häkchen bezahlen. In Deutschland sind das 9,50 bis 11 Euro im Monat(öffnet im neuen Fenster) – je nach Plattform. Was für die meisten Menschen viel Geld ist, dürfte für viele bekannte Persönlichkeiten kein finanzielles Problem sein. Trotzdem stellen sich einige Prominente gegen das Abo, das übrigens zuvor kostenlos war ( via Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) ).
Es geht darum, dass Promis nun noch mehr mit Fake-Accounts zu kämpfen haben. Das blaue Häkchen bekommen nämlich alle Konten, die dafür bezahlen. Ursprünglich stand das Symbol für die Echtheit einer Person. Mittlerweile steht es für deren Zahlungswilligkeit. "Ich bin hier seit 15 Jahren und gebe meinen Senf dazu. Jetzt sagt ihr mir, dass ich für etwas bezahlen muss, das ihr mir kostenlos gegeben habt? Was ist das hier, der Colombia Records & Tape Club?" , schreibt William Shatner in einem Tweet an CEO Elon Musk(öffnet im neuen Fenster) .
Geld aus Protest nicht zahlen
Fernsehpersönlichkeit Monica Lewinsky (bekannt durch eine Affäre mit Ex-US-Präsident Bill Clinton) hat Screenshots einer schnellen Twitter-Suche gepostet(öffnet im neuen Fenster) . Mehrere Accounts geben sich mit blauem Haken bereits für sie aus und können theoretisch Follower verwirren. "In welchem Universum ist es fair zu Leuten, die darunter leiden können, wenn sich jemand anderes für sie ausgibt?" , schreibt sie auf Twitter.
Selbst Basketball-Star Lebron James ist mit dem neuen Abomodell nicht einverstanden. "Ich denke mal, mein Haken wird bald verschwunden sein. Ihr wisst ja, dass ich nicht den Fünfer dafür bezahle" , schreibt er(öffnet im neuen Fenster) . Dabei sei gesagt, dass der Basketballer mit 40 Millionen US-Dollar Einnahmen jährlich sicher das Geld übrig hätte. Besonders beliebte Personen wie James dürften mit der Änderung auch nicht unbedingt Probleme bekommen. Sein Echtheitsnachweis sind die etwa 50 Millionen Follower.
Weniger bekannte Menschen können sich das nicht leisten und stehen künftig vor der Entscheidung: für Twitter Blue bezahlen oder es sein lassen?
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