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Blade Runner 2049 kommt am 5. Oktober 2017 in die deutschen Kinos.
Blade Runner 2049 kommt am 5. Oktober 2017 in die deutschen Kinos. (Bild: Filmposter / Sony Pictures)

Blade Runner 2049: Ein gelungenes Update für die Zukunft

Blade Runner 2049 kommt am 5. Oktober 2017 in die deutschen Kinos.
Blade Runner 2049 kommt am 5. Oktober 2017 in die deutschen Kinos. (Bild: Filmposter / Sony Pictures)

Einen Science-Fiction-Kassenflop von 1982 Jahrzehnte später im Kino fortsetzen - das hat etwa bei Tron nur bedingt funktioniert. Blade Runner 2049 gelingt dies in jeder Hinsicht besser, da er sich im Geiste seines Vorgängers den Konventionen üblicher Hollywood-Blockbuster verweigert.
Eine Rezension von Daniel Pook

Wir verzichten in diesem Artikel darauf, mehr über die Filmhandlung zu verraten, als aus Trailern und Kurzfilmen hervorgeht. Was den Originalfilm angeht, halten wir uns aber nicht so sehr zurück und setzen ein grundsätzliches Vorwissen über den Inhalt des Klassikers in dieser Filmkritik voraus. Blade Runner 2049 kommt am 5. Oktober 2017 in die deutschen Kinos.

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Im selben Jahr als E.T. nach Hause telefonierte, Rambo erstes Blut vergoss und bemerkenswert viele heutige Klassiker das Kinopublikum begeisterten, ließ ein Meilenstein der Filmgeschichte seine Zuschauer ratlos zurück. Erst im Laufe der Jahre wurde Blade Runner zum gefeierten Kult und mit dem sogenannten Final Cut nachträglich noch zu dem Film, den Regisseur Ridley Scott 1982 eigentlich im Sinn hatte, bevor das Studio Warner Bros. nach ersten Reaktionen bei Testvorführungen in den Schnitt eingriff. Eine traumartige Neo-Noir-Story mit mysteriösem Ende, deren atmosphärische Cyberpunk-Welt mindestens so sehr im Vordergrund steht wie ihre menschlichen und synthetischen Protagonisten.

"Im Grunde genommen haben wir fast schon einen Kunstfilm gemacht", sagte Produzent Ivor Powell später sinngemäß in einer Making-of-Dokumentation - nur eben im Blockbuster-Gewand, mit hohen Produktionskosten. Entsprechend skeptisch blickten Fans der nun erscheinenden Fortsetzung entgegen, denn im Hollywood von heute ist so ein Projekt selbst als Ausrutscher kaum noch vorstellbar. Erst vor ein paar Monaten enttäuschte die Realverfilmung von Ghost in the Shell damit, zwar viele Actionszenen, nicht aber die komplexere KI-Thematik der japanischen Vorlage adaptiert zu haben. Auch Star Trek war als Neuauflage im Kino zuletzt vor allem temporeich und voller Explosionen, während Weltraumdiplomatie und die Erforschung des Alls endgültig out zu sein scheinen.

Mit Blade Runner 2049 ist unter der Regie von Denis Villeneuve nun das totale Kontrastprogramm zu typischen Beispielen wie den oben genannten entstanden. Und damit tatsächlich auch ein richtig gutes Sequel.

Raus aus den Schatten in die Blade-Runner-Welt

Fliegende Autos, gigantische Skylines mit geradezu monumentalen Gebäuden, Neonreklamen und viele leuchtende Fenster an den Häuserfassaden - die visuelle Komposition des Los Angeles des Jahres 2019 aus Blade Runner wurde in der Science-Fiction mindestens so oft zitiert wie Philip K. Dicks lose Buchvorlage "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" in Artikeln über Blade Runner. Vom Urvorbild Metropolis hob sich Ridley Scotts Meisterwerk schon dadurch ab, dass seine Dystopie auch an der Oberfläche viel abgenutzter, unbehaglicher und industrieller wirkt. Dazu passend spielt die ganze Handlung bei Nacht und meistens regnet es.

  • Nicht mehr solo: Deckard schließt sich Blade Runner K an. (Bild: Sony Pictures)
  • Holo-Werbung für frivole Gelüste - mehr als nur lebensgroß (Bild: Sony Pictures)
  • K macht eine Entdeckung, die seine Reise für den Rest des Films bestimmen wird. (Bild: Sony Pictures)
  • Fallout lässt grüßen: Blade Runner K auf dem Weg ins verstrahlte Las Vegas (Bild: Sony Pictures)
  • Keine Sci-Fi-Reihe lässt den Traum von fliegenden Autos so gemütlich wirken wie Blade Runner. (Bild: Sony Pictures)
  • Spielt im Film nicht so eine große Rolle wie erwartet: Jared Leto als Niander Wallace. (Bild: Sony Pictures)
  • Lieutenant Joshi und Replikantin Luv: schlagkräftige, aber leider nicht sehr vielschichtige Frauenfiguren (Bild: Sony Pictures)
  • Regisseur Denis Villeneuve ist ein erklärter Fan echter Sets mit möglichst wenig CGI. (Bild: Sony Pictures)
K macht eine Entdeckung, die seine Reise für den Rest des Films bestimmen wird. (Bild: Sony Pictures)

