Ein reaktionsschneller Full-HD-Monitor ist Pflicht

Schnell wird uns klar, dass der Streamingdienst sich wesentlich besser für die Darstellung in 1080p eignet. Dabei nutzen wir am besten einen guten Gaming-Monitor, um möglichst viele Faktoren zu minimieren, die die Latenz erhöhen. Das schnell reagierende 25-Zoll-TN-Panel unseres Viewsonic XG2530 mit 1 ms Grau-zu-Grau-Latenz und einer Bildrate von 240 Hz ist dafür beispielsweise gut geeignet.

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Wenn wir die Ghost-Konsole per HDMI an den Monitor anschließen, lassen sich aber maximal 120 Bilder pro Sekunde in 1080p übertragen. Das ist die Limitierung von Blade Shadow. Uns verwundert das, da der Hersteller sein Produkt mit einer Bildfrequenz von maximal 144 Hz bewirbt. Zudem passt sich die Bildfrequenz immer dem angezeigten Inhalt an. Bewegt sich nichts auf dem Bildschirm, dann drosselt der Streamingdienst auf teils unter 10 Bilder pro Sekunde herunter. Gleichzeitig ist die Bandbreitenanforderung dadurch recht gering.

Das funktioniert aber auch umgekehrt: In einer Partie CSGO lesen wir mit dem praktischen in Shadow integrierten Diagnosetool zwischen 110 und 120 fps aus. Beachtlich ist dabei, dass sich der Dienst 60 MBit/s an Bandbreite genehmigt. Bildartefakte, die durch die Streamingkompression auftreten, gibt es bei maximaler Einstellung trotzdem zu Genüge. Bei den niedrigauflösenden und sehr simplen Texturen in CSGO fällt das besonders auf, in Biowares Anthem nicht ganz so stark. Mikroruckler und inkosistente Bildraten treten aber selbst mit der 200-MBit/s-Leitung unserer Redaktion auf, was gerade in kompetitiven Spielen schnell nervt.

  • Wegen der fehlenden Bluetooth-Unterstützung entsteht schnell Kabelsalat auf dem Couch-Tisch. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • SHadow Ghost (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Shadow Ghost (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Bluetooth wird nicht erkannt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Quadro P5000 und acht Xeon-Kerne (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Nutzungsstatistik ist hilfreich.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Bandbreite können wir begrenzen.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es werden maximal 120 Hz unterstützt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei krummer Auflösung entstehen Bildfehler (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Unser Shadow läuft mit Windows 10 Home. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bluetooth wird nicht erkannt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • 256 GByte ist nicht wirklich viel Speicherplatz. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Selbst unter last taktet die CPU langsam. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wichtig: Speichergeräte nur an USB 3.0 anschließen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die USB-Übertragungsrate ist unterirdisch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Quadro P5000 und acht Xeon-Kerne (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Es ist daher sinnvoll, dass Kunden für ein möglichst gutes Bild bei Blade Shadow zum einen zumindest über eine 50-MBit/s-Internetleitung verfügen und zum anderen wenig anderer Traffic auf derselben Leitung läuft, was in Familienhaushalten schnell schwierig werden kann. Es ist aber auch möglich, die Datenrate des Dienstes einzuschränken - auf Kosten von mehr Bildartefakten und mehr Rucklern. Blade selbst empfiehlt eine stabile Internet-Verbindung mit mindestens 15 Mbit/s im Download. Bei dieser Rate dürfte die Bildkomprimierung sehr stark ausfallen.

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Generell bleibt die Hardware etwas hinter unseren Erwartungen zurück: Die Quadro P5000 liegt etwa auf dem Niveau einer Geforce GTX 1070 Ti und ist damit gerade für Full-HD-Inhalte schnell genug. Das Problem sind die acht virtuellen Xeon-Kerne, die Blade uns zur Verfügung stellt. Selbst unter Volllast takten sie bei durchschnittlich 1 GHz pro Kern ziemlich langsam . Entsprechend ernüchternd ist das Ergebnis im Multicore-CPU-Benchmark Cinebench R15: Wir messen knapp 620 Punkte . Das ist etwa das Niveau eines sieben Jahre alten Intel Core i7-3770.

