Blade Group: Apple entfernt Shadow aus dem App-Sortiment
Der Cloud-Streaming-Dienst Shadow des französischen Unternehmens Blade Group wird künftig keine iOS-Applikation für mobile Apple-Geräte mehr anbieten können – das gilt auch für Apple TV. Der Grund ist offenbar, dass die Entwickler auf unbekannte Weise gegen die Nutzungsbedingungen des App Stores verstoßen haben. Deshalb entferne Apple die Software aus dem Sortiment. Das berichtet das Unternehmen in einer Ankündigung auf dem Community-Portal Reddit(öffnet im neuen Fenster) .
Mittlerweile sind offenbar sämtliche Applikationen des Herstellers aus dem Apple-Angebot verschwunden. Das gilt für die iOS-App und die Version für Apple TV. "Wir werden nicht in der Lage sein, die App zu aktualisieren, sobald sie aus dem App Store genommen wurde" , schreibt die Blade Group im Forenpost. Die Entwickler wissen allerdings wohl selbst nicht, warum Apple diese drastische Maßnahme ergriffen hat. Einige Nutzer vermuten, dass das Unternehmen an einigen Stellen in der Software den Gewinnanteil für Apple nicht richtig abgeführt hat. An Verkäufen und In-App-Geschäften beansprucht das Unternehmen einen Anteil von 30 Prozent für sich.
Bereits installierte Software soll weiterhin funktionieren
Der Hersteller gibt an, dass Nutzer ihre bereits installierten Applikationen am besten weiterbenutzen sollten, statt sie zu entfernen. Die Apps funktionieren anscheinend weiterhin, auch wenn sie nach einiger Zeit veraltet sind. Möglich ist auch, dass die Blade Group die Probleme mit Apple beilegen und ihre Software doch wieder anbieten kann.

Shadow ist ein Spielestreaming-Dienst, mit einem im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie Google Stadia (Test) und Nvidia Geforce Now (Beta-Test) offeneren Ansatz. In Rechenzentren werden Nutzern komplette virtuelle Maschinen mit Windows-Betriebssystem zur Verfügung gestellt. Shadow ist also eigentlich eher ein Windows-10-Client in der Cloud, auf dem auch Spiele gespielt werden können. Im Golem.de-Test hat die Software schon vor einem Jahr überzeugt. Probleme wie der enorme Bandbreitenbedarf und der merkliche Eingabe-Lag treffen auf Shadow genauso zu wie auf andere Spielestreaming-Plattformen.
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