Gleich zu Beginn von Blade Runner 2049 sehen wir zur Abwechslung auch mal das Tageslicht und einige Schauplatzwechsel führen uns in bisher unbekannte Gegenden, wie etwa die Wüstenruinen eines verstrahlten Las Vegas. Zwar behält der Film auch hier die melancholische Grundstimmung bei und nimmt sich immer wieder Zeit, seine wunderschönen Kulissen in Ruhe wirken zu lassen, entfernt sich aber bewusst von der omnipräsenten Neo-Noir-Optik des ersten Teils. Uns ist das besonders beim Verzicht auf allzu viele harte Schattenwürfe aufgefallen. Die Farb- und Lichtgestaltung ist weniger künstlerisch stilisiert, sondern ganz von der authentischen Darstellung der fiktiven Schauplätze motiviert.

Kombiniert mit wahrlich beeindruckenden Computereffekten bieten Denis Villeneuve und Kameramann-Legende Roger Deakins so einen vollkommen neuen, aufregenden Blick auf die in Filmen schon so häufig kopierte, atmosphärisch aber nie wirklich erreichte Welt von Blade Runner. In Teil eins betrachten wir das dystopische Los Angeles wie ein faszinierendes Kunstwerk aus einem Traum, der zweite Teil lässt die detaillierten Modelle der frühen 80er Jahre als digitale Nachbauten wie echt aussehen und holt den Traum auf diese Art sehr überzeugend in die Realität des Films. Am deutlichsten wird dies immer dann, wenn wir mit Protagonist K (Ryan Gosling) den Ausblick aus der Egoperspektive seines fliegenden Autos erleben. Nur ein VR-Headset mit Rundumsicht könnte das Mittendringefühl noch glaubhafter machen.

Zur Stimmung von Blade Runner gehört untrennbar auch der Soundtrack von Vangelis, der auf damals revolutionäre Weise klassische Kompositionen mit Synthesizern mischte. Für das Sequel hat sich der heutzutage omnipräsente Hans Zimmer wie schon bei Dunkirk mit Benjamin Wallfisch zusammengetan. Das Ergebnis hebt sich mehr als nur in Nuancen von der Vorgängermusik ab, drängt sich beispielsweise an einigen Stellen viel aggressiver in den Vordergrund, trifft aber doch genug ähnliche Töne, um noch das bekannte Blade-Runner-Gefühl zu transportieren.

Nahe Zukunft, ferne Vision

Nach Zurück in die Zukunft 2 hat die Realität bald auch Blade Runners Vision zeitlich gnadenlos eingeholt, technisch jedoch noch lange nicht. Der im alten Film zu sehende Fortschritt mit biosynthetischen Androiden und fliegenden Autos als Standardtransportmittel ist bis 2019 in unserer Welt kaum vorstellbar. Gleichzeitig hat sich unsere Wirklichkeit seit 1982 weiterentwickelt und das berücksichtigt Denis Villeneuves Update der Filmwelt nicht nur nebensächlich. Seit den Geschehnissen von Teil eins sind bis 2049 immerhin 30 Jahre vergangen.

Zu Video-Werbetafeln an den Wolkenkratzern haben sich inzwischen lebensechte Hologramme gesellt, die Passanten auch mal direkt ansprechen und etwa für das digitale Rotlichtmilieu begeistern wollen. Blade Runner K hat sogar eine virtuelle Ehefrau in seinem Apartment, die in vielen Zügen Funktionen von Siri, Alexa & Co. repräsentiert, deren künstliche Intelligenz darüber hinaus allerdings echte Gefühle mindestens sehr glaubwürdig vortäuschen kann. An mehreren Stellen in der Handlung kommen Drohnen mal als nützliche, mal als todbringende Werkzeuge zum Einsatz - um nur zwei Beispiele zu nennen, mit denen unser Zeitgeist Einzug in die aktualisierte Mythologie von Blade Runner gefunden hat.

Rick Deckard: keine Zeit zum Sterben 

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Friedhelm 17. Okt 2017

Also ich war sofort begeistert als ich ihn in den 80ern gesehen habe. Mich interessiert...

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Friedhelm 17. Okt 2017

"Blade Runner 2049: Trotz Kritikerbeifall am ersten Wochenende gefloppt" 2 Stunden 43...

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HanSwurst101 11. Okt 2017

Kubrick ?! LOL. Wenn man keine Ahnung hat, ----

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Vaako 09. Okt 2017

Kann ich auch nur bei pflichten die 3std im Kino waren echt etwas zuviel für mich und gab...

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notnagel 09. Okt 2017

Komische Aussage. Vin Diesel ist ein ähnlicher Schauspielertyp wie Ford und ähnlich...

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