Auch der Massenspeicher ist nicht der schnellste: Er liest mit 500 MByte/s sequenziell, was etwa auf dem Niveau eines SATA-3-Laufwerkes liegt. Die Schreibraten schränkt Blade allerdings stark ein. Maximal knapp 100 MByte/s lassen Kopiervorgänge auf der virtuellen Maschine zum Geduldsspiel werden. Ebenfalls ein Manko: Wir bekommen lediglich 256 GByte Kapazität gestellt, was gerade einmal für eine Handvoll aktueller Titel reicht, die oft mehr als 50 GByte groß sind. Für weitere 4 Euro im Monat lässt sich dieser Speicherplatz immerhin auf 1 TByte erweitern.

Schneller Kundensupport, schlechtes Wiki

Bei den Grafiktreibern sollten wir aufpassen: Nach dem Aktualisieren der Software startete unsere VM nicht mehr. Da half nur noch der Umweg über den Kundensupport des Unternehmens. Der ist sehr schnell und freundlich und konnte unser Problem binnen weniger Stunden lösen. Allerdings ist das öffentlich zugängliche Wiki weniger hilfreich. Wir mussten erst einmal eine Weile nach den Kontaktdaten des Support-Teams suchen und häufig gestellte Fragen werden auf der Webseite meist sehr allgemein und schwammig erklärt. Hier besteht noch Nachbesserungspotenzial.

  • Wegen der fehlenden Bluetooth-Unterstützung entsteht schnell Kabelsalat auf dem Couch-Tisch. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • SHadow Ghost (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Shadow Ghost (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Bluetooth wird nicht erkannt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Quadro P5000 und acht Xeon-Kerne (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Nutzungsstatistik ist hilfreich.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Bandbreite können wir begrenzen.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es werden maximal 120 Hz unterstützt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei krummer Auflösung entstehen Bildfehler (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Unser Shadow läuft mit Windows 10 Home. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bluetooth wird nicht erkannt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • 256 GByte ist nicht wirklich viel Speicherplatz. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Selbst unter last taktet die CPU langsam. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wichtig: Speichergeräte nur an USB 3.0 anschließen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die USB-Übertragungsrate ist unterirdisch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Bei krummer Auflösung entstehen Bildfehler (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Dafür hat die VM aus der Cloud den Vorteil, dass wir auf das enorme Backbone des Rechenzentrums zugreifen können. Das 50 GByte große Battlefield 5 hat etwa mit 90 MByte/s geladen und war nach einer halben Stunde spielbereit. Das ist mit kaum einer privaten Verbindung in Deutschland machbar.

Außerdem schaffen es die Franzosen, eine generell gute Eingabelatenz umzusetzen, solange wir keinen 4K-Content wiedergeben. Dadurch können wir angenehm Titel wie World of Warcraft, Anthem, Destiny 2 und Borderlands 2 spielen - Titel, bei denen ruckartige und genaue Bewegungen mit der Maus nicht so wichtig sind. Für Spiele wie Overwatch und CSGO nutzen wir allerdings lieber einen lokalen PC.

Dabei macht die Shadow Ghost generell einen sehr unfertigen Eindruck

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 Blade Shadow und Ghost im Test: Windows-PC streamen mit HindernissenEin unfertiges Produkt für vergleichsweise viel Geld 
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Zetrix 25. Apr 2019

Die Session schließt nicht sofort, bei mir waren Fenster sogar Tagelang offen und auch...

gelöscht 13. Mär 2019

Weil es billig ist. Das ist so billig wie diese ganze Tuppertanten, wie die Herbal-Schei...

Jamz 08. Mär 2019

Auf was basiert den die Aussage des Artikel die Quadro P5000 ist in der Leistung mit...

My1 08. Mär 2019

also mit irgendwo 20 oder 25 hab ich genug spaß in 4k gehabt bei ner 32 mbit leitung mit...

on(Golem.de) 08. Mär 2019

Hallo, @My1: Ja das ist richtig. Es gibt ein Rechenzentrum in Amsterdam, das primär...



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