Blauer Engel: Nur 1 von 177 Rechenzentren des Bundes ist energieeffizient

Die Bundesregierung betreibt deutlich mehr Rechenzentren als zuletzt behauptet. Doch nur eines davon darf einen Blauen Engel tragen.

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Der Betrieb von Rechenzentren ist sehr energieintensiv.
Der Betrieb von Rechenzentren ist sehr energieintensiv. (Bild: Pixabay)

Die von der Bundesregierung betriebenen Rechenzentren erfüllen nur in einem Fall die ökologischen Kriterien des Blauen Engels. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Anke Domscheit-Berg hervor. Demnach betreiben die Bundesministerien mit ihren angegliederten Behörden 177 Rechenzentren. Nur die Einrichtung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg ist seit 2016 besonders energieeffizient.

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Den Blauen Engel für energieeffiziente Rechenzentren gibt es seit dem Jahr 2011. Bundesweit werden die aktuell 29-seitigen Kriterien (PDF) bislang nur von drei Rechenzentren erfüllt. Dazu zählen neben dem BSH der Green IT Cube des GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und das Höchstleistungsrechenzentrum (HSLR) der Universität Stuttgart.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte im Februar 2020 eine "Umweltpolitische Digitalagenda" auf den Weg gebracht. Darin weist das Ministerium darauf hin, dass das Umweltsiegel Blauer Engel nicht nur für energieeffiziente Rechenzentren, sondern auch für klimaschonende Co-Location-Rechenzentren, ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte sowie Server und Datenspeicherprodukte etabliert worden sei. Von den neun Rechenzentren des Umweltministeriums hat bislang jedoch keines das Siegel erhalten.

Domscheit-Berg forderte daher: "Die Bundesregierung muss endlich ihre Verantwortung für den eigenen CO2-Fußabdruck übernehmen und nicht Schlusslicht, sondern Vorreiter sein, denn der IT-Sektor leistet einen höheren Beitrag zum CO2-Anstieg als die gesamte zivile Luftfahrt."

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Darüber hinaus zeigte sich die Abgeordnete verwundert, dass die Zahl der von der Bundesregierung betriebenen Rechenzentren mit 177 deutlich höher ist, als erst vor kurzem angegeben worden war. Erst Anfang Dezember soll das Bundesinnenministerium dem Tagesspiegel mitgeteilt haben, die Zahl der Rechenzentren sei im Zusammenhang mit der IT-Konsolidierung des Bundes bereits von 134 auf 107 reduziert worden. "Möglicherweise sind es sogar noch mehr Rechenzentren, denn für das Bundeskanzleramt wurden gar keine Zahlen gemeldet. Es ist unfassbar, dass die Bundesregierung nicht einmal so einfache Fakten auf Knopfdruck abrufbar hat", kritisierte Domscheit-Berg.

Der Antwort der Bundesregierung zufolge (PDF) betreiben das Innenministerium und dessen zugeordnete Behörden mit 85 Rechenzentren die mit Abstand meisten Anlagen. Lediglich 5 Rechenzentren befinden sich demnach in Auflösung. Für Domscheit-Berg ist das ein Beleg dafür, dass die umstrittene IT-Konsolidierung bislang kaum vorangekommen ist. "Mit dem Großprojekt IT-Konsolidierung wollte die Bundesregierung die Zahl ihrer Rechenzentren erheblich verringern. Mehr als vier Jahre nach Beginn dieses Projektes bleibt nur die Feststellung: Dieses Milliardengrab funktioniert einfach nicht, nur zwei Ministerien haben die Anzahl ihrer Rechenzentren verringert, bei drei blieb die Zahl gleich, neun haben sie jedoch erhöht", sagte die Abgeordnete.

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DAASSI 30. Dez 2020

Was bringt mir die Zertifizierung? Was kostet sie? kurzum: Warum sollte ich das machen...

minnime 30. Dez 2020

Das Projekt läuft deswegen scheiße weil die Projektplanung miserabel war. Die Behörden...

mambokurt 30. Dez 2020

Nur haben Effizienz und blauer Engel jetzt eher weniger miteinander zu tun weils das...

mambokurt 30. Dez 2020

Würde würde Fahrradkette, nur lohnt es nicht ne normale Heizung an einen Wärmetauscher...



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